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Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Frost und Glätte. Deutschland steht ein eisiges Wochenende mit kräftigem Schneefall bevor.
Update vom 24. November, 6.35 Uhr: In Bayern hat sich in den Morgenstunden ein Glätte-Unfall mit Todesopfern ereignet. Bei spiegelglatter Fahrbahn starben mindestens drei Menschen auf der Autobahn 93 bei Maxhütte-Haidhof in der Oberpfalz. Laut ersten Erkenntnissen der Polizei waren zwei LKW und ein Auto am Unfall beteiligt.
Bei Winter-Wetter legt sich Glatteis auf Deutschlands Straßen: Hier an der A44, wo am Sonntag ein Auto von der Fahrbahn abgekommen war. © Christoph Reichwein/picture alliance/dpa
Auch in Niedersachsen ereigneten sich zahlreiche Glätteunfälle. Allein im Bereich zwischen Cuxhaven, Jever und Diepholz gab es 42 Glätteunfälle. Das berichtet die dort zuständige Polizeidirektion Oldenburg. Dabei seien aber keine schwer verletzten Personen zu beklagen gewesen. Die größten Auswirkungen habe ein Lkw gehabt, der sich auf der A1 am Bremer Kreuz aufgrund der Glätte gedreht hatte. Die Strecke habe in Fahrtrichtung Hamburg für mehrere Stunden gesperrt werden müssen.
Im Emsland kam es bereits am Sonntagabend zu einem Unfall, bei dem ein Auto in den Gegenverkehr geriet, sagte ein Polizeisprecher. Dabei habe sich eine Person schwer verletzt. Ob Glätte der Auslöser war, sei unbekannt.
Update vom 24. November, 5.10 Uhr: Vor „Gefahr für Leib und Leben“ warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Montagmorgen. Plötzlich gefrierender Regen legt sich als Glatteis auf die Straßen und verursacht großes Risiko. Der DWD empfiehlt: Aufenthalt im Freien und Fahrten vermeiden bzw. das Verhalten im Straßenverkehr anpassen.
Rote Wetter-Warnung besteht aktuell bis voraussichtlich 6 Uhr für die Südhälfte Bayerns sowie den südwestlichen Teil Baden-Württemberg. Orangefarbene Warnung zieht sich nördlich bis nach Schweinfurt, außerdem ist ein Streifen vom Freiburg bis Karlsruhe betroffen.
Update vom 23. November, 23.10 Uhr: Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) setzt sich die kritische Glatteis-Situation am Montag, 24. November 2025, fort. Besonders betroffen ist der Südosten Deutschlands, wo die Glatteislage bis in den Montag hinein andauert. In Südostbayern droht anfangs noch „teils unwetterartiger gefrierender Regen“ mit akuter Glatteisgefahr. Die Unwetterwarnung vor Glatteis durch gefrierenden Niederschlag gilt vom Sonntagabend bis Montagmittag und erfasst weite Teile Süddeutschlands.
Am Montagmorgen werden die ostwärts ausbreitenden Niederschläge auch die Oder-Region und Niederbayern erreichen, wobei zunächst Schnee fällt, der dann vorwiegend in der Südhälfte in Regen übergeht. Südlich von Mosel und Main besteht weiterhin Glatteisgefahr, vor allem in den Niederungen Süddeutschlands sind gebietsweise auch Unwetter möglich. Die Temperaturen am Montag erreichen allenfalls im Erzgebirge und äußersten Südosten Bayerns noch leichten Frost bis -2 Grad. Zusätzlich zur Glatteis-Problematik warnt der DWD vor Dauerregen zwischen Südschwarzwald, Bodensee und Oberschwaben mit Mengen zwischen 30 und 50 Litern pro Quadratmeter in 24 Stunden.
Update vom 23. November, 10.09 Uhr: Eisregen-Warnung für halb Deutschland. Ab Sonntagabend bis Montagmittag droht vielerorts Glatteis durch gefrierenden Regen, meldet der DWD. Betroffen ist fast ganz Süddeutschland, in Bayern vom Alpenrand bis hoch nach Würzburg, in Baden-Württemberg vom Bodensee bis Tauberbischofsheim.
Eisig kalt bleibt fast überall, wenn dann gefrierender Regen dazukommt, wird es gefährlich. Bereits in der Nacht auf Sonntag ereigneten sich zahlreiche Unfälle auf glatten Straßen in Deutschland. Darunter ein tödliches Unglück an einem Bahnübergang in Leer (Niedersachsen).
Deutschland-Wetter: Sonntag wird bitterkalt – DWD erneuert Prognose und zwei Warnungen
Update vom 23. November, 6:23 Uhr: Es bleibt frostig in Deutschland. Temperaturen teils unter null steigern das Unfallrisiko auf deutschen Straßen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt bis in die neue Woche vor Frost und Glatteis. „In der Nacht zum Montag ziehen von Westen Niederschläge auf, die bis Montagmittag andauern. Die Niederschläge fallen zunächst als Schnee und gehen im weiteren Verlauf in Regen über. Dieser kann auf dem kalten Boden gefrieren und verbreitet zu Glatteis führen“, so der DWD. Dabei breite sich die Glätte von Nordwesten bis in den Osten und Süden aus.
In Deutschland herrscht winterliches Wetter. © Lars Penning/dpa
Im Süden des Landes könnten Schnee und Glätte besonders heftig ausfallen. Die Temperaturen bewegen sich am Sonntag (23. November) von 1 bis -10 Grad. In den Alpentälern können es sogar bis zu -15 Grad werden. Im Tagesverlauf erwartet der DWD dann vom westlichen Niedersachsen bis Baden Schnee. Im Südwesten fällt Regen, der auf den Straßen gefriert – der Wetterdienst warnt teils vor Unwettergefahr.
„Der Sonntag wird kritisch, da ist auch viel Wochenend-Rückreiseverkehr unterwegs. Und in der Nacht zu Montag erwarten wir auch in Berlin und Ostdeutschland Schnee und Glätte. Das zieht sich vielleicht sogar bis Hamburg rauf“, erklärte Klimatologe Karsten Brandt der Bild.
Wetter-Warnlage in Deutschland: Sturm im Norden, Glatteis im Süden
Update vom 22. November, 20:25 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst hat seine Warnlage für Deutschland aktualisiert und dabei neue Details zu den erwarteten Wetterbedingungen bekannt gegeben. An der nordfriesischen Küste treten demnach am Samstag (22. November) bereits Sturmböen auf, während im gesamten Nordseeumfeld Windböen herrschen. Am Sonntag weiten sich die Windprobleme aus – im Hochschwarzwald und auf dem Brocken werden sogar Sturmböen erwartet. Im nördlichen Baden-Württemberg erschwert zusätzlich Nebel die Sicht.
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Die wichtigste neue Entwicklung: Der DWD hat eine Vorabinformation zu Glatteis mit Unwetter-Charakter für Regionen im Süden ausgegeben. Diese Warnung gilt ab Sonntagabend bis in die Frühstunden am Montag und verschärft die bereits angespannte Lage für Autofahrer erheblich.
DWD warnt vor „strengem Frost“
Update vom 22. November, 12:55 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat seine Warnungen für einige Regionen Deutschlands verschärft. Der DWD warnt hier nun bis Sonntagvormittag mit der Unwetterwarnstufe 2 vor „strengem Frost“. Betroffen ist der Südosten, darunter auch München. Das Band zieht sich in die Mitte des Landes und weiter in den Osten. Betroffen sind also auch Nordbayern und Städte wie Erfurt oder Dresden. Die aktuellen Warnungen können Sie jederzeit auf unserer Live-Karte weiter unten im Artikel verfolgen.
Erstmeldung vom 22. November, 8:30 Uhr: München – Der Winter kommt – und wie. Am Samstag (22. November) starteten große Teile Deutschlands mit tiefen Minustemperaturen in den Tag. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet sonniges Wetter bei eisigen Temperaturen. Vor allem nachts ist auf den Straßen Vorsicht geboten. Zum Wochenstart kündigen die Experten Glatteis durch gefrierenden Regen an.
Während es in den Alpen schon gewaltig weiß ist, verwandelt sich der anfängliche Sonnenschein auch in Deutschland im Laufe des Wochenendes in eine dichte Wolkendecke mit Niederschlägen. Besonders Autofahrer sollten vorsichtig sein, denn der DWD warnt vor anhaltender Rutschgefahr auf den Straßen. Ein erster Unfall wurde bereits am Samstagmorgen vermeldet. Zwei Menschen sind bei einem Autounfall nahe Isny (Landkreis Ravensburg) schwer verletzt worden. Ersten Erkenntnissen zufolge war der 33 Jahre alte Fahrer bei den winterlichen Verhältnissen zu schnell unterwegs gewesen.
Amtliche Wetterwarnungen für ganz Deutschland – Live-Karte gibt Überblick
Es ist Vorsicht geboten. Ein Blick auf die Live-Karte mit allen amtlichen Wetterwarnungen lohnt sich. Am Samstag erreichen die Temperaturen Höchstwerte von minus zwei Grad in südlichen Regionen bis zu sechs Grad an der Nordsee. Lediglich im Norden verdunkeln zunehmend Wolken den Himmel. An der Nordseeküste fällt bereits Regen, auf den Inseln können sogar stürmische Windböen auftreten.
Die Wetterwarnungen haben es besonders in der Nacht zum Sonntag in sich. Die Temperaturen sinken verbreitet auf Werte zwischen null und minus zehn Grad. An den Alpen teils sogar auf Minus 15 Grad. Über Schneeflächen kühlt es lokal sogar bis minus 15 Grad ab – ideale Bedingungen für gefährliche Straßenglätte. Das sieht auch Meteorologe Dominik Jung so. In seiner Wetter-Kolumne für HNA von Ippen.Media warnt er vor einem echten Schneeszenario und einem Phänomen, dass in wenigen Minuten für gefährliche Straßenverhältnisse sorgt.
Folgt das nächste Schneeszenario schon am Mittwoch?
Am Sonntag verabschiedet sich die Sonne weitgehend. Während im Nordwesten mit Schneefall zu rechnen ist, droht im Südwesten überfrierender Regen, der die Straßen in gefährliche Rutschbahnen verwandeln kann, präzisiert der DWD. Einzig die östliche Landeshälfte bleibt vorerst von den Niederschlägen verschont und erfreut sich weiterhin an trockenen und sonnigen Verhältnissen. Die Tageshöchstwerte pendeln zwischen minus zwei und plus vier Grad.
„Nach der Schneefront vom Sonntagnachmittag kündigt sich zur Wochenmitte bereits das nächste markante Winterereignis an“, berichtet Meteorologe Jung in seiner Kolumne für den Münchner Merkur. Am Mittwoch drohen im Süden und Südosten Deutschlands 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee, dazu chaotische Straßenverhältnisse, heißt es darin. Verkehrsteilnehmer sollten daher besonders in den südlichen Bundesländern äußerste Vorsicht walten lassen und ihre Fahrten den Wetterbedingungen anpassen, warnt auch der DWD. (Quellen: dpa, Kolumne Dominik Jung, DWD) (mke)