Schon seit Jahren arbeiten Sony, „Paddington“-Macher Paul King und „Spider-Man“-Star Tom Holland an einem Film über Hollywood-Legende Fred Astaire. Doch dessen Witwe will das Projekt jetzt stoppen. Denn ihr Mann habe nie einen Film über sich gewollt.

Sony Pictures

Bereits 2021 kündigte Sony ein Biopic über Fred Astaire an. Tom Holland sollte das legendäre Schauspiel- und Stepptanztalent verkörpern, das mit Werken wie „Ein Walzer aus Amerika“ und „Ich tanz mich in dein Herz hinein“ nicht einfach nur zum Superstar avancierte. Nein, Astaire ist sogar eine der größten Hollywood-Legenden der Geschichte. Das American Film Institute wählte ihn bei einer Rangliste der 100 größten Stars aus 100 Jahren Hollywood zur Jahrtausendwende sogar auf den fünften Platz bei den Schauspielern.

Lange Zeit schien das Projekt große Fortschritte zu machen. Mit Paul King, der die Hits „Paddington“ und „Wonka“ in seiner Vita hat, kam ein hochkarätiger Filmemacher an Bord. Der schrieb gemeinsam mit „Billy Elliot“-, „Rocketman“- und „Gefährten“-Autor Lee Hall auch ein Drehbuch, sodass irgendwann alles auf einen zeitnahen Drehbeginn hindeutete. Doch dazu kam es bislang nicht. Jetzt wissen wir womöglich den Grund…

Fred Astaire wollte wohl keinen Film über sein Leben!

Denn Robyn Astaire, die von 1980 bis zum Tod der Schauspiellegende 1987 mit Fred Astaire verheiratet war, geht gegen den Film vor. Das Klatschportal TMZ konnte nun in Erfahrung bringen, dass das Anwaltsteam der Witwe sich in einem juristischen Schriftsatz an die hinter dem Biopic steckende Produzentin Amy Pascal gewandt hat. TMZ liegt das Schreiben vor und darin macht Robyn Astaire deutlich, dass sie sich gegen ein solches Projekt ausspricht.

Laut der letzten Frau der Schauspiellegende habe Fred Astaire nämlich in seinem Testament sogar explizit verfügt, dass seine Lebensgeschichte niemals in einem Film dargestellt werden dürfe. Sie sei jetzt fest entschlossen, diesen Wunsch zu ehren.

Trotz Drohung und Testament: Biopic kann kommen – wenn Sony will

Verantwortliche von Sony und Tom Holland haben die Sachlage bislang nicht offiziell kommentiert. Ein Insider erklärte gegenüber TMZ nur, dass die Vorlage für den Film ein Buch über Astaire sei. An diesem Buch habe Sony alle nötigen Rechte. Die Botschaft hinter dieser Aussage ist klar: Die Witwe kann sich noch so sehr gegen den Film positionieren. Wenn das Hollywood-Studio will, wird das Projekt trotzdem gemacht.

So droht Robyn Astaire laut TMZ in dem Schriftsatz ihrer Anwälte auch nur mit juristischen Schritten, falls die Produktion auf nur irgendeine Weise den Eindruck vermittele, dass das Projekt offiziell autorisiert sei oder mit irgendeiner Form von Zustimmung entstanden ist. Solange Sony, Pascal, King, Holland und Co. das vermeiden, hat sie wohl wenig Handhabe.

Die Frage ist nur, ob Sony diesen Film wirklich machen will, wenn sich die Witwe nicht nur öffentlich so gegen das Projekt stellt, sondern auch noch auf einen explizit in einem Testament festgehaltenen Willen von Fred Astaire verweist. Schließlich könnte das vielen potenziellen Kinogänger*innen sauer aufstoßen. Auch wenn sie juristisch den Film nicht stoppen kann, könnte Robyn Astaire das Biopic mit ihren öffentlichen Aussagen am Ende also trotzdem verhindern. Bis Sony deutlich macht, mit dem Projekt trotzdem fortfahren zu wollen, ist es aktuell daher fraglich, ob der Fred-Astaire-Film mit Tom Holland noch kommen wird.

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