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Lürssen Werft

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Premiere in Kiel: Name der Megayacht „Cosmos“ enthüllt

Die Megayacht „Cosmos“ hat in Kiel ihren eigentlichen Namen enthüllt. Das 114 Meter lange Schiff hatte am Dienstag mit der Erprobung begonnen. Am Freitag lief sie nun erstmals mit dem echten Namen aus.

Kiel. Die tatsächlichen Namen sind bei neuen Megayachten während der Bauzeit immer ein gut gehütetes Geheimnis. So lange wie möglich sollen so die Rückschlüsse auf den Eigner verschleiert werden; daher tragen diese Schiffe in der Bauzeit immer nur Projektnamen. Beim Neubau 13759 von Lürssen war es bis Freitag „Cosmos“.

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Als die Yacht am Freitag um 8 Uhr vom Sartorikai zum vierten Seetag in Richtung Kieler Bucht ablegte, war am Heck die Folie mit der Aufschrift „Cosmos” entfernt worden. Dort prangt jetzt der Name „Nausicaä“. Dabei handelt es sich um die Hauptfigur des japanischen Zeichentrickfilms „Nausicaä, die Prinzessin des Tals der Winde“. Der 1984 erschienene Film hat in Japan Kultstatus.

Schiff wird neues Arbeitszimmer

Zu den Fans von Nausicaä gehört anscheinend auch Yusaku Maezawa, der japanische Auftraggeber für das „Projekt Cosmos“ bei der Lürssen Werft. Der Milliardär will die 114 Meter lange Yacht zu seinem schwimmenden Arbeitszimmer machen und mit ihr die Meere befahren.

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Die Megayacht absolviert vorerst aber ihre Probefahrten auf der Ostsee vor Kiel und Eckernförde. Dafür hat die Lürssen Werft als Basis den Sartorikai im Kieler Hafen gemietet. Der Liegeplatz wird nachts genutzt.

600 Euro Liegegeld pro Tag in Kiel

Die Reservierung des Liegeplatzes durch die Lürssen Werft ist laut Hafenamt bis Mitte nächster Woche aktiv. Dazu gehört auch die Absperrung des Liegeplatzes mit mobilen Zäunen. „Das Schiff hat eine IMO-Nummer und ist ein Seeschiff, deshalb sind diese Maßnahmen erforderlich”, sagt Hafenkapitän Philipp Guggenmoos. Die Werft hat deshalb auch einen eigenen Wachdienst vor Ort, der den Sicherheitsbereich überwacht.

Bei den Gebühren gilt für das Schiff der normale Kaitarif von 47 Cent pro Brutto-Raum-Zahl. Luxusyachten müssen in Kiel jedoch einen Aufschlag von 50 Prozent zahlen. Bei der 6400 BRZ großen „Nausicaä“ fallen laut Kaitarif pro Tag 600 Euro an. Der Wert der 350 Millionen Euro teuren Yacht spielt dabei keine Rolle.

Die „Nausicaä“ ist bis zur Übergabe an den Auftraggeber im Kieler Schiffsregister als „Cosmos“ eingetragen. Deshalb fährt sie offiziell auch weiter unter deutscher Flagge mit Rendsburg als Heimathafen. Nach der Übergabe an den Eigner wird das Schiff zu den Bermudas umgeflaggt und bekommt Hamilton als Heimathafen. Auch der Name des zukünftigen Heimathafens ist bereits am Heck aufgeschweißt.

KN