Am Donnerstag hatten Baggerarbeiten am SEZ begonnen. In einer Mitteilung der WBM an den rbb hieß es, es handele sich lediglich um Vorbereitungen. Der eigentliche Abriss des Gebäudes habe noch nicht begonnen, daher sei keine Genehmigung dafür erforderlich.
Der Grünen-Abgeordnete Julian Schwarze aus Friedrichshain sagte dem rbb am Donnerstag dagegen, er habe beobachtet, dass ein Abrissbagger Gebäudeteile im hinteren Bereich des SEZ herausgerissen habe. Das würde eine Debatte über die künftige Gestaltung verhindern. Er sprach von fehlender Transparenz der WBM.
Anfang August hatte die WBM erstmals alle Entwürfe für die Neugestaltung des SEZ veröffentlicht. Kurz zuvor hatte sich die WBM nach einem Auswahlverfahren bereits für einen Sieger-Entwurf entschieden: Auf dem Areal sollen rund 500 Wohnungen entstehen sowie Grünflächen erhalten bleiben. Der Siegerentwurf sieht unter anderem einen Weiher im Park mit Wasserspielen und dem originalen Sprungturm des SEZ vor. Ein weiteres Element ist eine Kletterstruktur, die aus der Stahlkonstruktion der SEZ-Fassade entsteht.
Damals hieß es, dass eine Machbarkeitsstudie erstellt werden sollte, die prüfen soll, wie gut sich der Sieger-Entwurf tatsächlich umsetzen lässt. Es hieß, dass die Studie im Dezember abgeschlossen werden soll.