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An einem deutschen Flughafen wurden exotische Wildtiere im Handgepäck gefunden. Ein Zoo in NRW nimmt sie nun auf. Die Tiere gibt es in keinem anderen europäischen Tierpark.
Duisburg – Illegaler Tierhandel ist leider immer wieder mal ein großes Problem. Zöllnern und der tierärztlichen Gesundheitsstelle des Flughafens München ist kürzlich glücklicherweise ein Schlag gegen einen illegalen Wildtierhandel gelungen. Dort deckten die Mitarbeiter den Schmuggel von sieben südamerikanischen Singvögeln auf. „Der Zoo Duisburg leistete in mehrerer Hinsicht Amtshilfe und nahm die sichergestellten Tiere auf. Eine Rückführung nach Südamerika war ausgeschlossen“, schreibt der Duisburger Zoo.
Grünschwingensaltatoren (Saltator similis) leben in Brasilien. (Symbolbild) © IMAGO/imageBROKER/glennbartley
Die kleinen Singvögel seien versteckt im Handgepäck einer eingereisten Person entdeckt worden. Die Vögel – drei Grünschwingensaltatoren, ein Goldschnabelsaltator und drei Goldbauchkernknacker – sollen die Größe kleiner Amseln haben, wie der Zoo mitteilen. Sie waren in Pappschachteln in einer Sporttasche verpackt, heißt es. Der Allgemeinzustand der Tiere sei teilweise schlecht gewesen. Die Tiere wurden nach dem Fund umgehend sichergestellt.
„Bisher nicht in europäischen Zoos gehalten“: NRW-Zoo nimmt seltene Wildtiere auf
Die Vögel seien durchaus besonders. „Bei ihnen handelt es sich um Arten, die bisher nicht in europäischen Zoos gehalten werden“. Bedingt durch festgestellte Vorerkrankungen und dem sich nachteilig auswirkenden tierschutzwidrigen Transport verstarb trotz eingeleiteter tiermedizinischer Maßnahmen einer der Goldbauchkernknacker kurz nach der Sicherstellung, wie der Zoo mitteilt.
Nach der Sicherstellung kontaktierten die zuständigen Mitarbeitenden der tierärztlichen Grenzkontrollstelle aus München das Team des Zoos Duisburg. An diese wandten sie sich aufgrund des vorhandenen Netzwerkes von Artenschutzexperten. Das Team aus Duisburg habe daraufhin mithilfe von Fotografien die drei Vogelarten bestimmt und unter anderem Empfehlungen für die arttypische Ernährung gegeben, heißt es. Vorübergehend sollen die Vögel in einer Münchener Tierklinik untergekommen sein.
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„Für uns war und ist es ein Selbstverständnis, hier mit unserem Know How zu helfen um die Situation der Tiere zu verbessern“, erklärt Oliver Mojecki, Zoologischer Leiter des Zoos Duisburg. Da die sichergestellten Vögel nicht dauerhaft in der Tierklinik leben konnten, fanden die sechs Tiere in Duisburg eine sichere und dauerhafte Bleibe. Hier seien entsprechende Möglichkeiten einer Haltung vorhanden, heißt es.
Mojecki erklärt, wieso eine Rückführung nach Südamerika ausgeschlossen war: „Unseren Informationen nach ist der Entnahmeort unklar. Das schließt eine Rückführung aus, denn die Tiere würden sich nur dort zurechtfinden, wo sie sich auch auskennen. Schlussendlich spielt auch der Gesundheitszustand eine Rolle.“
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