Die deutsche Frauen-Staffel um Franziska Preuß hat zum Auftakt des Olympia-Winters enttäuscht und das Podium deutlich verpasst.

Das DSV-Quartett mit Gesamtweltcupsiegerin Preuß, Vanessa Voigt, Janina Hettich-Walz und Selina Grotian musste sich beim Biathlon-Weltcup im schwedischen Östersund mit Rang elf zufrieden geben.

Der Sieg im Rennen über 4×6 km ging an Frankreich (0+8) vor Italien (1+9/+13,8 Sekunden) und Tschechien (0+8/+30,8). Preuß und Co. (3+10) hatten satte 3:16,2 Minuten Rückstand. Grotian, an Position drei laufend, leistete sich im Liegendanschlag zwei Strafrunden.

„Mir tut das natürlich total leid für die anderen. Das muss nicht sein, dass man da zwei Strafrunden schießt“, sagte Grotian in der „ARD“. Die 21-Jährige patzte im Liegendschießen gleich doppelt, Verfolgungs-Weltmeisterin Preuß musste nach dem Stehendschießen 150 Meter extra laufen. „Ich war brutal aufgeregt, das darf natürlich nicht passieren“, sagte Grotian, die den Wind laut eigener Aussage wohl falsch eingeschätzt hatte und dafür bestraft wurde.

Für das deutsche Frauenteam war es das schlechteste Staffelergebnis seit dem zwölften Platz von Nove Mesto im März 2021.

Frankreich lässt nichts anbrennen

Die favorisierten Französinnen trotzten dagegen auch der großen Unruhe im Vorfeld. Topläuferin Julia Simon fehlt nach ihrer Verurteilung wegen Diebstahl und Kreditkartenbetrug in Östersund wegen einer verbandsinternen Sperre.

Zudem hatte eine angebliche „Gewehr-Affäre“ um Jeanne Richard, die ihrer Kollegin Océane Michelon die Waffe manipuliert haben soll, zuletzt für Wirbel gesorgt.

Die Staffel der Männer über 4×7,5 km folgt um 16:55 Uhr. Das deutsche Team startet mit Justus Strelow, Danilo Riethmüller, Philipp Nawrath und Philipp Horn. Am Sonntag stehen in Östersund die Single-Mixed-Staffel (14:00 Uhr) und die Mixed-Staffel (16:40 Uhr) auf dem Programm.