Limbach-Oberfrohna. 

Kurz vor dem offiziellen Ende des Kulturhauptstadtjahres in Chemnitz wurde nun die Große Kreisstadt auch noch Teil des Purple Path. Der Pfad verbindet Chemnitz mit 38 Gemeinden in der Region. Nach 90 Werken von internationalen Künstlern findet die Aktion nun ihre Vollendung.

Zwei neue Kunstwerke für die Stadt

Nachdem es viele Monate unsicher war, wann das für Limbach-Oberfrohna geplante Kunstwerk im Rahmen des „Purple Path“ aufgestellt wird und vor allem, aus welchem Material es am Ende besteht, konnten alle Beteiligten kürzlich aufatmen. Letzte Woche wurde nicht nur das ursprünglich geplante Werk „Delicous Monster“ von Hoda Tawakol an die Öffentlichkeit übergeben, sondern auch das „Labor einer Streuobstwiese“ von Gabriela Oberkofler. Damit zieht die Stadt nun mit zwei Kunstwerken Besucher an.

Feierliche Einweihung mit Gästen

Zur Einweihung schauten neben den Künstlerinnen, die schon die Tage zuvor regelmäßig vor Ort waren, auch Kurator Alexander Ochs und Stefan Schmidtke, Geschäftsführer der Kulturhauptstadt GmbH, vorbei. Das Land Sachsen wurde durch Thomas Popp als Beauftragter des Freistaates für die Kulturhauptstadt vertreten. In ihren Grußworten gingen sie auf die Kunstwerke, aber auch auf die Verbindung zur Geschichte der Stadt ein.

Rahmenprogramm mit Musik und Kulinarik

Mit Apfelsaft und -punsch sowie Apfelkuchen sorgte Sascha Baumann vom „Café Rhino“ für das leibliche Wohl, musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Sängerin Luise Liebisch und Steven Marc S am Piano.

Dauerhafte Informationen vor Ort

Infos zu den Kunstwerken sind dauerhaft vor Ort auf zwei lila Stelen zu finden, zudem kann man sich unter: www.chemnitz2025.de/purple-path/ einen Überblick verschaffen.

„Labor einer Streuobstwiese“ von Gabriela Oberkofler

Künstlerin Gabriela Oberkofler wurde 1975 in Südtirol geboren, wo sie auch heute noch lebt. Für das Kunstwerk „Labor einer Streuobstwiese“ verwendete sie Nutzpflanzen und Saatgut aus ihrem persönlichen Archiv. Vor dem offiziellen Termin waren bereits Schüler der Goethe-Grundschule aktiv, die gemeinsam mit Gabriele Oberkofler die Hochbeete bepflanzten. Außerdem unterstützen die Mädchen und Jungen die Mitglieder des Obstbauvereins beim Pflanzen von Apfelbäumen, die über das Projekt „Gelebte Nachbarschaft“ auf der Fläche ihren Platz fanden. Das war an diesem Tag keine leichte Sache, da über Nacht alles tief gefroren war.

„Delicious Monster“ von Hoda Tawakol

Künstlerin Hoda Tawakol hat franko-ägyptische Wurzeln. Sie wurde 1968 in London geboren, wuchs in Paris auf und lebt heute in Hamburg. Sie schuf das aus glasfaserverstärktem Kunststoff gegossene Kunstwerk „Delicoius Monster“. Ursprung soll die in vielen deutschen Haushalten übliche Pflanze Monstera deliciosa sein. Die einem Stoffgewebe ähnlichen, in Schwarz- und Rottönen gehaltenen Oberflächen bilden eine Referenz zu einem der ehemaligen Zentren der europäischen Strumpfindustrie.