Schock im Kleingartenverein Berliner Brücke in Duisburg: Bis Sonntag (30. November) müssen fast 40 Pächter ihre Gärten abgeben. Der Grund: Der Ausbau der A40 und A59. Dafür braucht die Autobahn GmbH Platz, ergo müssen einige Kleingärten weichen.
Es trifft 37 der 56 Pächter. Wer seine Parzelle rechtzeitig und sauber verlässt, erhält eine Entschädigung über 770 Euro. Doch der Abschied fällt schwer. Radio Duisburg hat mit den Betroffenen gesprochen und auf Social Media stapeln sich die Kommentare wütender Duisburger.
Duisburger verlieren ihre Kleingärten
Dorothea Biermann hat seit acht Jahren eine Parzelle an der Berliner Brücke und war sehr überrascht von der Nachricht. „Das ist sehr schade“, sagt die Pächterin. Für sie kam die Entscheidung sehr plötzlich. „Das war sehr undurchsichtig. Ich hätte mir mehr Infos gewünscht. Die Zeiträume waren nicht klar definiert.“
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Ihre ganze Familie hätte hier im Kleingartenverein in Duisburg jahrelang eine schöne Zeit verbracht, draußen im Grünen, beim Grillen und Spielen mit den Kindern. Diese Zeiten sind jetzt vorbei. Für sie und ihre 36 Leidensgenossen.
Duisburger erhalten Entschädigung und Platz auf Warteliste
Sie rutschen auf der Warteliste nun nach oben und mit etwas Glück könnten einige sogar ihre Parzelle wiederbekommen. Denn ein Teil der benötigten Fläche dürfte nach Fertigstellung des Autobahnausbaus wieder dem Kleingartenverein zugerechnet werden. Allerdings könnte das laut Vorsitzendem des Verbands der Duisburger KGV noch bis 2029 oder sogar 2030 dauern.
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Neben den Betroffenen äußern sich auch einige Nutzer auf den Facebook-Beitrag von Radio Duisburg. „Ich bin kein Kleingärtner aber pro Parzelle 770 Euro zu bekommen, dafür ein Stück harte Arbeit und Lebenstraum zu verlieren, finde ich schon etwas mickrig“, kommentiert eine Nutzerin diesen „Schlag ins Gesicht“. Andere bezeichnen dies sogar als „bodenlose Frechheit“, „Sauerei“ oder „Witz“.
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Die Kleingärtner müssten deutlich mehr investieren für einen schönen Garten. Ganz zu schweigen vom Herzblut und den Erinnerungen. Viele fordern eine entsprechend „anständige Abfindung“. Doch wird es voraussichtlich bei den 770 Euro bleiben.