Der neue Film von „Apollo 13“- & „Illuminati“-Regisseur Ron Howard dreht sich um historisch verbuchte, aber auch rätselhafte Ereignisse auf einer kaum bevölkerten Insel. Nun ist der Survival-Abenteuerthriller im Streaming-Abo verfügbar.

Er inszenierte zwar „Solo: A Star Wars Story“ sowie die Dan-Brown-Verfilmungen „The Da Vinci Code – Sakrileg“, „Illuminati“ und „Inferno“. Doch Ron Howard bewies auch mehrmals, dass er ein Faible für wahre Geschichten hat – man denke etwa an „Apollo 13“, „A Beautiful Mind“ und „Frost/Nixon“. Auch Howards jüngste Regiearbeit fußt auf wahren Ereignissen, wenngleich diese längst nicht so lückenlos dokumentiert sind wie die Geschehnisse, die beispielsweise seinen starken Formel-1-Film „Rush – Alles für den Sieg“ inspirierten:

Der Survival-Thriller und Abenteuer-Drama vermischende „Eden“ dreht sich um europäische Familien, die in einer Zeit weltpolitischer Umbrüche eine Galápagos-Insel besiedeln – und sich in diesem vermeintlichen Paradies an die Gurgel gehen. Trotz Superstar-Besetzung kam dem Film im Kino wenig Beachtung entgegen, doch vielleicht findet er nun sein Publikum: Ab sofort ist „Eden“ im Abo des Sky-Streamingdiensts WOW enthalten.

„Eden“ bei WOW*

Darüber hinaus ist der unter anderem mit „Fantastic Four“-Star Vanessa Kirby, „Euphoria“-Mimin Sydney Sweeney und „Keine Zeit zu sterben“-Szenendiebin Ana de Armas besetzte Film auf diversen Plattformen als VOD verfügbar, wie etwa Amazon Prime Video*, und als DVD und Blu-ray* erhältlich.

Darum geht es in „Eden“

In der Zeit zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg wird eine paradiesisch anmutende Galápagos-Insel zum Schauplatz giftiger Konflikte und selbst Jahrzehnte später ungelöster Vorfälle. „Eden“ stellt die bekannten Ereignisse nach und wagt einen Erklärungsversuch, wie die letztlich nebulös verlaufenen Geschehnisse auf der abgelegenen Insel Floreana ein Ende nahmen:

Zunächst treffen der deutsche Arzt und Philosoph Dr. Friedrich Ritter (Jude Law) und seine Geliebte Dore Strauch (Vanessa Kirby) auf der Insel ein. Während Ritter ein philosophisches Manifest verfasst und nach einem Weg sucht, seine Partnerin von ihrer Multiplen Sklerose zu heilen, bekommt die Presse Wind vom Aussteigerpaar. Die Berichte inspirieren den Veteranen Heinz Wittmer (Daniel Brühl) und seine Frau Margret (Sydney Sweeney) dazu, gemeinsam mit ihrem Sohn ebenfalls dort hinzureisen.

Auf der Insel angekommen, muss sich die dreiköpfige Familie zunächst an die widerborstige Natur gewöhnen – und dann noch an die eingangs harsche Ablehnung durch Ritter und Dore. Als obendrein Eloise Wehrborn de Wagner-Bosquet (Ana de Armas) mit ihren zwei Liebhabern auf der Insel erscheint und aus dem Fluchtort ein Luxusressort machen will, kochen die Emotionen vollends über…

Wahrheit, Spekulation und viel Zoff

Das Drehbuch zu „Eden“ stammt von Noah Pink, dem Schöpfer der National-Geographic-Serie „Genius“ und Autoren des Apple-TV+-Films „Tetris“, der die wahre Geschichte darüber, wie das Puzzlespiel zum Nintendo-Bestseller wurde, auf humorvolle, zwischendurch dramatische Weise überspitzt.

Sein und Howards Ansatz, sich der teils rätselhaften Historie hinter „Eden“ zu nähern, rief bei der Presse allerdings primär Schulterzucken hervor. So urteilte FILMSTARTS-Autor Patrick Fey: „Trotz der faszinierenden realen Begebenheiten, die Ron Howards ‚Eden‘ zugrunde liegen, liefert der Amerikaner letztlich kaum mehr als einen exzellent besetzten und kompetent gemachten Inselstreit, der sich mit zunehmender Laufzeit recht orientierungslos in ein theatrales Intrigenspiel flüchtet.“

Vielleicht ist ein exzellent besetzter, kompetent gemachter Inselstreit allerdings auch genau das, worauf ihr euch an einem Filmabend sehnt? Und wenn ihr Lust auf ein Double Feature an Zorn schürenden, wahren Geschichten mit Sydney Sweeney habt, könnt ihr ja direkt nach „Eden“ noch den folgenden Heimkino-Tipp schauen:

Kaum wer hat Sydney Sweeneys besten Film gesehen – jetzt könnt ihr ihn im Heimkino nachholen!

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Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.