DruckenTeilen
Russland hat Zweifel am Friedensplan für den Ukraine-Krieg. Derweil soll die Ukraine hinter der Explosionen an Bord zweier Öltanker stecken. Der aktuelle News-Ticker.
Das Wichtigste in
diesem News-Ticker
- Russland attackiert im Ukraine-Krieg Kiew„,“position“:“1″,“storyElementPosition“:“8″,“storyElementCount“:“79″}}“>Russland attackiert im Ukraine-Krieg Kiew – Erste Details zu Verlusten nach Angriff.
- aktuelle Lage im Ukraine-Krieg„,“position“:“2″,“storyElementPosition“:“8″,“storyElementCount“:“79″}}“>Reaktion auf aktuelle Lage im Ukraine-Krieg – Russland verschärft Zensur im Internet.
- Selenskyjs Büroleiter tritt wegen Korruptionsermittlungen zurück „,“position“:“3″,“storyElementPosition“:“8″,“storyElementCount“:“79″}}“>Selenskyjs Büroleiter tritt wegen Korruptionsermittlungen zurück – Bis zur Bekanntgabe des Rücktritts hatte Selenskyj zu den jüngsten Entwicklungen in dem Skandal geschwiege.n
- USA wollen offenbar Krim als russisch anerkennen„,“position“:“4″,“storyElementPosition“:“8″,“storyElementCount“:“79″}}“>Ukraine-Krieg aktuell: USA wollen offenbar Krim als russisch anerkennen – Das Angebot soll die US-Delegation kommende Woche in Moskau der Regierung von Wladimir Putin unterbreiten.
- Korruptionsskandal in der Ukraine„,“position“:“5″,“storyElementPosition“:“8″,“storyElementCount“:“79″}}“>Korruptionsskandal in der Ukraine – Durchsuchung bei Selenskyj-Vertrauten.
- Ukraine-Krieg: Ringen um US-Friedensplan„,“position“:“6″,“storyElementPosition“:“8″,“storyElementCount“:“79″}}“>Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Ringen um US-Friedensplan – Selenskyj deutet Verhandlungen über Ende des Ukraine-Kriegs an.
Alle Kapitel
Update, 22:35 Uhr: US-Außenminister Marco Rubio und der Sondergesandte Steve Witkoff treffen sich am Sonntag mit einem Verhandlungsteam der Ukraine, um über den Plan für ein Ende des Krieges mit Russland zu beraten. Wie ein Vertreter der Regierung von US-Präsident Donald Trump mitteilte, findet das Treffen im Bundesstaat Florida statt. Auch Trumps Schwiegersohn und Berater Jared Kushner nimmt demnach daran teil.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Samstag die Abreise der ukrainischen Delegation bekanntgegeben. Sie wird demnach vom Chef des ukrainischen Sicherheitsrats, Rustem Umerow, geleitet. Selenskyjs bisheriger Präsidialamtschef Andrij Jermak ist infolge seines Rücktritts wegen Korruptionsvorwürfen nicht dabei.
Drohnenangriffe gegen die Ukraine: Moldau meldet Eindringen von russischen Drohnen
Update, 18:50 Uhr: Nach massiven russischen Drohnenangriffen auf die Ukraine hat in der benachbarten Republik Moldau Präsidentin Maia Sandu eine Verletzung auch des Luftraums ihres Landes beklagt. „Auf dem Weg, Zivilisten zu töten, haben russische Drohnen wieder moldauischen Luftraum verletzt und seine vorübergehende Schließung erzwungen“, teilte Sandu bei X mit. Laut moldauischen Medien waren diesmal zeitweilig auch keine Starts und Landungen auf dem Flughafen der Hauptstadt Chisinau möglich. Es kam demnach zu Verzögerungen und einer Umleitung ins benachbarte Rumänien.
Moldau meldet vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs immer wieder Luftraumverletzungen. Erst am Dienstag hatte die moldauische Polizei ein Foto von einer Drohne veröffentlicht.
„Wir verurteilten die Attacken und stehen an der Seite der Ukraine“, teilte Sandu weiter mit. Es habe einen zehnstündigen Angriff auf die Ukraine gegeben. Das sei keine Sprache eines Landes, das behaupte, über einen Frieden zu verhandeln, sagte sie mit Blick auf die geplanten Gespräche. Russische Vertreter erwarten eine US-Delegation in der ersten Wochenhälfte in Moskau, um über eine Beendigung des seit fast vier Jahren andauernden Krieges gegen die Ukraine zu verhandeln.
Ukraine attackiert russische Öltanker im Schwarzen Meer
Update, 15.15 Uhr: Die Ukraine ist nach Angaben aus Kiewer Sicherheitskreisen für Explosionen auf zwei Öltankern im Schwarzen Meer verantwortlich. „Modernisierte Marinedrohnen“ vom Typ Sea Baby hätten die beiden Schiffe „erfolgreich ins Visier genommen“, hieß es am Samstag aus dem ukrainischen Inlandsgeheimdienst SBU gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.
Um den Angriff zu belegen, zeigte ein SBU-Vertreter AFP ein Video, auf dem nach seinen Angaben Marinedrohnen zu sehen waren, die in Richtung zweier Schiffe gleiteten und dort Explosionen auslösten. Auf den unter der Flagge Gambias fahrenden Schiffen „Virat“ und Kairos“ war am Freitag im Schwarzen Meer vor der türkischen Küste Feuer ausgebrochen, insgesamt 45 Besatzungsmitglieder wurden nach türkischen Behördenangaben in Sicherheit gebracht.
Die „Kairos“ war demnach leer und auf den Weg in Richtung des russischen Schwarzmeerhafens Noworossijsk. Am Samstag erklärte der ukrainische Geheimdienstvertreter, die „Virat“ sei ebenfalls leer auf dem Weg nach Noworossijsk gewesen. Demnach sollten beide Schiffe dort mit Mineralölprodukten befüllt werden.
Die Ukraine hat russische Tanker im Schwarzen Meer attackiert. © Screenshot/TelegramSelenskyj-Team reist zu Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg in die USA
Update, 12:57 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sein Team für Verhandlungen über ein Ende des russischen Angriffskrieges in die USA entsandt. Das Team mit Delegationsleiter Rustem Umjerow sei bereits auf dem Weg. Es müssten rasch und substanziell die notwendigen Schritte zur Beendigung des Krieges ausgearbeitet werden, teilte Selenskyj in den sozialen Netzwerken mit. Er ernannte nach dem Rücktritt seines Bürochefs Andrij Jermak per Dekret Umjerow, den Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine und Ex-Verteidigungsminister, zum neuen Verhandlungsführer.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Update, 11:43 Uhr: Russland startete in der Nacht vom 28. auf den 29. November einen kombinierten Angriff auf die kritische Infrastruktur der Ukraine mit Kampfdrohnen und luft- sowie bodengestützten Raketen. Wie die ukrainische Luftwaffe zur aktuellen Lage im Ukraine-Krieg schreibt, haben die Streitkräfte 577 von 632 Luftfahrzeugen abgeschossen. Weitere wurden in ihrer Funktionsfähigkeit eingeschränkt.
Für ein Ende des Ukraine-Kriegs: Kiewer Delegation vor Gesprächen mit USA
Update, 9:51 Uhr: Um über ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs zu sprechen, wird eine Kiewer Delegation zeitnah zu weiteren Gesprächen in die USA reisen. Wie Bloomberg berichtet, wird die ukrainische Delegation voraussichtlich in Florida bleiben, wo Treffen mit dem Sondergesandten des US-Präsidenten, Steve Witkoff, und dem Schwiegersohn von Donald Trump, Jared Kushner, stattfinden werden. Trumps Sondergesandter wird kommende Woche auch für Gespräche in Moskau erwartet.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine
Fotostrecke ansehen
Update, 8:11 Uhr: Während das Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs weitergeht, steigen Russlands Verluste im Konflikt weiter. Nach Angaben des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte hat Putins Armee innerhalb eines Tages 910 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verwundet. Die gesamten Verluste von Russland im Ukraine-Krieg werden inzwischen auf 1.171.700 Militärangehörige geschätzt. Zudem haben die russischen Streitkräfte 11.381 Panzer, 23658 gepanzerte Kampffahrzeuge sowie 34.733 Artilleriesysteme verloren.
Orban äußert sich zum Ende des Ukraine-Kriegs und spricht vom „Pufferstaat“
Update, 7:36 Uhr: Viktor Orbán hat erklärt, dass die Ukraine aus seiner Sicht nach einem Ende des Ukraine-Krieges allenfalls als „Pufferstaat“ zwischen Russland und der Nato weiter existieren sollte. „Die einzige mögliche dauerhafte Lösung besteht darin, dass die Nachkriegsordnung auf dem grundlegenden Prinzip aufbaut, dass die Ukraine wieder zu dem Pufferstaat wird, der sie einst war“, sagte er der Welt am Sonntag.
Seit Wochen wird um Bedingungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs gerungen. Orbán erklärte nun, er halte auch Gebietsabtretungen an Russland für unumgänglich. „Russland behält jenes Territorium, das auf einer internationalen Friedenskonferenz ausgehandelt wird, und alles westlich dieser Linie – bis zur östlichen Nato-Grenze – bildet das Territorium des ukrainischen Staates, der erneut als Pufferstaat existieren würde“, sagte er weiter. Nato und Russland würden sich nach seinen Vorstellungen überdies einigen „auf Umfang und Ausstattung der begrenzten ukrainischen Streitkräfte, die in der Pufferzone operieren dürfen“.
Korruptionsskandal in der Ukraine: Jermak spricht über persönliche Zukunft
Kremlchef Wladimir Putin (r) und der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban sprechen im Kreml auch über stabile und günstige Öl- und Gaslieferungen. © Alexander Nemenov/Pool AFP via AP/dpa
Update, 7:10 Uhr: Nach den jüngsten Entwicklungen im Korruptionsskandal kündigt der ehemalige Leiter des Büros des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Andrij Jermak, persönliche Konsequenzen an. Laut der New York Post erklärte er wenige Stunden nach Einreichung seines Rücktritts, dass er an die Front des Ukraine-Kriegs gehen werde. „Ich gehe an die Front und bin auf jede Repression vorbereitet. Ich bin ein ehrlicher und anständiger Mann“, schrieb er demnach.
Laut dem Bericht entschuldigte sich der ehemalige Leiter des Präsidialamtes, falls er keine Anrufe mehr entgegennehmen sollte. Er äußerte sich nicht dazu, wann und wie er an die Front im Krieg gegen Russland reisen wolle oder ob er sich den ukrainischen Streitkräften anschließen werde.
Russland attackiert im Ukraine-Krieg Kiew
Update vom 29. November, 6:10 Uhr: Bei einer weiteren nächtlichen Attacke im Ukraine-Krieg auf Kiew sind russische Raketen und Kamikaze-Drohnen in der Millionenmetropole eingeschlagen. Es gebe mindestens ein Todesopfer und elf Verletzte, darunter ein Kind, berichteten ukrainische Medien unter Berufung auf örtliche Behörden. Mehrere Wohngebäude in verschiedenen Stadtbezirken wurden beschädigt, wie Fotos zeigten. Das genaue Ausmaß der Schäden war am Morgen noch nicht zu ermessen.
Kiew ist eines der häufigsten Ziele russischer Luftangriffe im Ukraine-Krieg. Schon in der Nacht zu Dienstag waren dort laut Bürgermeister Vitali Klitschko bei Attacken mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern, Hyperschallraketen und Drohnen sieben Menschen getötet worden. Das ukrainische Energieministerium sprach danach von einem „massiven kombinierten Angriff“.
Reaktion auf aktuelle Lage im Ukraine-Krieg
Update, 20:06 Uhr: Vor allem seit Beginn des Ukraine-Kriegs vor mehr als dreieinhalb Jahren verschärft Moskau zunehmend die Kontrolle und Zensur im Internet: Nach vorangegangenen Einschränkungen hat die russische Telekommunikationsbehörde Roskomnadsor nun mit der vollständigen Sperrung von Whatsapp in Russland gedroht.
Falls der Messengerdienst die Anforderungen der russischen Gesetzgebung nicht erfülle, werde er blockiert, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Tass eine Mitteilung von Roskomnadsor. Schon in der Vergangenheit argumentierte die Behörde bei Einschränkungen, dass Kriminelle Whatsapp für Erpressung, Betrug und eine Verwicklung russischer Bürger in Sabotageakte nutzten.
Update, 19:07 Uhr: Die aktuelle Lage an der Front im Ukraine-Krieg: Laut Bericht des ukrainischen Generalstabs haben auch am Freitag die meisten Zusammenstöße der Truppen am Front-Abschnitt Pokrowsk stattgefunden. 54 Mal sollen russische Truppen dort gegen ukrainische Stellungen gestürmt sein – 12 Gefechte dauern weiter an. Insgesamt meldet der Generalstab 230 Zusammenstöße russischer und ukrainischer Truppen im Laufe des Tages.
Selenskyjs Büroleiter tritt wegen Korruptionsermittlungen zurück
Update, 16:46 Uhr: In der Ukraine ist der Leiter des Präsidentenbüros, Andrij Jermak, nach Durchsuchungen von Anti-Korruptionsermittlern in seiner Wohnung zurückgetreten. Jermak habe eine Rücktrittserklärung unterzeichnet, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videobotschaft.
Der Staatschef dankte Jermak und kündigte einen Umbau des Präsidentenbüros an. „Ich möchte, dass es keine Gerüchte oder Spekulationen gibt“, unterstrich der Staatschef. Am Samstag werde er Gespräche mit potenziellen Nachfolgern führen. Bis zur Bekanntgabe des Rücktritts hatte Selenskyj zu den jüngsten Entwicklungen in dem Skandal geschwiegen, deshalb gab es den Freitag über Kritik an seinem Zögern.
Ukraine-Krieg aktuell: Zoff um russische Milliarden
Update, 15:25 Uhr: Streit um russische Milliarden für die Ukraine: Der belgische Regierungschef Bart De Wever richtet sich in einem Brandbrief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und warnt vor einem Vorantreiben der Pläne für die Nutzung von in der EU festgesetzten Geldern Russlands. Neben rechtlichen und finanziellen Risiken thematisiert er dabei auch mögliche Folgen für die aktuelle US-Initiative zur Beendigung des Ukraine-Kriegs, wie die dpa berichtet. So heißt es in dem Schreiben, die EU untergrabe mit ihrem Vorgehen die Möglichkeit eines Friedensabkommens.
Bereits in den laufenden Verhandlungen zeige sich, dass russisches Staatsvermögen eine zentrale Rolle spielen werde, betont De Wever: „Diese Vermögenswerte werden vollständig verfügbar sein müssen.“ Befürworter der Verwendung russischer Gelder ist unter anderem Bundeskanzler Friedrich Merz. Der Kanzler betonte am Freitag laut Bericht der Nachrichtenagentur AFP erneut: „Wir wollen hier vorankommen als Zeichen der Stärke und als Hebel, um Moskau nun wirklich an den Verhandlungstisch zu bringen.“
Ukraine-Krieg aktuell: USA wollen offenbar Krim als russisch anerkennen
Update, 14:07 Uhr: Offenbar plant die US-Regierung einen drastischen Vorstoß im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg. Wie der britische Telegraph berichtet, wollen die USA, die von Russland besetzten Gebiete in der Ukraine als Russisch anerkennen. Dazu zählt auch die Krim. Dieses Angebot soll die Delegation von Steve Witkoff kommende Woche in Moskau der Regierung von Wladimir Putin unterbreiten. „Es wird immer klarer, dass die Amerikaner sich nicht dafür interessieren, was die Europäer wollen“, sagte ein Insider laut dem Blatt. Demnach soll der US-Vorschlag den Ukraine-Krieg einem Ende näher bringen.
Putin will Treffen mit Trump zum Ukraine-Krieg – in Ungarn
Update, 12:57 Uhr: Wladimir Putin ist laut RIA Novosti bereit für ein Treffen mit Donald Trump – in Ungarn. „Sollte sich im Laufe unserer Verhandlungen herausstellen, dass Budapest als Austragungsort genutzt wird, würde ich mich ebenfalls sehr freuen und möchte Ihnen für Ihre Bereitschaft zur Unterstützung danken“, wird der Präsident zitiert.
Update, 11:20 Uhr: Wie die ungarische Nachrichtenagentur Telex mitteilt, ist Ministerpräsident Viktor Orbán inzwischen zu seinem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin nach Moskau aufgebrochen. Er reise in die russische Hauptstadt, um sich für Ungarn eine bezahlbare Energieversorgung für den Winter und das kommende Jahr zu sichern, erklärte der Politiker am Morgen auf Facebook. Orbán gab eine Erklärung gegenüber den Medien ab, in der er sagte, es handle sich um einen „großen Kampf“ mit „erheblichen Schwankungen“ in ganz Europa. „Ungarn hat derzeit die niedrigsten Energiepreise in Europa. Das liegt daran, dass wir Zugang zu billigem russischem Öl und Gas haben, das im Vergleich zu internationalen Preisen preiswert ist.“
Korruptionsskandal in der Ukraine
Update, 9:54 Uhr: Inzwischen gibt es weitere Details zu den Durchsuchungen im Zusammenhang mit dem Korruptionsskandal. Die Maßnahmen gegen den Kanzleichef von Präsident Wolodymyr Selenskyj seien genehmigt und Teil laufender Ermittlungen, teilten das Nationale Antikorruptionsbüro (NABU) und die Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) in Kiew mit. Der Leiter des Präsidentenbüros, Andrij Jermak, bestätigte die Durchsuchungen in seiner Wohnung. „Es gibt keine Behinderungen für die Ermittler“, teilte der 54-Jährige in den sozialen Netzwerken mit.
Jermak gilt nicht nur als rechte Hand Selenskyjs, er ist einer der einflussreichsten Männer in dem Land und wird immer wieder als Strippenzieher und graue Eminenz bezeichnet. Er ist auch die zentrale Figur bei den laufenden Verhandlungen mit den US-Amerikanern um ein Ende des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.
Aktuelle Durchsuchungen bei Selenskyj-Vertrauten überschatten Ukraine-Krieg
Update, 8:39 Uhr: Die Anti-Korruptionsbehörden der Ukraine haben am Morgen über eine Durchsuchung bei dem Leiter des Präsidentenbüros, Andrij Jermak, informiert. Die Maßnahmen gegen den Kanzleichef von Präsident Wolodymyr Selenskyj seien Teil laufender Ermittlungen, teilten die Behörden in Kiew mit.
Erstmeldung: Moskau/Kiew – Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg bleibt wegen der Entwicklungen um den US-Friedensplan weiter angespannt. Während Wolodymyr Selenskyj territoriale Abtretungen an Russland weiter ausschließt und auf die ukrainische Verfassung verweist, verfolgt Wladimir Putin im gegenwärtigen Konflikt weiter eine harte Linie.
Für kommende Woche deutete Selenskyj derweil Verhandlungen auf höchster Ebene über ein Ende des Ukraine-Krieges in dem von Russland angegriffenen Land an. Er nannte dabei keine Details, sagte aber in seiner abendlichen Videoansprache in Kiew: „Nächste Woche stehen nicht nur für unsere Delegation, sondern auch für mich wichtige Verhandlungen an, und wir bereiten einen soliden Boden für diese Verhandlungen vor.“
Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Ringen um US-Friedensplan
Der ukrainische Präsident merkte an, dass sein Team und die US-Vertreter im Laufe dieser Woche weiter daran arbeiten werden, die in Genf vereinbarten Punkte „in eine Form zu bringen, die uns auf den Weg zu Friedens- und Sicherheitsgarantien führt“. Mit Blick auf die aktuellen Gespräche zum Ende des Ukraine-Kriegs sagte Selenskyj: „Die ukrainische Delegation wird gut vorbereitet sein und sich auf die inhaltliche Arbeit konzentrieren. Wir stehen weiterhin in engem Kontakt mit der amerikanischen Seite und unseren europäischen Partnern.“
Zugleich machte Andrij Jermak, der Leiter des ukrainischen Präsidenten-Büros, in The Atlantic deutlich, dass Selenskyj während seiner Amtszeit kein Dokument unterzeichnen wird, das den Verzicht auf ukrainisches Territorium beinhaltet, um ein Ende des Ukraine-Kriegs zu erreichen. „Solange Selenskyj Präsident ist, sollte niemand damit rechnen, dass wir Gebiete aufgeben. Er wird keine Gebietsabtretungen unterzeichnen. Die Verfassung verbietet dies. Niemand darf das tun, es sei denn, er will gegen die ukrainische Verfassung und das ukrainische Volk verstoßen.“
Jermark betonte, dass Selenskyj beabsichtigt, in der nächsten Phase der Verhandlungen zum Ende des Ukraine-Kriegs bei der umstrittensten Frage eine rote Linie zu ziehen.
Während aktuell um ein Ende des Ukraine-Kriegs gerungen wird, wird der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán voraussichtlich am 28. November mit einer großen Delegation nach Moskau reisen. Wie das VSquare-Portal mitteilt, sollen dabei Energiefragen ganz oben auf der Tagesordnung stehen. Demnach waren NATO– und EU-Partner nicht über Orbáns geplanten Russland-Besuch informiert. Mutmaßlich war die Reise auch nicht mit den USA abgestimmt. Eine europäische Quelle geht davon aus, dass das Treffen schon lange geplant war und lediglich Orbáns Tradition fortsetzt, Putin jährlich zu treffen.
Diplomatische Quellen des Mediums sagten, Orbán werde mit „einer größeren Delegation von Dutzenden Menschen“ reisen, darunter Außenminister Péter Szijjártó, Minister für Bau und Verkehr János Lázár und nationaler Sicherheitsberater Marcell Bíró. Hintergrund des Gesprächs könnte unter anderem eine geplante Ausnahmeregelung für Ungarn von Sanktionen gegen russisches Öl und Gas sein. „Es werden auch Fragen zur Nuklearenergie aufkommen, da Westinghouse als Brennstofflieferant in das von Russland entworfene Kernkraftwerk Paks einsteigt“, schreibt VSquare weiter.
Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen
Inmitten der Verhandlungen über den US-Friedensplan und Alternativen steigen Russlands Verluste im Ukraine-Krieg weiter. Wie der Generalstab der Ukraine mitteilte, hat Putins Armee innerhalb von 24 Stunden 1100 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verletzt. Die gesamten Verluste der russischen Armee steigen damit auf etwa 1.170.790 Militärangehörige an. Zudem hat Russland etwa 11.380 Panzer, 23.643 gepanzerte Kampffahrzeuge und 34.730 Artilleriesysteme verloren. (fbu mit Agenturen)