
Eintracht Braunschweig hat einen wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga geschafft: Der 1. FC Kaiserslautern war offensiv einfach zu harmlos.
Die Tore zum 2:0-Erfolg erzielten am Samstagmittag Max Marie in der 34. Minute und Erencan Yardımcı vier Minuten nach dem Wiederanpfiff zum zweiten Durchgang. Braunschweig verlässt damit zumindest vorerst die Abstiegsränge, der FCK verpasste den Anschluss an die Spitzengruppe.
„Ich hab schon die letzten Wochen betont, dass diese Mannschaft – wenn alle da sind – richtig gut ist und dass wir alle schlagen können“, sagte Eintracht-Trainer Heiner Backhaus nach Abpfiff im Sportschau-Interview, „und das haben wir heute eindrucksvoll bewiesen.“
Viel Ballbesitz, kaum Torszenen beim FCK
Der Sieg der Eintracht war komplett verdient. Die Gäste hatten zwar mehr Ballbesitz, lagen eine Viertelstunde vor Schluss bei 60 Prozent. Doch es war eine reine Scheinüberlegenheit – denn aus der Kontrolle über das Mittelfeld resultierten so gut wie keine Abschlüsse.
In der 75. Minute lag das Torschussverhältnis bei 17:5 für die Braunschweiger, die auch in den Zweikämpfen bei 60 Prozent vorne lagen.
Braunschweigs Florian Flick offenbar schwer verletzt
Allerdings hatte der Erfolg für die Braunschweiger auch einen bitteren Beigeschmack. Kurz vor der Pause verletzte sich Mittelfeldspieler Florian Flick offenbar schwer am Knie, er wurde nach einer Grätsche von Leon Robinson mit den Stollen erwischt, lange auf dem Feld behandelt und musste schließlich vom Platz getragen werden.
In der 23. Minute hätte Flick beinahe noch für die Führung der Eintracht gesorgt. Nach einer perfekten Vorarbeit von Christian Conteh zog er zentral aus zwölf Metern ab, doch Jan Elvedi blockte die Kugel so gerade noch ab.
Conteh zu stark für Lauterns Defensive
Gut zehn Minuten später bekam die FCK-Defensive erneut keinen Zugriff auf Conteh, was diesmal Folgen hatte: Seine nächste hervorragende Hereingabe landete bei Marie, der die Kugel gegen die Laufrichtung von Lautern-Keeper Julian Krahl zur Führung versenkte.
Beinahe hätte Braunschweig noch vor der Pause entscheidend nachgelegt. Doch zuerst scheiterte Johan Gómez an Krahl, dann wurde der Nachschuss von Conteh so gerade noch geblockt.
Braunschweigs Yardımcı sorgt für klare Verhältnisse
Vier Minuten nach Wiederanpfiff fiel der zweite Treffer dann aber doch. Mehmet Aydin hatte Yardımcı steil geschickt, der den viel zu passiven Fabian Kunze abschüttelte und Krahl keine Chance ließ.
Auch danach zeigten die Gäste kein wirkliches Aufbäumen, es blieb bei viel Aktionismus im Mittelfeld ohne klare Spielidee und vor allem ohne Zug zum Tor. Erst in der Nachspielzeit, als es eigentlich schon zu spät war, hatten die Lauterer eine gute Gelegenheit: Ivan Prtajin scheiterte aber am stark reagierenden Eintracht-Torhüter Ron-Thorben Hoffmann.
Braunschweig in Kiel, Kaiserslautern bei der Hertha
Braunschweig ist nun am nächsten Sonntagmittag bei Holstein Kiel zu Gast (13.30 Uhr). Kaiserslautern spielt am Dienstagabend im Berliner Olympiastadion gegen Hertha BSC im DFB-Pokal.
