08:13 Uhr
Ferrari scheitert an „Ballon“-Reifen
Für die Scuderia war das gesamte Katar-Wochenende ein Debakel. Charles Leclerc wurde gestern lediglich Achter, für Lewis Hamilton gab es im Sprint und auch im Hauptrennen gar keine Punkte.
„Nach meinem bisherigen Verständnis hängt das mit dem Reifendruck zusammen“, erklärt Teamchef Frederic Vasseur. Dazu muss man wissen, dass Pirelli in Katar einen sehr hohen Mindestdruck vorgeschrieben hat.
Dadurch sei man „das ganze Wochenende über ein bisschen wie auf einem Ballon“ unterwegs gewesen, so Vasseur, der jedoch auch gesteht: „Das gilt für alle gleichermaßen, was bedeutet, dass wir einen einen schlechteren Job gemacht haben.“
Trotzdem hofft er, dass Katar lediglich ein Ausreißer war. „Im Vergleich zu Sao Paulo hat niemand das Auto verändert“, betont er und ergänzt: „Das bedeutet, dass wir mit einer guten Vorbereitung am Wochenende [in Abu Dhabi] wieder auf das Podium fahren können.“
Selbst das würde Ferrari in der WM aber nicht mehr helfen. Da steht seit gestern fest, dass man die Saison nur auf dem vierten Platz abschließen wird. Schlechter war die Scuderia zuletzt 2020 mit P6 am Ende.
09:40 Uhr
„Trostpreis“ für McLaren
Den Sieg verpasste man gestern, aber dafür fuhr Oscar Piastri zumindest die schnellste Runde. Die könnt ihr euch unten noch einmal komplett im Video ansehen.
Zudem legte McLaren auch noch den schnellsten Boxenstopp des Tages hin. Das würde man aber sicher beides sofort gegen den Rennsieg eintauschen …
09:26 Uhr
Antonelli-Shitstorm
Wir haben ja gestern schon über den Shitstorm gegen Kimi Antonelli berichtet, weil einige der Meinung sind, er habe Lando Norris am Ende des Rennens bewusst überholen lassen.
Nun hat der Rookie sein Profilbild in den sozialen Medien entfernt. Vermutlich eine Reaktion auf die Anfeindungen in den letzten Stunden.
Wir erinnern daher gerne noch einmal daran, dass auch Formel-1-Fahrer nur Menschen sind. Und in Antonellis Fall sogar Teenager.
09:11 Uhr
Was war bei Bearman los?
Apropos Haas: Oliver Bearman hätte gestern auch punkten können, doch bei seinem Boxenstopp war das linke Hinterrad nicht richtig fest. Das ruinierte sein Rennen, und zudem gab es auch noch eine Stop-and-Go-Strafe dafür.
Teamchef Ayao Komatsu erklärt: „Wir haben bei den Boxenstopps ein paar große Fehler gemacht. Darauf sind wir nicht stolz, aber bei 24 Rennen und so vielen Boxenstopps, wie wir machen, passieren uns allen Fehler.“
„Wichtig ist, dass wir zusammenhalten und uns gegenseitig unterstützen“, so der Teamchef. Auch Esteban Ocon blieb gestern ohne Punkte und handelte sich gleich zu Beginn eine Fünf-Sekunden-Strafe für einen Frühstart ein.
„Ich finde wirklich keine Worte für diese Strafe, ich weiß nicht, woher sie kommt. Ich habe über 100 Starts absolviert und habe immer das gleiche Verfahren angewendet“, wundert sich der Franzose.
Einfach ein gebrauchtes Wochenende für Haas.
08:54 Uhr
Aston Martin überholt Haas
Obwohl sich Fernando Alonso gestern einmal drehte, kam er am Ende als Siebter ins Ziel. Dadurch zog Aston Martin in der WM an Haas vorbei. Vor dem Finale liegt man jetzt auf P7 und hat sieben Zähler Vorsprung auf die US-Truppe.
„Ich hatte definitiv Glück mit dem Dreher. Auf jeder anderen Rennstrecke wäre ich vielleicht im Kies gelandet“, gesteht Alonso, betont aber auch, dass das Endergebnis die Erwartungen übertroffen habe.
„Ich hatte nicht das Tempo, ich war das ganze Rennen über langsam“, so Alonso, „aber dank der Streckenführung konnte mich niemand überholen. Ich habe alle hinter mir gehalten.“
„Ich hatte heute in vielerlei Hinsicht Glück. Beim Start, ich hatte Glück mit dem Safety-Car, dass alle diese Strategie gewählt haben. Und dann hatte ich Glück mit der Streckenführung, auf der man nicht überholen kann“, erklärt er.
„Ein entscheidender Moment in der Konstrukteurswertung“, betont er zudem und ergänzt: „Wir können nun mit etwas weniger Druck und weniger Last auf unseren Schultern nach Abu Dhabi fahren.“
08:35 Uhr
Hamilton: Katar muss „eine Lösung“ finden
Abgesehen von der Kontroverse um die McLaren-Strategie war das Rennen gestern sportlich der befürchtete Langweiler. Lewis Hamilton erklärt in diesem Zusammenhang, dass er sich gewundert habe, warum man die einzige DRS-Zone dieses Jahr nicht verlängerte.
Denn bereits im Vorjahr habe man in Katar nicht überholen können. Dazu habe es in diesem Jahr auch noch die Reifen-Beschränkung gegeben, weshalb Katar „eines der schlimmsten Rennen“ gewesen sei – für die Fahrer und auch für die Fans.
Katar sei ein „schöner Ort“, so Hamilton, „aber sie müssen sich eine andere Lösung einfallen lassen.“ Er erklärt: „Es ist eine phänomenale Strecke zum Fahren, und sie ist sehr, sehr schnell. Nur leider ist es wie in Monaco.“
08:04 Uhr
Auf zum Finale!
Guten Morgen und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe unseres Formel-1-Livetickers. Der Katar-GP liegt hinter uns und damit nehmen wir jetzt Kurs auf das große Finale in Abu Dhabi am nächsten Wochenende.
Zum ersten Mal seit 15 Jahren reisen wir wieder mit drei WM-Kandidaten zum Saisonfinale. Wir wollen an dieser Stelle aber nicht nur auf Abu Dhabi vorausblicken, sondern auch noch einmal auf das gestrige Rennen in Doha schauen.
Ruben Zimmermann begleitet euch an dieser Stelle durch den Tag und bei Fragen, Anregungen oder Beschwerden könnt ihr unser unser Kontaktformular verwenden. Außerdem findet ihr uns auf Facebook, Instagram und YouTube.
Hier gibt es unseren gestrigen Liveticker noch einmal zum Nachlesen.