Das Alterstrauma-Zentrum (ATZ) an den Städtischen Kliniken ist jetzt nach der Erstzertifizierung 2022 von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie rezertifiziert worden. Bestätigt wurde dabei die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Unfallchirurgie und Geriatrie, aber auch weiterentwickelte Abläufe wurden anerkannt: Das geriatrische Assessment – also die Bewertung der körperlichen und psychosozialen Gesundheit und funktionellen Fähigkeiten – in der Notaufnahme beginnt jetzt ab 70 Jahren (statt zuvor ab 75 Jahren). Für ältere oder demenzkranke Patienten und Patientinnen steht nun ein separater Untersuchungsraum bereit, und der Sozialdienst wird unmittelbar nach Aufnahme in den Prozess eingebunden.

Die Rezertifizierung bildet eine wichtige Grundlage für das im Elisabeth-Krankenhaus geplante „Zentrum für Mobilität im Alter“, das nach Klinikangaben Alterstraumatologie, Orthogeriatrie und Prävention bündeln soll. Kostenpflichtiger Inhalt Professor Pascal Jungbluth, von der Uniklinik Düsseldorf kommend, ist der zukünftige Chefarzt für Unfall- und Gelenkchirurgie. Da die orthopädische Versorgung in einigen Nachbarkliniken nicht mehr besteht, ist im „Eli“ laut einer Sprecherin mit einer steigenden Inanspruchnahme der alterstraumatologischen Versorgung zu rechnen. Daher werde eine Erweiterung der Kapazitäten des ATZ geprüft.