Mönkeberg. Der Ölpier in Mönkeberg bietet eine der schönsten Aussichten auf die Kieler Binnenförde. Nachdem die Fläche von Altlasten aus dem Zweiten Weltkrieg befreit wurde, soll sie jetzt mit einem Interessenbekundungsverfahren zu einem lebendigen Ort entwickelt werden.

Weiterlesen nach der Anzeige

Weiterlesen nach der Anzeige

„Wir freuen uns, dass das Verfahren dem Weg folgt, Konzeptqualität vor Höchstpreis zu erzielen“, heißt es von der CDU Mönkeberg und Schönkirchen auf Social Media. Es gehe darum, sicherzustellen, dass das beste Konzept für Mönkeberg umgesetzt werde.

Sonnenpier in Mönkeberg soll öffentlich zugänglich sein

Wie soll das Konzept konkret aussehen? Zunächst einmal ist sich die Gemeinde über drei Eckpunkte für die Entwicklung ihres 11.200 Quadratmeter großen Grundstücks an der Kieler Förde einig: Der Pier soll öffentlich zugänglich, ökologisch verträglich und über einen Verkauf möglichst ertragreich für die Gemeinde sein.

Weiterlesen nach der Anzeige

Weiterlesen nach der Anzeige

Denn Mönkeberg musste zuletzt rund 10 Millionen Euro aus eigener Tasche investieren, um die von Altlasten kontaminierte Fläche für insgesamt 16 Millionen Euro zu sanieren. Im Zweiten Weltkrieg waren dort zwei Öltanks stationiert. Zudem wurde Munition gelagert.

„Für eine Gemeinde mit 4000 Einwohnern können derartige Summen den Bankrott bedeuten“, sagt Derek Palme, Fraktionsvorsitzender der CDU in Mönkeberg. Daher engagiert er sich mit Herzblut für die Verbreitung des Interessenbekundungsverfahrens.

„Ich nutze mein eigenes Netzwerk, um möglichst viele Menschen auf dieses Projekt aufmerksam zu machen“, sagt der Mönkeberger, der auch im Plöner Kreistag sitzt. Er sagt auch: „Bitte erzählt das weiter.“

Es ist ein richtig geiles Grundstück auf der Sonnenseite der Kieler Förde.

Derek Palme

CDU-Fraktionsvorsitzender

Denn Palme wünscht sich vor seiner Haustür ein individuelles Schmuckstück und keine Bausünden oder gar eine Bauruine. „Es ist ein richtig geiles Grundstück auf der Sonnenseite der Förde“, erklärt Derek Palme.

Daher brauche es seriöse Investoren, die ein vernünftiges Konzept vorlegen, das alle Wünsche der Gemeinde berücksichtige. Dazu gehöre auch, so Palme, einen kleinen Teil der Fläche der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Weiterlesen nach der Anzeige

„Der Fördewanderweg soll direkt am Wasser entlang führen, obwohl das Gelände nach dem Verkauf privat sein wird“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende. Auch wünscht sich die Gemeinde eine Gastromeile am Wasser.

Was die Gemeinde definitiv nicht möchte: teure Luxuswohnungen für Dauerbewohner. Daher gilt für das Projekt, das von dem Stuttgarter Büro Drees und Sommer begleitet und als „Sonnenpier“ betitelt wird, ausschließlich touristisches Wohnen.

Neben Ferienwohnungen oder Ferienhäusern kann sich die Gemeinde maritimes Gewerbe oder eine wissenschaftliche Nutzung der Fläche vorstellen. „Geomar, Hochschule und Uni Kiel haben grundsätzlich Interesse“, informiert Palme.

Sonnenpier: Hotel mit Floating Homes auf dem Wasser?

In dem Exposé zum Interessenbekundungsverfahren (IBV) schreibt das Büro Drees und Sommer: „Durch die Fortführung des Fördewanderweges am Wasser und durch belebende Nutzungen, etwa durch ein ganzjähriges gastronomisches Angebot, soll die Mönkeberger Sonnenpier ein lebendiger öffentlicher Ort werden.“

Von der Mönkeberger Ölpier konnte der Start der Teilnehmer zum Ocean Race Europe 2025 hautnah verfolgt werden.

Weiterlesen nach der Anzeige

Weiterlesen nach der Anzeige

Als mögliche Nutzungen nennt das Büro auch ein Hotel oder Ferienwohnungen „gegebenenfalls in Verbindung mit Floating Homes oder Bespielung der Wasserflächen sowie halb-öffentliche Zugänglichkeit der Uferzone“.

Das Ziel sei zudem eine Kombination von Bildungs-, Kultur- und Freizeitangeboten für Bürgerinnen und Bürger sowie für Gäste. „Auch hier ist eine Verknüpfung mit Nutzungen auf dem Wasser denkbar.“

Was sich Mönkeberg unbedingt wünscht: „Die besondere Lage soll in der Projekt- und Nutzungsidee betont werden“, heißt es im IBV. Investoren können bis zum 16. Januar 2026 ihre Konzeptidee beim Büro Drees und Sommer einreichen.

KN