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Forscher der Freien Universität Berlin wollten wissen, in welchem Bundesland die sympathischsten Menschen leben. Das Ergebnis ist eindeutig und eine echte Liebeserklärung an den Norden.
Sympathisch, nordisch, top!
Ganz vorn liegt Hamburg! Die Hansestädter räumen mit 201 von 240 möglichen Punkten klar den Sieg ab. Das berichtet TRAVELBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer) unter Berufung auf den „Tagesspiegel“, dem die Ergebnisse zunächst exklusiv vorlagen. Auf Platz zwei folgt das Nachbarland Schleswig-Holstein mit 178 Punkten. Bronze geht an Baden-Württemberg mit 166 Punkten.
Berlin landet auf dem letzten Platz
Weniger schmeichelhaft sieht es für die Hauptstadt aus. Laut der Umfrage leben die unsympathischsten Menschen in Berlin. Die Hauptstädter sammelten gerade einmal 62 Punkte. Politikwissenschaftler Achim Hildebrandt aus Stuttgart erklärt dem „Tagesspiegel“, das Ergebnis hänge mit dem Image Berlins zusammen. Berlin werde mit dem Regierungssitz identifiziert sowie mit dem Klischee des „failed state“, in dem „nicht einmal der Flughafen funktioniere“, so Hildebrandt. Außerdem gebe es eine „generelle Metropolen-Abneigung“.
Der Forscher betont aber, dass das weniger mit echten Begegnungen zu tun habe, sondern vor allem mit Klischees und Projektionen. Man brauche ein Klischee im Kopf, um die Frage nach der Sympathie zu beantworten, so Hildebrandt weiter.
Ost gegen West, Stadt gegen Land
Zudem wird auch ein altes Gefälle deutlich, denn der Unterschied zwischen Ost und West ist groß. Auf den hinteren Rängen landen mit Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen vor allem ostdeutsche Länder. Laut „Tagesspiegel“ sprechen die FU-Forscher von einer neuen, bisher kaum beachteten Form der Polarisierung, und zwar nicht nur zwischen Wählern, sondern auch „zwischen Menschen aus verschiedenen Regionen: Ost gegen West, Bayern gegen den Rest, Stadt gegen Land“.
Besonders stark spaltet der Blick auf Bayern und Sachsen. Sachsen punktet vor allem bei anderen Ostdeutschen, im Westen dagegen kaum. Bayern liegt mit Platz zehn im Mittelfeld. Im Süden ist es beliebt, im Norden eher weniger geschätzt.
So wurde geforscht
Für die repräsentative Untersuchung befragten die Wissenschaftler 1630 Menschen zwischen 18 und 69 Jahren. Die Frage lautete: „Wie sympathisch sind Ihnen, ganz allgemein gesprochen, Menschen aus diesem Bundesland?“ Bewertet wurde mit einem Punktesystem: Der Favorit erhielt 15 Punkte, das Schlusslicht nur einen.
Das Sympathie-Ranking der Bundesländer
- Hamburg
- Schleswig-Holstein
- Baden-Württemberg
- Niedersachsen
- Nordrhein-Westfalen
- Mecklenburg-Vorpommern
- Hessen
- Rheinland-Pfalz
- Bremen
- Bayern
- Brandenburg
- Saarland
- Thüringen
- Sachsen
- Sachsen-Anhalt
- Berlin