Kiel. Viel besser hätte der Zeitpunkt für die Mitgliederversammlung bei Holstein Kiel wohl kaum sein können. Einen Tag nach dem Pokalerfolg beim Hamburger SV war die Stimmung in der Wunderino-Arena beflügelt vom Viertelfinaleinzug der Störche.
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Und so gab es den ersten Applaus bereits vor dem offiziellen Start der Versammlung. Der Grund dafür saß in den vorderen Reihen: die Profis von Holstein Kiel. „Das ist besonders hervorzuheben, weil alle gestern noch auf dem Rasen in Hamburg gekämpft haben“, sagte Präsident Steffen Schneekloth. Der Präsident geriet später ins Schwärmen, sagte. „Ich habe mich in die Mannschaft verliebt.“
Olaf Rebbe verweist auf Kieler Weg
Da geriet die sportliche Ergebniskrise der vergangenen Wochen – zumindest für einen Abend – in den Hintergrund. Der Geschäftsführer Sport Olaf Rebbe gestand zwar ein, dass Holstein zu wenig Punkte geholt habe, kündigte aber auch an, dass die Mannschaft diese Situation meistern werde.
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Zugleich verwies er auf den Holstein-Weg mit jungen Spielern und erklärte in diesem Zusammenhang, dass U23-Spieler Ikem Ugoh einen Profivertrag unterschrieben hat.
Präsident Schneekloth verspricht Freibier gegen Dresden
Rebbe bekam für seinen Bericht Applaus, ebenso wie Steffen Schneekloth mit einer besonderen Ankündigung: Der Präsident versprach für das kommende Heimspiel gegen Dynamo Dresden (20. Dezember, 20.30 Uhr) für eine Stunde (18.30 bis 19.30 Uhr) Freibier. „In unserem Jubiläumsjahr möchten wir als Verein den Fans für ihren unentwegten Support etwas zurückgeben“, sagte Schneekloth.
In seiner Rede blickte Schneekloth unter anderem auf das vorerst letzte Bundesliga-Spiel vor dem Abstieg, das Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund zurück – 8000 Kielerinnen und Kieler begleiteten die Störche zum BVB. Doch die Premieren-Saison im Oberhaus brachte nicht nur spannende Auswärtsreisen, sondern auch finanziellen Ertrag, wie der kaufmännische Geschäftsführer Wolfgang Schwenke berichtete.
8,3 Millionen Euro Überschuss: „Hat Verein noch nicht erlebt“
In der Saison 2024/25 lag der Gesamtumsatz bei 66,5 Millionen Euro, Holstein erwirtschaftete einen Überschuss von 8,3 Millionen Euro (ohne Transfer-Erlöse), muss dadurch über zwei Millionen Euro Steuern zahlen. „Das hat der Verein in der Form noch nie erlebt.“
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Zugleich gibt es aber auch einen negativen Rekord: Holstein Kiel musste – größtenteils bedingt durch Pyro-Strafen – 294.000 Euro Strafe zahlen. „Ich hoffe nicht, dass wir den Wert toppen, aber da haben wir nur bedingt Einfluss drauf”, so Schwenke. Der positiven Grundstimmung am Abend tat dies aber keinen Abbruch.
KN