Zuletzt habe Grün Berlin dem Restaurant zudem vorgeschlagen, die Pacht bis Mitte 2026 zu stunden – das bedeutet, die Betreiber des Ei-12437-B hätten diese zunächst im Winter nicht zahlen müssen, später wäre sie allerdings nachträglich fällig geworden. Ein vollständiger Erlass oder eine „weitergehende finanzielle Unterstützung“ seien dem landeseigenen Unternehmen nicht möglich – aus haushaltsrechtlichen Gründen, schließlich gehe es um öffentliche Gelder.
Jessica Sidon sieht es so: Hätte Grün Berlin ihr die Miete erlassen, als im Herbst der Biergarten keine Einnahmen mehr abwarf, wäre das auch für die landeseigenen Gesellschaft finanziell nachhaltiger gewesen, als nun möglicherweise für lange Zeit die Betriebskosten für leerstehende Räume zu zahlen.
Jessica Sidon lehnte die von Grün Berlin angebotene Pachtstundung ab, wie sie selbst rbb|24 sagt. Bereits im Vorjahr habe man ein solches Modell angewandt. Nachdem dieser Sommer dann allerdings nicht lief wie erhofft, sei es ihr zu riskant gewesen, sich noch einmal darauf einzulassen. Andere Vorschläge, die sie selbst mit einem Insolvenzberater erarbeitet habe, hätten bei Grün Berlin keinen Anklang gefunden. Das Aus sei deshalb alternativlos gewesen.