Wülfrath | 7. Dezember 2025
„Die Wärmewende geht uns alle an“
Wärmeplanungskonzept: Die BUND-Ortsgruppe fordert den Bürgermeister auf, zur Bürgerinformation einzuladen.

Symbolbild Wärmepumpe: pixabay/harmvdB
Die Temperatur in Deutschland steigt und steigt. In den letzten 20 Jahren hat die Durchschnittstemperatur um fast ein Grad zugenommen. „Eine seriöse Studie geht davon aus, dass der Klimawandel bis zum Jahr 2050 Deutschland mit bis zu 900 Milliarden Euro belasten könnte, wenn man keine Maßnahmen dagegen ergreift“, so Götz-Reinhardt Lederer, Vorsitzender der BUND-Ortsgruppe Wülfrath.
Ein großer Teil der CO2-Belastung entsteht durch die fossilen Heizungen. Jede Kommune soll daher die Heizungslandschaft verbessern und dafür ein Wärmeplanungskonzept erstellen, oder erstellen lassen. Die BUND-Ortsgruppe hat sich mit Jonathan Nolte, dem Klimamanager der Stadt, zusammengesetzt, um sich über die Maßnahmen der Stadt Wülfrath zu informieren.
Für das Wärmeplanungskonzept der Stadt Wülfrath wird zurzeit das Leistungsverzeichnis erarbeitet. Auf dessen Basis wird Anfang 2026 die Vergabe zur Erarbeitung des Wärmeplanungskonzeptes erfolgen. Es ist vorgesehen, ein Unternehmen zu beauftragen, das das Wärmeplanungskonzept für Heiligenhaus erarbeitet hat. Das Ergebnis des Konzeptes der Stadt Wülfrath wird Ende 2026 erwartet. Dann ist ersichtlich, in welchen Bereichen etwa Fernwärme angeboten werden soll, und wo zum Beispiel Wärmepumpen nötig sind.
Lederer: „Dann sollten sich Wülfrather Hausbesitzer, Mieter, Wohnungsbaugesellschaften, Firmen, Verbände und vor allem die Bürger zusammensetzen, um für Wülfrath eine effektive und finanzierbare Lösung zu finden. Wir fordern dann den Wülfrather Bürgermeister auf, zur Bürgerinformation einzuladen.“ Denn: Die Wärmewende, so Lederer, „geht uns alle an“.
Eines könne man aber schon jetzt als Tipp geben: Man sollte keine neue Gasheizung mehr einbauen, sagt der BUND-Vorsitzende. Es sei absehbar, dass es in den nächsten Jahren immer weniger Gasheizungen geben werde. Kosten – wie die für das Leitungsnetz – müssten dadurch von immer weniger Kunden getragen werden.
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