Noch bevor der erste Puck über das Eis der 100,5 Arena rutschte, war klar, dass die 35. Ausgabe des Eishockey Uni-Cups aus allen Nähten platzt. Schon eine Woche vor dem Sportevent hatten die Studierenden an den Vorverkaufsstellen um freie Plätze gekämpft, denn jeder möchte ein Teil dieses Highlights im Hochschulsportkalender sein.
Am Donnerstagabend freuten sich rund 3000 Besucherinnen und Besucher über ihren Erfolg beim Ticket-Kampf und genossen eine Atmosphäre, die eher an eine Party als an ein Hochschulturnier erinnerte. Angetreten waren die Fachschaften Elektrotechnik, Maschinenbau und Medizin, mit wenig sportlicher Kenntnis, aber mit umso mehr Spaß und Leidenschaft. Als Eishockey-Laien verkleidet in Hai- und Pinguin-Kostümen bewegten sie sich auf dem Eis, mit dem Ziel, die begehrte Trophäe zu erkämpfen.
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„Hier kann niemand wirklich Eishockey spielen, aber es geht auch mehr um den Spaß als um die sportliche Perfektion”, sagte Richard Vermöhlen von der Fachschaft Maschinenbau, verkleidet als Weihnachtsmann. Die Aachener Hochschulmannschaft Ice-Emperors eröffnete den Abend mit einem Freundschaftsspiel gegen die Nottingham Mavericks. Jedes Jahr besucht eine andere Hochschulmannschaft den Uni-Cup, und häufig sind auch internationale Anfragen dabei, denn das Turnier ist längst über die Region hinaus bekannt. Ice-Emperors-Vertreter Markus Moser freute sich zwar über dieses Interesse aus internationalen Teams, noch mehr begeisterte ihn aber der erneute Erfolg für das Aachener Team.
Auch RWTH Rektor Prof. Ulrich Rüdiger war dabei. Er mischte sich unter die Fans, posierte für Selfies und ließ sich von der starken Stimmung anstecken: „Es ist ein wunderbares, identitätsstiftendes Event, fördert den Teamgeist und ist für viele Studierende ein Höhepunkt kurz vor Weihnachten.”
Trotz der Rivalität auf dem Spielfeld, blieb die Atmosphäre zwischen den Aachen Steelers vom Maschinenbau, den ET-Lions von der Elektrotechnik und den Medical Strikers von der Medizin, feierlich und freundschaftlich. „Man feuert gemeinsam an, man feiert zusammen, und am Ende macht man oft auch neue Bekanntschaften” , sagte Judith Blau, Leiterin des Hochschulsportzentrums.
Neben Eishockey und Kostümen brachten die Cheerleader-Auftritte Hitze aufs Eis. Die monatelang einstudierten Choreografien ließen das Publikum auch zwischen den Spielen warm und erhielten dafür einen eigenen Ehrenpreis. Der Erlös des Abends kommt erneut wohltätigen Zwecken zugute. In diesem Jahr werden die internationale Organisation Right to Play sowie die Kai-Havertz-Stiftung unterstützt.