Die Männer sollen laut Anklage seit Juli 2020 immer wieder auf Güterzüge aufgesprungen sein, die von Polen über Deutschland in Richtung Niederlande unterwegs waren, und hätten teilweise während der Fahrt Container aufgeschnitten, um Zigaretten zu erbeuten. In dem Prozess ging es um neun Taten. Mehr als drei Millionen Zigaretten seien erbeutet worden, so die Anklage. Ein Schaden von insgesamt fast einer Million Euro sei entstanden.

Die Transporte seien zuvor ausgekundschaftet und zielgerichtet überfallen worden. Die Einbrüche seien auf der Strecke Frankfurt (Oder) nach Berlin sowie im Raum Hannover verübt worden. Mitglieder der Bande hätten „die jeweils mit hochwertigen, für den westeuropäischen Markt bestimmte, originalverpackte und unter Steueraussetzung transportierte Zigarettenladung angegriffen“, hieß es in der Anklage der Staatsanwaltschaft. Anschließend wurde die Beute laut Ermittlungen überwiegend an den 53-Jährigen geliefert, der das Diebesgut verkauft habe.