Rostocks Benno Dietze gegen Stuttgarts Christopher Olivier

LIVE: VfB Stuttgart II gegen Hansa Rostock

Stand: 13.12.2025 15:54 Uhr

Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock hat seine Erfolgsserie fortgesetzt und bleibt auch im neunten Ligaspiel in Folge ungeschlagen. Durch den 1:0 (0:0)-Sieg beim VfB Stuttgart II am Sonnabend rückten die Mecklenburger nah an die Aufstiegsplätze heran.

von Tim Osing

Zum vierten Mal in Serie gelang dem FCH damit ein Auswärtssieg, insgesamt der sechste Erfolg in den vergangenen neun Partien. An diesem nebeligen Sonnabend behielt Ryan Naderi den Überblick und lag mit einer Bauchentscheidung goldrichtig: Mit diesem Körperteil beförderte der FCH-Topstürmer im Fallen den Ball ins Tor, der kuriose Treffer blieb der einzige des umkämpften Spiels.

Rostock rückte damit bis auf zwei Punkte an Platz zwei und bis auf einen Zähler an den Relegationsrang heran. Zum Hinrunden- und Jahresabschluss empfängt der FCH am nächsten Sonnabend den 1. FC Saarbrücken (14 Uhr, live im NDR und auf ndr.de), Stuttgart II reist zum VfL Osnabrück (14 Uhr).

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Zwei Topchancen direkt zu Beginn

Im Stadion der SG Sonnenhof Großaspach, wo die Zweitvertretung des VfB etwa 30 Kilometer entfernt von Stuttgart ihre Heimspiele austrägt, empfing eine der jüngsten Mannschaften der 3. Liga eine der mit dem höchsten Altersdurchschnitt. FCH-Trainer Daniel Brinkmann „verjüngte“ seine Startelf im Vergleich zum wilden 2:2 gegen Aachen zumindest etwas: Ahmet Gürleyen ersetzte den gelbgesperrten Florian Carstens, Jonas Dirkner nahm den Platz im Zentrum von Christian Kinsombi ein.

Dirkner war nach wenigen Minuten gleich an der ersten großen Chance beteiligt. Von Jan Mejdr über rechts freigespielt, legte der 23-Jährige von der Torauslinie flach in den Strafraum zurück. Dort kam Benno Dietze aus zehn Metern frei zum Abschluss, traf aber nur die Latte (5.).

Diehl zögert zu lang

Keine 20 Sekunden später hatte der VfB II das Führungstor auf dem Fuß: FCH-Kapitän Franz Pfanne verlor im Mittelfeld sein Kopfballduell mit Mansour Ouro-Tagba, der Togolese spielte in den Lauf von Justin Diehl, der von der Mittellinie allein auf Benjamin Uphoff zulief. Als hätte er zu viel Zeit zum Nachdenken gehabt, verpasste Diehl den Moment des Abschlusses und verstolperte die große Möglichkeit.

Nach dem aufregenden Beginn verlagerte sich das Spiel mehr ins Mittelfeld. Außer einem abgefälschten Diehl-Abschluss (8.) und einem Abseitstor von Ouro-Tagba (22.), das sofort zurückgepfiffen wurde, gab es in der ersten Hälfte kaum Torraumszenen.

Naderi trifft mit dem Bauch

Brinkmann wechselte in der Pause, brachte für Dietze mit Adrien Lebeau den besten Vorlagengeber der vergangenen Saison. Der Franzose hatte gegen Aachen sein Comeback nach einer Knöchel-OP gefeiert. In Aspach belebte er sofort das Rostocker Offensivspiel – und leitete mit einer kurz ausgeführten Ecke das Führungstor ein.

Marco Schuster flankte halbhoch Richtung Tor, am ersten Pfosten verlängerte Mejdr – und am zweiten entschied sich Naderi dazu, sich in den Ball zu werfen und diesen im Fallen mit der linken Bauchseite ins Netz zu drücken (53.). Natürlich Naderi: Für den von mehreren Zweitligisten umworbenen Stürmer war es das siebte Saisontor, mit Sicherheit sein ungewöhnlichstes.

Uphoff verhindert Eigentor

Es blieb danach kurios: Gürleyen misslang ein Pass zum eigenen Tor derart, dass Uphoff im Vollsprint und mit einem Hechtsprung den Ball nur gerade noch von der Linie kratzen konnte. Schiedsrichter Martin Wilke entschied auf Rückpass und indirekten Freistoß von der Fünfmeterlinie. Efe Korkut zog wuchtig ab, Andreas Voglsammer rettete für die Mecklenburger auf der Torlinie (61.).

In den letzten 30 Minuten wurde die beste Defensive der Liga (18 Gegentore) ihrem Ruf gerecht: Die jungen Stuttgarter bissen sich an der Hansa-Abwehr die Zähne aus, spielte sich trotz viel Ballbesitz keine klare Gelegenheit mehr heraus. So blieb Naderis Bauchtreffer der einzige des Tages.

18. Spieltag, 13.12.2025 14:00 Uhr

Hellstern – Olivier, Lüers (46. Korkut), Herwerth, Groiß, Meyer (75. Nothnagel) – di Benedetto, N. Sessa (87. Köhler) – Penna (75. Nankishi), Diehl (32. Sankoh) – Ouro-Tagba

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Uphoff – Mejdr, Pfanne, Gürleyen, Bergh (90.+3 Wallner) – Dietze (46. Lebeau / 90.+5 C. Kinsombi), M. Schuster, Fatkic – Dirkner – Voglsammer (71. Holten), Naderi (72. Hummel)

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