Im Dezember 2024 hat der Strukturentwicklungsausschuss die Verwaltung beauftragt (Verwaltungsvorlage hier https://bochum.ratsinfomanagement.net/vorgang/?__=UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZUaUsyBOVTIfsUgKhaUD-u8 ), Stadtteilentwicklungskonzepte für die Gebiete „Hofstede/Riemke“, „Höntrop/Westenfeld“ sowie „Werne“ zu erarbeiten. Dieser Beschluss dürfte in der Zivilgesellschaft weitgehend unbekannt geblieben sein. Zu der Einleitung der Verfahren gab es nicht einmal eine Pressemitteilung.
Am 24.11.2025 hieß es in einer Pressemitteilung der Stadt (hier https://www.bochum.de/Pressemeldungen/24-November-2025/Buergerbeteiligung-Stadt-fragt-nach-Ideen-fuer-die-Entwicklung-der-Stadtteile) dann plötzlich, dass ab sofort bis zum 21.12. 2025 über bochum-mitgestalten.de an einer Online-Befragung zu Stadtteilentwicklungskonzepten für die drei Gebiete (Befragung siehe hier https://bochum-mitgestalten.de/stek ) teilgenommen werden kann. Kein Hinweis auf den Beschluss aus 2024, keine Erläuterung zum Ablauf des Prozesses für die Aufstellung von Stadtentwicklungskonzepten. Der städtischen Seite bochum-mitgestalten.de lässt sich nur entnehmen, dass Bestandteil der fertigen Konzepte neben Zielen zur Stadtentwicklung auch Handlungsprogramme sein sollen, aus denen die voraussichtlichen Zeitschiene der einzelnen Maßnahmen hervorgeht.
Bei der Erstellung der Stadtteilentwicklungskonzepte sollen die Menschen, die in einem der drei STEK-Gebiete leben, als Expert:innen vor Ort mitwirken, indem sie den Online-Fragebogen ausfüllen. Fragen gibt es u.a. zu den Themen Wohnen, Soziale Einrichtungen, Kultur und Gesundheit, Mobilität sowie Klima und Natur.
Für diejenigen, die Hilfe beim Ausfüllen der Fragebögen benötigen, waren Präsenz-Termine in den jeweiligen Gebieten angeboten worden. Hier wurde tatsächlich aber auch nur beim Ausfüllen der Fragebögen geholfen. Über den weiteren Verfahrensablauf und weitere Beteiligungsformate war dort nichts zu erfahren.
In anderen Städten werden Stadtentwicklungskonzepte in aufwändigen Prozessen mit intensiver Beteiligung der Betroffenen vor Ort erstellt. Die Verfahren starten häufig schon mit großen Auftaktveranstaltungen wie in Augsburg ( https://www.augsburg.de/buergerservice-rathaus/stadtplanung/stadtentwicklung/stadtentwicklungskonzept/beteiligungsprozess ) und Iserlohn ( https://www.iserlohn.de/wirtschaft-leben/stadtentwicklung/mein-iserlohn-2040 ), um die Bedeutung der zu erstellenden Konzepte zu vermitteln. Es folgen in der Regel weitere Beteiligungsformate wie Stadtforen, Arbeitsstände, Werkstätten oder auch aufsuchende Beteiligung (siehe in Augsburg https://www.augsburg.de/buergerservice-rathaus/stadtplanung/stadtentwicklung/stadtentwicklungskonzept/beteiligungsprozess, Bergheim https://www.buergermitwirkung.bergheim.de/projekte/stadtentwicklungskonzept-2035 , Göppingen https://www.goeppingen.de/site/Goeppingen-Internet-2021/node/23074632 , Iserlohn https://www.iserlohn.de/wirtschaft-leben/stadtentwicklung/mein-iserlohn-2040 ) oder Heidelberg https://www.heidelberg.de/95567 ). Die Verfahren werden transparent durchgeführt.
Und was soll in Bochum geschehen?
Um mehr zu erfahren hat das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung einen Fragenkatalog (siehe hier https://wolke.bo-aktiv.de/s/251215_Wolf_Fragen_STEKs ) für die Einwohner:innen-Fragehalbestunde in der Ratssitzung am 18.12.2025 eingereicht. Vielleicht kann so etwas Licht in den weiteren Verfahrensablauf und die Möglichkeiten zum Mitgestalten gebracht werden.
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