Leipzig. Bei einem schweren Verkehrsunfall in Leipzig-Grünau sind in der Nacht zu Dienstag drei Menschen verletzt worden, darunter zwei Polizeibeamte. Wie ein Behördensprecher gegenüber der LVZ erklärte, sei ein Streifenwagen gegen 3.55 Uhr auf dem Weg zu einem Einsatz gewesen, als er auf der Kreuzung Lützner Straße und Kiewer Straße mit einem anderen, von rechts kommenden Fahrzeug zusammen stieß.
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Das Polizeiauto wurde durch den Unfall über die Kreuzung geschleudert, fuhr über die Gegenfahrbahn und kam schlussendlich erst an einem Baum zum Stehen.
Feuerwehr muss verletzten Beamten aus Fahrzeug befreien
Der 27-jährige Beifahrer des Streifenwagens wurde bei dem Aufprall schwer verletzt und musste von der Feuerwehr aus dem Fahrzeug befreit werden, so der Sprecher weiter. Weil sich die Hilfe schwieirg gestaltete, wurde auch das Dach des Polizeiautos vollständig abgetrennt.
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Der verletzte Beamte wurde in ein Krankenhaus gebracht. Wie es am Dienstag hieß, seien seine schweren Verletzungen zumindest nicht lebensbedrohlich.
Zwei weitere Personen leicht verletzt – Kreuzung wieder frei
Die 30-jährige Fahrerin des Polizeiwagens sowie der 47-jährige Fahrer des anderen beteiligten Autos erlitten leichte Verletzungen. Sie konnten noch vor Ort medizinisch versorgt werden. Aufgrund der Rettungssarbeiten bliebt die Unfallstelle vier Stunden voll gesperrt und wurde kurz nach 8 Uhr wieder freigegeben.
An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Schaden in Höhe von insgesamt 60.000 Euro.
Ermittlung zum Unfallhergang – Verfahren gegen Polizistin eröffnet
Wie es genau zum Unfall kam, war am Dienstag laut einer Polizeisprecherin noch nicht abschließend geklärt. Der Streifenwagen sei auf seinem dringlichen Weg zum Einsatz mit Sonder- und Wegerecht unterwegs gewesen. Nach derzeitigem Kenntnisstand waren dabei sowohl das notwendige Blaulicht, als auch die Sirene eingeschaltet gewesen. Letzteres könne aber bisher noch nicht vollends bestätigt werden. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.
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Auch deshalb sei eine Verfahren gegen die Beamtin am Steuer wegen des Verdachts auf fahrlässige Körperverletzung eingeleitet worden. Darüber hinaus wird im Rahmen der Ermittlungen geprüft, ob die Ampeln an der Kreuzung eventuell nicht richtig geschaltet waren.
Was die Beamten im Streifenwagen am Dienstagmorgen nicht wissen konnten: Der Einsatz aufgrund eines Einbruchs, zudem sie gerufen worden waren, stellte sich letztlich als Fehlalarm heraus, so ein Behördensprecher.
LVZ