Einsparungen bei der Kultur sanieren keinen Haushalt, zerstören aber fragile Wirksysteme – diese alte Wahrheit trifft Stuttgart mit voller Wucht.
Das Heulen und Zähneklappern ist im Einzelnen laut, eine wirkliche Welle des Protestes gegen die für Stuttgarts geplanten Doppelhaushalt 2026/2027 bereits beschlossenen harten Einschnitte in die Kulturförderung aber formiert sich nicht. Zu früh im Jahr waren alle im Bild, zu übermächtig ist das Tempo, in dem Baden-Württembergs Landeshauptstadt ein ständig wachsendes Haushaltsloch korrigieren muss, zu groß ist die gemeinsame Angst vor dem Abstieg der weitgehend von der Automobilindustrie abhängigen Metropole.