in genau einer Woche werden die meisten Geschenke schon aufgerissen sein und die Bäuche spannen. Und viele von Ihnen werden das tun, was Sie jedes Jahr tun. Stöhnen und „bitte im nächsten Jahr nicht wieder so“ sagen. Nicht wieder so viel Konsum, nicht wieder so ein opulentes Mahl. Und während Sie es aussprechen, werden Sie genau wissen, dass Sie diesen Vorsatz brechen werden. Also stressen Sie sich nicht mit Vorhaben, die zum Scheitern verurteilt sind, und geben Sie sich mit Gelassenheit dem Weihnachtschaos hin. Und weil allen zwischen der Geschenkejagd und der Baumschmückerei die Zeit zu fehlen scheint, liefern wir das Wichtigste aus der Region im Kompaktformat.
Wiesbadener Drogenszene: Die gute Nachricht aus Wiesbaden könnte in etwa so lauten: Die offene Drogenszene der Landeshauptstadt ist nicht mehr auf dem Luisenplatz zu finden. Ständige Kontrollen und zusätzliche Videoüberwachung zeigen ihre Wirkung. Die schlechte Nachricht: Die Drogenszene ist nicht verschwunden, sondern hat sich einfach verlagert – und zwar in eine kleine Gasse mit dem harmlos klingenden Namen „Kirchenreulchen“. Darüber, wie eine adäquate Drogenstrategie aussehen könnte, ist am Donnerstag heftig im Wiesbadener Stadtparlament diskutiert worden. Oliver Bock hat die Debatte verfolgt.Hessen geht voran: Die Krankenhauslandschaft steht vor der wohl größten Reform des Gesundheitssystems. Diskutiert wird darüber schon seit Jahren. Weil das Gesundheitssystem an manchen Stellen „aufgeblasen“, die Versorgung an anderen Stellen lückenhaft sei, hatte der frühere Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) die Diskussion angestoßen. Jetzt hat Hessen einen Vorstoß gewagt, der weit über die Bundesvorgaben hinausgeht. Behandlungen sollen noch stärker gebündelt und Qualitätsstandards verschärft werden. Im nächsten Jahr soll dann entschieden werden, welchen hessischen Krankenhäusern welche Aufgaben übertragen werden. Die Kriterien dafür hat das Kabinett jetzt beschlossen. Das Konzept sei kein Schließungs-, sondern ein Entwicklungsplan für die Kliniken in Hessen, lässt sich der Präsident der Krankenhausgesellschaft, Christian Höftberger, zitieren. Unser Korrespondent Ewald Hetrodt fasst die Neuerungen zusammen.
Die Krankenhausreform sieht eine Spezialisierung der Kliniken vor.dpaMann soll Frau von Balkon gestoßen haben: Weil er seine Frau von einem Balkon in mehr als 60 Metern Höhe gestoßen und damit getötet haben soll, muss sich ein 59 Jahre alter Mann demnächst vor dem Frankfurter Landgericht verantworten. Dem in Rodgau lebenden Deutsch-Briten wird vorgeworfen, seine damals 40 Jahre alte Ehefrau, die Mutter seiner beiden Kinder, aus Habgier getötet zu haben. Dafür soll er sie in ein Hotelzimmer des Leonardo Royal Hotels in Frankfurt-Sachsenhausen gelockt und vom Balkon im 22. Stockwerk gestoßen haben. Über die Hintergründe der Tat schreibt unsere Autorin Katharina Iskandar.Und außerdem ist der Filmemacher Rosa von Praunheim am 17. Dezember gestorben. Unsere Kultur-Expertin Eva-Maria Magel blickt auf sein Werk, sein Leben und seine Bedeutung für Frankfurt zurück +++ wird Cord Meijering als Interimsleiter die Akademie für Tonkunst in Darmstadt für ein Jahr leiten. Der bisherige Direktor Thomas Bauer hatte die Musikhochschule nach Vorwürfen, etwa wegen willkürlicher Exmatrikulationen, verlassen müssen +++ ist am Donnerstag vor einer Shisha-Bar ein Sprengsatz explodiert. Zwei Männer wurden verhaftet. Die Spur führt in die Niederlande.
Herzliche Grüße aus der Redaktion
Marie Lisa Kehler
Der Tipp zum Wochenende
Geführte Stadtrundgänge erfreuen sich großer Beliebtheit, und die des Anbieters „Eat the World“ sind besonders originell. Sie haben, wie zum Beispiel jener durch das Frankfurter Bahnhofsviertel, einen kulinarischen Schwerpunkt. Dabei können sich die Teilnehmer auf eine Tour freuen, die drei Stunden durch den Stadtteil führt und sieben Mal zur Einkehr und zum Probieren einlädt. Das perfekte Weihnachtsgeschenk in letzter Minute.
Informationen und Buchung online unter www.eat-the-world.com
Das Wetter für Freitag
Immer dunklere Wolkenfelder und vorerst trocken. Zum Abend etwas Sprühregen. Bis dahin Höchsttemperaturen zwischen 8 und 10 Grad.
Die Arbeiten an der Landesstraße 3006 (Höchster-Farben-Straße) in Frankfurt-Höchst verlängern sich. Vom 19. Dezember an soll jedoch zumindest eine Fahrspur je Richtung befahrbar sein. Mit einer Fertigstellung der Bauarbeiten ist frühestens im Februar zu rechnen.
Geburtstag haben am Freitag
Daniel Nicolai, Intendant des English Theatre, Frankfurt (62); Adriaan Moelker, Vorstandsvorsitzender der Brain Biotech AG, Zwingenberg (61); Axel Imholz (SPD), ehemaliger Kämmerer und Kulturdezernent der Landeshauptstadt Wiesbaden (60); Matthias Müller, Geschäftsführer der Kerckhoff-Klinik, Bad Nauheim (57); Alexander Böhn (CDU), hauptamtlicher Kreisbeigeordneter im Kreis Offenbach (55); Ayse Asar (Die Grünen), Mitglied des Deutschen Bundestags (Wahlkreis Rheingau-Taunus-Limburg) (50); Isabelle Hemsley (CDU), hauptamtliche Stadträtin in Hanau (36);
am Samstag
Michael zu Löwenstein (CDU), Rechtsanwalt, ehemaliges Mitglied der Stadtverordnetenversammlung und früherer Fraktionsvorsitzender, Frankfurt (75); Michael Waidner, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie und Gründungsdirektor des Nationalen Forschungszentrums für angewandte Cybersicherheit „Athene“, Darmstadt (64); Natasha Rohde, Präsidentin der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern (48); Daniel Andrich, Geschäftsführer der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland (AmCham Germany), Frankfurt (47);
am Sonntag
Hans-Ludwig Grüschow, ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender der Techem AG, Eschborn, Mitbegründer und früherer Vorsitzender der Neu-Isenburger Bürgerstiftung Jugend und Beruf (90); Theodor Weimer, von 2018 bis Dezember 2024 Vorstandsvorsitzender der Deutschen Börse AG, Frankfurt (66); Patricia Lips (CDU), Mitglied des Deutschen Bundestags (Wahlkreis Odenwald) (62); Laura Fünfstück, Profigolferin beim Golf-Club Neuhof, Dreieich (31).