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Pflegekosten im Vergleich: Landkreis Fürth, Bundesland und Deutschland © IPPEN.MEDIA
Stationäre Pflege verursacht hohe Eigenanteile. Wie steht der Landkreis Fürth im bundesweiten Vergleich da?
Landkreis Fürth – Menschen, die im Alter oder durch eine Krankheit dauerhaft auf vollstationäre Betreuung in einem Pflegeheim angewiesen sind, sehen sich mit beträchtlichen Kosten konfrontiert. Zwar trägt die Pflegeversicherung einen Anteil der anfallenden Ausgaben, jedoch verbleibt ein erheblicher Eigenanteil bei den Pflegebedürftigen sowie deren Angehörigen. Die Pflegesätze und die Aufwendungen für Unterkunft sowie Verpflegung werden in Pflegesatzverhandlungen zwischen der jeweiligen Pflegeeinrichtung und den Kostenträgern, also Pflegekassen und Sozialhilfeträgern, festgelegt.
Die Höhe dieser Eigenanteile variiert bundesweit erheblich – zwischen verschiedenen Kreisen und kreisfreien Städten können die monatlichen Unterschiede mehrere hundert Euro betragen. Wenn Rente und eigenes Vermögen zur Deckung der Kosten nicht ausreichen, ist es unter bestimmten Bedingungen möglich, dass auch Kinder zum Unterhalt verpflichtet werden.
Im Landkreis Fürth in Bayern beläuft sich die monatliche Eigenbeteiligung für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen auf 2.664,93 Euro. In diesem Betrag sind sämtliche Kosten enthalten, die nicht durch die Pflegeversicherung gedeckt werden – und zwar unabhängig vom jeweiligen Pflegegrad der Bewohner. Der Kostenvergleich bezieht sich immer auf den Median. Das ist die Zahl, die bei einer Auflistung aller Werte in der Mitte liegt. Der Median bildet Kosten in der Regel realistischer ab als der rechnerische Durchschnitt.
Zusammensetzung der Pflegekosten im Landkreis Fürth
Die monatlichen Eigenanteile in Höhe von 2.664,93 Euro gliedern sich im Landkreis Fürth in folgende Bestandteile:
- Einrichtungseinheitlicher Eigenanteil (EEE): 1.458,27 Euro (54,7 Prozent)
- Investitionskosten: 413,56 Euro (15,5 Prozent)
- Unterkunftskosten: 410,06 Euro (15,4 Prozent)
- Verpflegungskosten: 456,91 Euro (17,1 Prozent)
Den größten Anteil macht mit 54,7 Prozent der einrichtungseinheitliche Eigenanteil aus, welcher die Aufwendungen für Pflege und Betreuung umfasst.
Vergleich mit dem Median in Bayern
Im Landkreis Fürth fallen die Pflegekosten damit um 221,07 Euro niedriger aus als der bayerische Median von 2.886,00 Euro. Der Landkreis zählt somit zu den günstigeren Regionen des Freistaats, was die Eigenanteile in der vollstationären Pflege betrifft.
Im bundesweiten Ranking belegt der Landkreis Fürth Platz 299 von insgesamt 400 Kreisen und Städten. Die Kosten liegen damit unter dem deutschlandweiten Median von 2.901,00 Euro. Der Landkreis Fürth positioniert sich damit im günstigeren Teil der deutschen Kreise und Städte.
Pflegekosten in Bayern: Die teuersten und günstigsten Kreise und Städte
Was zahlt die Pflegeversicherung?
Bei vollstationärer Pflege übernimmt die Pflegeversicherung pauschale Leistungen für pflegebedingte Aufwendungen. Diese Leistungen sind je nach Pflegegrad gestaffelt: Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 bekommen einen monatlichen Zuschuss von 131 Euro. Für Pflegegrad 2 beträgt die Leistung 805 Euro, für Pflegegrad 3 sind es 1.319 Euro, für Pflegegrad 4 werden 1.855 Euro gezahlt und Pflegegrad 5 erhält monatlich 2.096 Euro. Wenn diese Leistung nicht ausreicht, um die pflegebedingten Aufwendungen zu decken, muss die pflegebedürftige Person einen Eigenanteil tragen.
Seit 2017 wird in jeder vollstationären Pflegeeinrichtung ein einrichtungseinheitlicher Eigenanteil (EEE) für die Pflegegrade 2 bis 5 erhoben. Das heißt: Sämtliche Bewohner einer Einrichtung entrichten für die Pflege denselben Betrag, unabhängig davon, ob Pflegegrad 2 oder 5 vorliegt. Neben dem EEE entstehen weitere Kosten: Investitionskosten für Gebäude und Ausstattung, Unterkunftskosten sowie Verpflegungskosten. Um Pflegebedürftige vor einer Überforderung durch steigende Kosten zu bewahren, gewährt die Pflegeversicherung seit 2024 einen Leistungszuschlag, der mit der Aufenthaltsdauer ansteigt: im ersten Jahr 15 Prozent des EEE, im zweiten Jahr 30 Prozent, im dritten Jahr 50 Prozent und ab dem vierten Jahr 75 Prozent.
Der Artikel wurde mit Unterstützung von KI-Sprachmodellen erstellt. Alle Angaben sind ohne Gewähr. (Quellen: Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft, eigene Recherchen)