Cornelia Primosch übernimmt den Balkan, Christian Wehrschütz konzentriert sich bis zu seiner baldigen Pensionierung auf die Ukraine, Carola Schneider darf wieder nach Russland und Karim El-Gawhary steht offenbar vor dem Aus beim ORF.
Wien – In mehreren ORF-Auslandsbüros kommt es im kommenden Jahr zu personellen Veränderungen – von Belgrad über Paris und Moskau bis in die Ukraine und den Nahen Osten.
Primosch ab Juli am Balkan
Cornelia Primosch wechselt von Paris auf den Balkan. Die Journalistin übernimmt mit 1. Juli das Belgrad-Büro. Die Journalistin wird künftig auch für Bulgarien und damit praktisch für den gesamten Balkan zuständig sein. Die freiwerdende Stelle in Paris wird laut einer Aussendung zeitnah ausgeschrieben. Die 46-Jährige berichtete für den ORF bereits aus Brüssel und London.
Cornelia Primosch wechselt von Paris nach Belgrad.
© ORF
Wehrschütz bis zur Pension in Ukraine
Primosch folgt auf Christian Wehrschütz, der sich ab dann für ein halbes Jahr auf die Ukraine konzentrieren wird. Wehrschütz geht mit Ende 2026 in Pension. Wer dem 64-Jährigen mit Blick auf die Ukraine nachfolgt, ist nicht bekannt.
In einem Jahr geht Ukraine-Korrespondent Christian Wehrschütz in Pension.
© Christian Wehrschütz
El-Gawhary offenbar vor dem Aus
Neuigkeiten gab es am Donnerstag auch rund um den Nahost-Korrespondenten Karim El-Gawhary. Mehreren Medienberichten zufolge wird sein Vertrag mit dem ORF nicht mehr verlängert. Ende Juni 2026 soll für den Journalisten nach mehr als 20 Jahren Schluss sein. Eine offizielle Bestätigung des ORF gibt es bislang nicht.
Für Karim El-Gawhary könnten es die letzten Monate beim ORF sein.
© Manfred Weis
Schneider reist wieder durch Russland
Carola Schneider kehrt indes ab 1. Jänner als Büroleiterin nach Moskau zurück. Ihr war im Vorjahr vom russischen Außenministerium die Akkreditierung entzogen worden. Nach der neuerlichen Ausstellung kann sie die Vor-Ort-Berichterstattung in Russland wieder aufnehmen. Die 53-jährige Vorarlbergerin hatte bereits von 2011 bis 2021 und von Ende 2022 bis Sommer 2024 die Büroleitung in Moskau inne. Anschließend musste sie das Land verlassen, womit keine Journalisten mehr in dem kriegsführenden Land im ORF-Büro vertreten waren. Der ORF sprach damals angesichts der entzogenen Akkreditierung von einem „Willkürakt gegenüber unabhängiger Berichterstattung“.
Ab Jänner darf Carola Schneider wieder aus Moskau berichten.
© APA/ORF
Vospernik nun auch für Griechenland zuständig
Die Reorganisation der ORF-Auslandsbüros in Ost- und Südosteuropa betrifft auch Griechenland. Das Land wird künftig nicht mehr vom ORF-Büro in Budapest betreut, sondern wandert nach Rom unter der Leitung von Cornelia Vospernik.
Krisai bereits in Budapest
Bereits Anfang Dezember kam es zu einem Wechsel in Budapest: Paul Krisai übernahm die Leitung des ORF-Osteuropabüros. Der ehemalige Leiter des ORF-Korrespondentenbüros in Moskau folgte auf Ernst Gelegs, der sich in die Pension verabschiedete. (APA, TT)
Nachfolger steht fest
Letzte Sendung nach 44 Jahren: ORF-Korrespondent geht in Pension
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