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Voller Dynamik: Der BGer Nils Schmitz behauptet sich gegen den Kölner Ex-BGer Haris Hujic (links), Adam Paige (hinten) und Jasper Günther (6). © Alciro Theodoro Da Silva/gsd/Alciro Theodoro da Silva
Die BG Göttingen muss gegen die Nürnberg Falcons erneut auf eine Achter-Rotation setzen. Auch Kevin Buckingham steht noch auf der Kippe.
Im Grunde genommen gibt es keinen wirklichen großen Fortschritt. Nachdem die BG Göttingen schon beim 95:83 gegen Köln mit einem kleinen Kader zurechtkommen musste aufgrund von drei verletzungsbedingten Ausfällen von Spielern, deutet sich vor dem letzten Heimspiel des Jahres am Samstag (18.30 Uhr) in der S-Arena gegen die Nürnberg Falcons keine Besserung an.
Ich wünsche ihm ein gutes Spiel und dass wir gewinnen.
So wird Veilchen-Trainer Fabian Strauß hauptsächlich wieder auf eine Achter-Rotation zurückgreifen müssen, ergänzt durch die drei Nachwuchsspieler Gaston Nguyen, Emil Bode und Joshua Haase. Strauß: „ Zach Jackson ist etwas fitter als gegen Köln. Hinter Kevin Buckingham steht ein Fragezeichen. Er ist im Aufbautraining, hat ohne Kontakt mittrainiert. Ob er spielen kann, wird sich kurzfristig entscheiden. So werden wieder Spieler auf ungewohnten Positionen spielen.“ Dass Nguyen erneut wie gegen Köln beginnt, sei gut möglich, so Strauß.
„Wir müssen wieder schlau spielen“, fährt Strauß fort. „Zumal wir ja nur drei Tage schon wieder in Gießen spielen.“ Die Partie bei den 46ers steigt am 23. Dezember. Am Sonntag nach dem Nürnberg-Spiel gibt es ein „Recovery-Practice“ (ein „Erholungs-Training“), am kommenden Montag ein gewöhnliches Training. Angesichts der Personallage gibt Strauß seinen Spielern nicht nur am 24. und 25., sondern auch am 26. Dezember frei. Die letzte Partie des Jahres steigt dann am 30. Dezember im für viele Veilchen-Fans ebenfalls wie Gießen gut zu erreichenden Paderborn.
Und die Nürnberger? Sind als Neunter mit sechs Siegen und sechs Niederlagen ein Mittelfeld-Team. „Schwer greifbar“, ordnet Strauß die Franken ein. „Sie sind sehr Spielzug-orientiert, gut bei den Offensiv-Rebounds. Wir müssen die Rebounds kontrollieren“, zeigt er Ansatzpunkte für den elften Saisonsieg auf.
Eine spezielle Konstellation gibt es im Duell mit den Franken zudem: 2,05m-Hüne Julius Wolf (32) gehört zu den erfolgreichen Nürnberger Scorern, erzielt 9,4 Punkte im Schnitt in den bisherigen zwölf Partien. Er ist der jüngere Sohn von BG-Marketingmann und Ex-Nationalspieler Horst Wolf (61). „Ich wünsche ihm ein gutes Spiel wie zuletzt und dass wir gewinnen“, sagt Horst Wolf über seinen Filius. Julius Wolf spielt derzeit die dritte Saison bei den Falcons. Dass Bruder Enosch (35) und Schwester Ronja ebenso in der Halle sein werden, versteht sich beim Wolf‘schen Familientreffen von selbst.
Und wer sind neben Julius Wolf die Eckpfeiler der von Ralph Junge (schon 2012 bis 2014 bei der ersten Göttinger Zweitliga-Zugehörigkeit Trainer in Nürnberg) gecoachten Falcons? Dazu zählen Vincent Frederici sowie die drei US-Boys Evan Taylor, Brandton Chatfield und Trevor Baskin. Auch ihr Landsmann Carter Whitt, der Cameron Parker ersetzte, sei zu beachten und „eine Wundertüte“, so Strauß.
Die bisherige Saison der Falcons? Von Basketball-typischen Läufen geprägt: Zuletzt zwei Niederlagen gegen Quakenbrück (nach Verlängerung) und in Koblenz. Davor vier Siege und davor vier Niederlagen jeweils in Folge. Begonnen hat die Saison für Nürnberg mit zwei Siegen in Tübingen und gegen Paderborn. (haz/gsd)