– Der Klimawandel schreitet voran, die Folgen sind spürbar – auch in Nürnberg. Künftig könnten Temperaturen auf südeuropäisches Niveau ansteigen. Die Stadt will gegensteuern. Umweltreferentin Walthelm nennt Maßnahmen.

Mediterrane Verhältnisse in Nürnberg – das klingt verlockend, wenn es um Speisen, Getränke und das Lebensgefühl à la „Dolce Vita“ geht, ist aber deutlich weniger erstrebenswert, wenn es sich auf Temperaturprognosen bezieht. Doch genau das könnte Nürnberg blühen.

Der Umweltausschuss des Nürnberger Stadtrats hat sich laut einer Pressemitteilung der Stadt am Mittwoch, 17. Dezember, mit dem aktuellen Stadtklimagutachten befasst. Es bilde eine Grundlage für die Arbeit der Umweltverwaltung und diene als Abwägungsmaterial für städtebauliche Planungen und Konzepte. Eine Karte verdeutliche die Entwicklung von Überwärmung sowie den Luftaustausch im Stadtgebiet. Und das Gutachten zeige deutlich: Nürnberg muss sich wandeln.

Britta Walthelm, Referentin für Umwelt und Gesundheit der Stadt Nürnberg, stellt fest: „Schreitet der Klimawandel ungebremst voran, erwarten Prognosen für Nürnberg zwischen 2031 und 2060 ein Temperaturniveau wie heute in Lyon, einer der heißesten Städte Frankreichs. Ab 2071 könnten die klimatischen Bedingungen sogar denen der italienischen Stadt Rimini entsprechen.“ Für Nürnberg bedeute das: Parks und Grünflächen sichern und ausbauen, mehr Wasser in den Stadtraum integrieren, Schatten durch Bäume, Sonnensegel oder Pergolen schaffen und Kaltluftleitbahnen konsequent von Bebauung freihalten.

Das Stadtklimagutachten ist laut Angaben der Stadt ein zentraler Baustein der Nürnberger Klimaanpassungsstrategie. Es bilde zudem eine wesentliche Grundlage für das Klimaanpassungskonzept sowie für die Umsetzung von Maßnahmen im Rahmen des Hitzeaktionsplans.