Mit mächtig Zoff ins Weihnachtsfest!

Borussia Dortmund gewinnt 2:0 gegen Gladbach – am Tag des 116-jährigen Klub-Bestehens. 18 „Ur-Borussen“ gründeten den BVB am 19. Dezember 1909 im Dortmunder Wirtshaus „Zum Wildschütz“, 200 Meter vom Borsigplatz entfernt.

Während es Geschenke von Niklas Süle und Julian Brandt gibt, beschert Karim Adeyemi dagegen einen Aufreger.

Was ist passiert? Der Flügelspieler gerät Anfang der zweiten Hälfte mit Gladbachs Kevin Diks aneinander. Liefert sich zwei Wortgefechte mit seinen Gegenspielern und Schiedsrichter Sven Jablonski.

Schiri Sven Jablonski (r./35) trennt die beiden Streithähne Karim Adeyemi (23) und Kevin Diks (29)

Schiri Sven Jablonski (r./35) trennt die beiden Streithähne Karim Adeyemi (23) und Kevin Diks (29)

Foto: Sky

Trainer Niko Kovac reagiert, nimmt Adeyemi direkt runter (60.). Nach seiner Auswechslung will der Hitzkopf direkt in die Kabine, Sportdirektor Sebastian Kehl stoppt ihn. Der gefrustete Adeyemi sieht den Rest des Spiels von der Bank.

Adeyemi kassiert Geldstrafe für Zoff-Aktion

Kehl nach der Partie bei Sky: „Ich habe ihm gesagt: Er geht nicht in die Kabine, er setzt sich da hin. Und ehrlich gesagt war die Auswechslung total berechtigt. Karim hat kein gutes Spiel gemacht. Und über die Szene wird zu reden sein, er wird dafür eine Strafe kriegen. Weil wir das Thema in den letzten Wochen sehr intensiv mit der Mannschaft besprochen haben. Die Reaktion will ich nicht sehen, die will der Trainer nicht sehen, die will keiner sehen. Das gehört sich nicht und das weiß auch Karim.“

Und weiter: „Das geht einfach nicht! Am Ende müssen die Spieler das akzeptieren. Der Trainer trifft eine Entscheidung. Dass ein Spieler unzufrieden ist, kann er am Ende in der Kabine kundtun und kann am nächsten Tag im Training Gas geben. Aber wir wollen diese Reaktion nicht sehen und deswegen wird er dafür eine Geldstrafe kriegen.“

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Kovac erklärt: „Ich halte diese Entscheidung für richtig. Wenn Karim sich das Spiel noch einmal anschaut, wird er sehen, dass es eines seiner schwächeren war. Das gehört auch dazu. Das muss er lernen.“

Sportlich läuft es beim BVB

10. Minute: Süle flankt aus dem rechten Halbfeld an den langen Pfosten, Brandt steht total frei und trifft per Volley ins lange Eck – das 1:0. So zieht der BVB zumindest über Nacht an RB Leipzig vorbei, ist Tabellenzweiter.

Die Dortmunder Matchwinner: Vorlagengeber Niklas Süle (l./30) klatscht mit Torschütze Julian Brandt (29) ab

Die Dortmunder Matchwinner: Vorlagengeber Niklas Süle (l./30) klatscht mit Torschütze Julian Brandt (29) ab

Foto: AP

Torschütze Brandt sagt bei Sat.1: „Das Spiel war hart umkämpft. Den nehmen wir am Ende eines langen Jahres gern mit.“

Süle und Brandt, beide haben in Dortmund nur noch ein halbes Jahr Vertrag – mit unterschiedlichen Vorzeichen für eine Verlängerung.

Süle-Aus in Dortmund gilt als beschlossen

Intern gilt es als beschlossene Sache, dass Großverdiener Süle (14 Mio. Euro Jahresgehalt) in Dortmund keine Zukunft hat. Daran werden auch der Assist und die aktuellen Defensivsorgen (Anton und Anselmino verletzt, Bensebaini beim Afrika-Cup) nichts ändern.

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Quelle: BILD18.12.2025

Dagegen würde der BVB gern mit Brandt verlängern. Aber: Der Offensivspieler verspürt derzeit keinen Druck. Will vielmehr seine sportliche Rolle langfristig bewerten und sich dann im kommenden Jahr entscheiden.

Der für Adeyemi eingewechselte Maximilian Beier macht in der siebten Minute der Nachspielzeit den Deckel drauf.

So verabschiedet sich der BVB mit einem Sieg in die Winterpause. Gladbach hingegen verliert zum zwölften Mal in Folge in Dortmund – Vereins-Negativrekord.