„Frau Prof. Gross wird 2026 in den Ruhestand gehen ohne Aussicht auf Nachbesetzung“, heißt es in einem Instagram-Post von fundament.tal, einer Initiative von Studierenden, die sich für den Erhalt des Studiengangs Architektur an der Bergischen Universität einsetzt und auch zur Demonstration am vergangenen Montag aufrief. Die Teilnehmer:innen des Protestes erklärten gegenüber blickfeld, dass die Nachbesetzung der Professur für „Entwerfen und Gebäudekunde“ noch ausstehe. Bleibt diese unbesetzt, würde sich das nicht nur auf künftige, sondern auch auf aktuelle Studierendengenerationen negativ auswirken, denn das Lehrangebot von Prof. Gross sei insbesondere für das erste bis dritte Semester relevant. Auch wurde der Verdacht geäußert, dass die Professur bereits Teil von Einsparmaßnahmen im Fach Architektur sei.

Wird die Architektur-Professur Susanne Gross neu besetzt? Das ist die Antwort der Universitätsleitung

blickfeld bat die Universitätsleitung um Stellungnahme hinsichtlich der Nachbesetzung der Professur sowie der Aufrechterhaltung des Lehrangebotes gegebenenfalls mit Übergangslösungen. Eine Sprecherin der Bergischen Universität erklärt dazu:

„Der Berufungsprozess für die Nachfolge Gross wird fortgesetzt. Die Fakultät hat eine grundsätzliche Zusage des Rektorats zur Nachbesetzung der Stelle. Dies wurde im gemeinsamen Konzeptgespräch am 16. Dezember auch noch einmal bestätigt. Die eingesetzte Berufungskommission der Fakultät bearbeitet die 84 Bewerbungen weiter. Eine Vertretung kommt gleichfalls in Frage und wäre auch bis zum Dienstantritt der Nachfolgerin/des Nachfolgers empfehlenswert, sollte das Verfahren nicht schnell genug abgeschlossen werden. Dies ist auch bei anderen Nach-Berufungen übliche Praxis. Lehrausfälle sind aus Sicht des Rektorats auch hier nicht zu befürchten.“ »mw«