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Er füllt seit Jahrzehnten riesige Hallen mit seiner Band. Doch für den Nachwuchs sieht der Sänger schwarz in der aktuellen Musikbranche.

Bietigheim-Bissingen – Seit über 40 Jahren steht Hartmut Engler (64) schon mit der Erfolgsband „Pur“ auf der Bühne. Für die Pop-Formation fungiert der Musiker nicht nur als charismatischer Frontman, sondern auch als Songwriter. Mega-Hits wie „Abenteuerland“, „Funkelperlenaugen“ und „Winter 59“ stammen aus seiner Feder.

Pur-Sänger Hartmut Engler„Pur“-Frontman Hartmut Engler würde in der heutigen Zeit keine Musikkarriere mehr starten wollen. © Rolf Vennenbernd/dpa

Bei unzähligen Auftritten hat Hartmut Engler mit seiner Band Vollgas auf den „Pur“-Konzerten gegeben. An seinem Körper ging dieser Höchstleistungssport nicht spurlos vorüber. „Auf der Bühne tat mir nichts weh, weil mich der Applaus und das Adrenalin euphorisierten. Nach den Konzerten habe ich dann oft geheult vor Freude und Schmerz“, schilderte der Sänger Bild 2024 die drastischen Folgen.

Fast wäre „Pur“-Frontman Hartmut Engler Lehrer statt Musiker geworden

Die Diagnose der Ärzte: Arthrose in beiden Knien. Hartmut Engler half nur eine intensive Reha-Maßnahme dabei, die Schmerzen unter Kontrolle zu bekommen. Doch die Bühnen-Shows an den Nagel hängen will Hartmut Engler noch nicht. Auch wenn er den Beruf des Musikers heute nicht mehr ergreifen würde.

Junge Leute hätten es in der Musikbranche heute wesentlich schwerer, äußert sich Hartmut Engler jetzt im Mannheimer Morgen. „Ich bin da eher pessimistisch, was die Zukunft betrifft“, sagt der „Pur“-Leader im Gespräch mit der Tageszeitung. Wer heute nicht sofort funktioniere, sei direkt weg vom Fenster.

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Wenn er nochmal 20 wäre, würde er Lehrer werden, verriet Hartmut Engler außerdem. Tatsächlich hat er nach dem Abitur zunächst Germanistik und Anglistik auf Lehramt studiert, brach das Studium aber kurz vorm Staatsexamen ab, weil er seinen ersten Plattenvertrag unterzeichnen durfte. Mit dieser Ankündigung machte „Pur“ seine Fans kürzlich sehr glücklich. Verwendete Quellen: Bild, Mannheimer Morgen