Konkret wirft die Staatsanwaltschaft einer 44-jährigen Frau und einem 61-jährigen Mann vor, von Februar bis Juni 2025 sechs Frauen um Bargeld, Schmuckstücke und Goldmünzen im Wert von mehr als 200.000 Euro betrogen zu haben.

Zwei dieser Frauen kommen aus Neustadt und Ludwigshafen, heißt es. Die anderen Betrugsopfer kommen aus Pirmasens, aber auch aus Stuttgart und Winnenden (Rems-Murr-Kreis) in Baden-Württemberg.

Betrüger gaben sich wohl als Polizisten oder Ärzte aus

Laut Anklageschrift sollen die beiden Mitglieder einer Betrügerbande gewesen sein, die aus dem Ausland gezielt ältere Menschen angerufen hat. Der Trick ist bekannt: Die Betrüger geben sich als Polizisten oder Ärzte aus und täuschen beispielweise vor, dass ein Familienmitglied des Angerufenen einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hätte.

Im angeklagten Fall vor dem Landgericht Frankenthal sollen die Betrüger behauptet haben, dass dringend Geld benötigt wird, um eine Haft zu verhindern. Die Angeklagte soll die angebliche „Kaution“ abgeholt haben. Dem 61-jährigen Mitangeklagten wird vorgeworfen, das Fahrzeug bei der Tat gefahren zu haben. Beide sitzen in Untersuchungshaft.