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Durch einen Anschlag mit einer Autombombe stirbt ein hochrangiges Mitglied des russischen Generalstabs. Der News-Ticker zum Ukraine-Krieg.
Update, 12:21 Uhr: Der tödliche Anschlag auf den russischen General Fanil Sarwarow fällt in eine Phase, in der die diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs auf Hochtouren laufen.
Anschlag auf Putin-General in Moskau: „Das ist der Preis des Kriegs“
Reporter der Nachrichtenagentur AFP beobachteten am Tatort in Moskau Ermittler, die einen zerstörten weißen SUV untersuchten. Augenzeugen berichteten von einem lauten Knall. „Die Fenster zitterten, es war klar, dass es eine Explosion war“, sagte ein Augenzeuge zu AFP. „Das ist der Preis des Krieges“, fügte er hinzu.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Sarwarow war an mehreren Kriegseinsätzen der russischen Armee beteiligt. In den 1990er- und 2000er-Jahren nahm er laut seiner offiziellen Biographie auf der Website des russischen Verteidigungsministeriums an den Kriegen in Tschetschenien teil. Von 2015 bis 2016 kommandierte er die russischen Streitkräfte in Syrien. Ab 2022 kämpfte der General in der Ukraine.Ukraine-Krieg aktuell: Auch General Jaroslaw Moskalik starb durch Autobombe in Moskau
Seit Beginn der russischen Offensive in der Ukraine im Februar 2022 wurden bereits mehrere mit dem Militäreinsatz in Verbindung stehende Russen bei Sprengstoffanschlägen in Russland getötet. Im April starb General Jaroslaw Moskalik bei einer Autoexplosion in der Nähe von Moskau. 2024 wurde der hochrangige russische Armeevertreter Igor Kirillow in der russischen Hauptstadt bei der Explosion eines Rollers tödlich getroffen. Zu mehreren der Anschläge bekannte sich die Ukraine.
Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands
Fotostrecke ansehenDrohnen-Schlag gegen Russlands Wirtschaft
Update, 11:07 Uhr: Neuer Schlag gegen Russlands Wirtschaft: Ukrainische Drohnen haben Hafenanlagen und zwei Schiffe an der Schwarzmeerküste Russlands beschädigt worden. Der Zivilschutz im südrussischen Gebiet Krasnodar berichtete von einem nächtlichen Angriff auf den Hafen Taman. Dieser wird zum Umschlag von Öl und Flüssigerdgas (LNG) genutzt.
Die Besatzung sei sicher von den Schiffen gebracht worden, hieß es in der Mitteilung auf Telegram. Die Verwaltung des Gebiets teilte vormittags mit, dass die Brände auf einem Tanker und einem Anleger gelöscht worden seien. Der Hafen Taman liegt nur wenige Kilometer von der Brücke zur annektierten Halbinsel Krim entfernt.
Ukraine-Krieg aktuell: Getöteter General Sarwarow kämpfte wohl auch in Tschetschenien und Syrien
Update, 10.36 Uhr: Russischer General in Moskau getötet: Bei dem Toten handelt es sich nach offiziellen Angaben um Generalleutnant Fanil Sarwarow. Die russischen Ermittler bringen den Mord laut der Ukrajinska Prawda auch mit dem ukrainischen Geheimdiensten in Verbindung. Russischen Medien zufolge war Sarwarow auch an der Front im Ukraine-Krieg. Außerdem soll er an Kampfhandlungen in Tschetschenien und Syrien teilgenommen haben.
Ukraine-Krieg aktuell: Geheimdienst meldet zwei beschädigte Kampfjets auf Militärflugplatz in Russland
Update, 9.59 Uhr: Der ukrainische Militärgeheimdienst hat einen spektakulären Sabotageakt auf russischem Territorium vermeldet. wie n-tv berichtet. In der Nacht auf Sonntag (21. Dezember( seien zwei russische Kampfjets vom Typ Su-30 und Su-27 auf einem Militärflugplatz nahe Lipezk durch einen Widerstandskämpfer in Brand gesetzt worden.
Laut Geheimdienst gelang es dem Agenten, unbemerkt in die Militäreinrichtung einzudringen und die Jets direkt im Hangar anzugreifen. Die Spezialoperation habe zwei Wochen Planung erfordert, wie n-tv berichtet. Der Schaden wird auf bis zu 100 Millionen US-Dollar geschätzt.
Ukraine-Krieg aktuell: Russischer General bei Explosion in Moskau getötet – Details zum Tatort
Update, 22. Dezember, 9.32 Uhr: Russischer General bei Explosion von Autobombe in Moskau getötet: Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass nennt Details über den Tatort und die Tatzeit. In einem Parkhaus in der Jasenevaja-Straße in Moskau sei heute gegen 7:00 Uhr Moskauer Zeit ein Auto explodiert. Laut dem Ermittlungskomitee war ein Sprengsatz unter dem Fahrzeugboden angebracht worden.
Putins General stirbt bei Explosion in Moskau
Update, 8:20 Uhr: Ein russischer General ist bei einer Autobomben-Explosion in Moskau getötet worden. Nach Angaben des staatlichen Ermittlungskomitees handelt es sich bei dem Opfer um Generalleutnant Fanil Sarwarow, der die Abteilung für operative Ausbildung der Armee im russischen Generalstab leitete.
Die Behörden schließen nicht aus, dass ukrainische Spezialkräfte hinter dem Anschlag stehen könnten, wie Reuters berichtet. Bereits vor einem Jahr war General Igor Kirillow bei einem ähnlichen Bombenanschlag in der russischen Hauptstadt getötet worden – dazu hatte sich der ukrainische Geheimdienst SBU bekannt.
Russischer General bei Explosion von Autobombe in Moskau getötet: von den Ermittlern herausgegebenes Foto vom Tatort © Handout/RUSSIAN INVESTIGATIVE COMMITTEE/AFPUkraine-Krieg aktuell: Gesprächs-Details zwischen Russland und USA enthüllt
Update, 22. Dezember, 7:43 Uhr: Russland hat nach den Gesprächen zwischen Putins Sondergesandtem Kirill Dmitriev und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff eine Neubewertung seiner Position angekündigt. Der außenpolitische Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Juri Uschakow, erklärte, dass Dmitriev am Montag nach Moskau zurückkehren und Putin über die Ergebnisse seiner Gespräche berichten werde.
„Danach werden wir die Position formulieren, mit der wir fortfahren werden, auch in unseren Kontakten mit den Amerikanern“, sagte Uschakow laut Reuters. Die Äußerungen wurden vom Kreml-Pool-Journalisten Pawel Zarubin in seinem Telegram-Kanal veröffentlicht.
Ukraine-Krieg aktuell: Die Lage bei den Verhandlungen und an der Front
Erstmeldung: Kiew/Moskau – Der Kreml dämpft die Erwartungen an die Ukraine-Gespräche in Miami: Der russische Gesandte Kirill Dmitrijew solle in Miami „Informationen erhalten, was von den Amerikanern und Europäern“ an dem von den USA im November vorgelegten Plan geändert worden sei und Moskau Bericht erstatten, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Sonntag (21. Dezember) dem russischen Staatsfernsehen.
Dmitrijew, ein ehemaliger Mitarbeiter der US-Bank Goldman Sachs, habe keine neue Nachricht von Russlands Präsident Wladimir Putin nach Miami mitgebracht, sagte Peskow weiter. Dmitrijews Aufgabe in Miami sei es lediglich, „Informationen zu erhalten“.
Ex-Trump-Berater: Ukraine muss nicht jeden Deal akzeptieren
Die ukrainische Armee ist an einigen Frontabschnitten aktuell in der Defensive. Der ehemalige US-Sicherheitsberater John Bolton hat die militärische Lage der Ukraine dennoch als stabil bewertet. Die Situation für Präsident Wolodymyr Selenskyj sei „alles andere als katastrophal“, sagte Bolton vergangene Woche dem Spiegel.
Zwar könne die Ukraine den Kriegsverlauf gegen die Armee von Kremlchef Wladimir Putin auf absehbare Zeit nicht fundamental ändern, so Bolton weiter. Dennoch befinde sich das Land nicht in einer Position, in der es jeden Friedensdeal akzeptieren müsse, betonte der frühere Sicherheitsberater von Donald Trump. Auch Russlands Verluste im Ukraine-Krieg bleiben weiterhin hoch.
Angriff in Russland: Brand auf 1500 Quadratmetern
Putins Wirtschaft bleibt unterdessen weiterhin unter Beschuss: Ukrainische Drohnen haben in der Nacht auf den heutigen Montag (22. Dezember) bei einem Angriff auf die südrussische Region Krasnodar zwei Schiffe und Anlegestellen am Terminal Wolna beschädigt. Die gesamte Besatzung wurde sicherheitshalber evakuiert, wie der operative Stab der Region über Telegram mitteilte.
Die Beschädigungen führten laut den örtlichen Behörden zu einem Brand, der sich auf eine Fläche von bis zu 1500 Quadratmetern ausbreitete. Über mögliche Opfer machten die russischen Behörden zunächst keine Angaben, berichtete Reuters. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)