Kiel. Sie sind verziert mit Gummibären, Smarties oder Keksen und alle auf ihre Weise einzigartig: Seit Wochen tummeln sich Passanten vor dem Verlagsgebäude der Kieler Nachrichten, um in den Schaufenstern die 150 Knusperhäuser zu bestaunen. Nachdem Arthur (3) und Clara Kohrs (6) mehrere Jahre lang die Kreationen anderer Bäckerinnen und Bäcker bewundert haben, haben sich die Geschwister aus Altenholz dieses Mal selbst ans Werk gemacht – und das mit Erfolg.

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Die Geschwister haben mit ihrem „Haus 5″ den ersten Platz bei dem Wettbewerb gemacht. „Knapp drei Tage haben Arthur und Clara an ihrem Knusperhäuschen gearbeitet“, sagt Mutter Jasmin Kohrs. „Ich hatte ganz viele Süßigkeiten eingekauft und dann durfte jeder von ihnen eine Hausseite allein gestalten.“ Den Weg zur Haustür stellen saure Fruchtgummis dar, im Garten brodelt ein Feuer. Jetzt freuen sich die beiden über einen 150-Euro-Gutschein für den Hansapark, ihr Gewinn. Per QR-Code konnten Kielerinnen und Kieler bis zum 18. Dezember für ihre Favoriten abstimmen.

Mehr als 400 Menschen wollten beim Knusperhaus-Wettbewerb mitmachen

Mehr als 400 junge Hobbybäckerinnen und -bäcker hatten sich für den beliebten Knusperhaus-Wettbewerb der Kieler Nachrichten registriert. Wegen der begrenzten Plätze entschied das Los darüber, welche 150 Knusperhäuschen ausgestellt wurden. Aufgabe war es, die Mini-Gebäude im Stile des Weihnachtsmärchens „Die kleine Hexe“ von Ottfried Preußler zu bauen. Dabei geht es um die kleine Hexe, die unbedingt mit den anderen Hexen zusammen die Walpurgisnacht feiern möchte – obwohl sie dafür eigentlich zu jung ist. Sie wird erwischt und muss als Strafe beweisen, dass sie eine gute Hexe ist.

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Auf dem zweiten Platz der Knusperhaus-Aktion landete ein Nachbau der Gorch Fock.

Eine ganz besondere Geschichte erzählt der zweite Platz der KN-Aktion, ein Knusperhaus in Form der Gorch Fock mit Segeln aus Oblatenpapier. Gebaut haben das Kunstwerk Laura (13), Levin (5) und Linnea (7) Moldenhauer. „Den Kindern war es ganz wichtig, etwas mit Kielbezug zu bauen und ihnen ist das Segelschulschiff so gut von der Windjammerparade in Erinnerung geblieben“, erzählt Mutter Iris Moldenhauer. Als besondere Überraschung hat der Kommandant die Geschwister Anfang Dezember sogar auf die Gorch Fock eingeladen – dort wird ihr Knusperhäuschen auch nach dem Wettbewerb einziehen.

Knusperhaus-Aktion gibt es in Kiel seit 1963

Bereits zum zweiten Mal konnten Fritz (12), Hans (9) und Max Bornhalm (4) bei dem Knusperhäuschen-Wettbewerb überzeugen. Nachdem die großen Brüder 2021 mit einem Nachbau des Holstein-Stadions die meisten Stimmen für sich gewonnen hatten, belegt das Trio in diesem Jahr mit ihrem Baumhaus aus Lebkuchen den dritten Platz. Die Idee sei den Jungs beim Wandern in den Herbstferien gekommen.

Die Knusperhäuschen-Aktion hat eine lange Tradition. Seit mehr als 60 Jahren veranstalten die Kieler Nachrichten den Wettbewerb zu Weihnachten. Als Partner des Wettbewerbs belohnt das Theater Kiel alle Bäckerinnen und Bäcker jedes Jahr mit Karten für das Weihnachtsmärchen im Kieler Opernhaus.

Das Haus passt mit seinen vielen liebevollen Details super zu der kleinen Hexe, und im Hintergrund ist sogar noch der Blocksberg zu sehen.

Claudia Friebel

Hauptdarstellerin „Die kleine Hexe“

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Den Sonderpreis der Theaterjury für die beste Umsetzung des Mottos erhielten die Geschwister Eduard (9) und Elise (7). „Das Haus passt mit seinen vielen liebevollen Details super zu der kleinen Hexe, und im Hintergrund ist sogar noch der Blocksberg zu sehen“, sagt Claudia Friebel, Hauptdarstellerin des Weihnachtsmärchens.

Alle Knusperhäuser der KN-Aktion stehen noch bis zum 5. Januar in den Schaufenstern des Verlagsgebäudes in der Fleethörn. Familien, die ihre Häuser bei der Knusperhäuschen-Aktion ausstellen, können die Kunstwerke anschließend am Dienstag, 6. Januar 2026, abholen.

KN