
AUDIO: THW Kiel punktet bei Bundesliga-Spitzenreiter Magdeburg (1 Min)
Stand: 23.12.2025 22:26 Uhr
Die Handballer des THW Kiel haben am Dienstagabend im letzten Auswärtsspiel des Jahres bei Bundesliga-Primus SC Magdeburg ein 26:26 (13:13) geholt. Hendrik Pekeler traf zwei Sekunden vor Schluss zum umjubelten Remis.
Was für ein Finish! In einem Spitzenspiel, welches seinem Namen alle Ehre machte und die kompletten 60 Minuten hin- und herwog, hatten die „Zebras“ am Ende das letzte Wort. Die Gastgeber, die seit nunmehr 51 Pflichtspielen ungeschlagen sind, müssen die ersten Verlustpunkte vor heimischer Kulisse in dieser Saison hinnehmen.
Dennoch hat der THW nach dem Unentschieden weiter acht Minuspunkte mehr auf dem Konto als der SCM, der mit 34:2 Zählern weiter in Richtung Meistertitel steuert. Kiel fiel trotz des Achtungserfolgs in der Tabelle mit 26:10 Punkten auf Rang fünf zurück.
Beste Werfer des Spiels waren Lukas Zerbe und Harald Reinkind mit je sieben Toren für den THW sowie Gisli Kiristjansson und Lukas Mertens mit je sechs Treffern für den SCM.
„Wir haben von Anfang an gekämpft und gezeigt, dass wir Punkte holen wollen“, sagte Torwart Andreas Wolff nach der Partie. „Wir können zufrieden sein mit dem Punkt, weil wir gegen die aktuell beste Mannschaft der Welt gespielt haben.“
„Zebras“ ohne Ellefsen á Skipagøtu
Die Kieler mussten beim aktuellen Champions-League-Sieger ohne ihren etatmäßigen Spielmacher Elias Ellefsen á Skipagøtu auskommen. Der Färinger hatte sich am Samstag im Nordderby bei der TSV Hannover-Burgdorf (29:29) eine Schulterblessur zugezogen. Für ihn führte der Österreicher Nikola Bilyk die Regie bei den Gästen.

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Der Sportclub begann wuchtig und führte nach sechs Minuten mit 3:1, doch der THW ließ sich nicht abschütteln. Die Kieler Defensive ließ in den folgenden Minuten keinen weiteren Treffer zu, Harald Reinkind gelang in der zehnten Minute der 3:3-Ausgleich. Das Remis konnten die „Zebras“ halten, was auch an wichtigen Paraden von Wolff im Tor lag. Der Schlussmann der Gäste parierte die Siebenmeter von Ómar Ingi Magnússon sowie Tim Hornke und spielte eine starke erste Halbzeit.
Torhüter halten Partie eng
Die erste Führung an diesem Abend für den THW gelang Reinkind aus dem Rückraum in der 18. Minute (8:7). Doch keinem der Teams gelang es, sich in den folgenden Minuten abzusetzen. SCM-Keeper Sergey Hernandez stand zudem der Leistung seines Gegenübers Wolff in nichts nach und hielt die Partie eng. Das 13:13 zur Pause war leistungsgerecht. Bemerkenswert und entsprechend gefeiert wurde auf Seiten der Hausherren in Halbzeit eins das 1.500 Bundesliga-Tor von Hornke.
THW fällt in ein Loch
Die Norddeutschen kamen giftig aus der Kabine und gingen durch Tore von Reinhold und Lukas Zerbe mit zwei Treffern in Führung. Danach fielen die Schleswig-Holsteiner allerdings in ein Loch. Binnen 90 Sekunden sorgte ein Doppelschlag von Daniel Pettersson für den erneuten Ausgleich für die Sachsen-Anhaltiner (15:15, 34.). Kiel blieb fünf Minuten ohne eigenen Treffer und Magdeburgs Thorgeir Kristjansson erzielte in der 38. Minute die 18:15-Führung für den Bundesliga-Tabellenführer.
Kiel dreht in den Schlussminuten auf
Nachdem Magnus Saugstrup auf vier Tore Vorsprung für die Gastgeber erhöht hatte, gelang dem Team von Trainer Filip Jicha ein Drei-Tore-Lauf, der den THW wieder auf 19:20 heran brachte. Zudem brachte der bärenstarke Wolff die Gastgeber zur Verzweiflung, vor allem vom Punkt. Vier Siebenmeter konnte 34-Jährige insgesamt parieren – und auch offensiv klappte es in der Schlussphase besser für die Kieler, die durch Reinkind fünf Minuten vor dem Ende erneut in Führung gingen (24:23).
Doch die „Zebras“ schwächten sich durch eine Zwei-Minuten-Strafe für Veron Načinović selbst. Der SCM konnte die Überzahl nutzen und erzielte in der Schlussminute durch Gisli Kristjánsson das 26:25. Das letzte Wort im Spiel hatten die Gäste: Pekeler traf zwei Sekunden vor Schluss zum Ausgleich und rettete den Norddeutschen einen Punkt.

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Der Rekordpokalsieger hat am Donnerstag durch eine Viertelfinal-Niederlage bei den Füchsen Berlin das Final Four in Köln verpasst.
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