Die Eisbären Regensburg bleiben auch im dritten Versuch gegen die Düsseldorfer EG ohne Sieg. Am Dienstagabend blieb der Eishockey-Zweitligist von Chefcoach Peter Flache und seinem Co-Trainer Hugo Boisvert im letzten Heimspiel des Jahres ohne Punktebescherung zu Weihnachten und verloren vor 4414 Zuschauern nach 1:0-Führung mit 1:4 (1:0, 0:1, 0:3). Jetzt eröffnen die Eisbären nach zwei trainingsfreien Tagen am Freitag (17 Uhr) einen Auswärts-Viererpack und fahren zum Derby nach Landshut.

Drei gravierende Veränderungen gab es in der Aufstellung. Konrad Fiedler entlastete mal wieder Stammkeeper Jonas Neffin, kam zu seinem fünften Starteinsatz und fügte seinen bisherigen 271:12 Minuten weitere Einsatzzeit hinzu. Schon im Hinspiel hatte er zum Schluss über ein Drittel gespielt, als Neffin angeschlagen vom Eis musste.

In der Verteidigung meldete sich der zuletzt kranke Jakob Weber zurück. Dazu ergänzte Marks Jirgensons aus dem U-20-DNL-Team die vierte Reihe und sorgte dafür, dass neben sieben Verteidigern auch wieder zwölf Stürmer zur Verfügung standen.

Eisbären finden ins Spiel

Die ersten Minuten gehörten den Gästen des angeschlagenen DEL-Absteigers und Krisenklubs, bei dem Harry Lange zum zweiten Mal nach der Heimniederlage gegen Freiburg als Trainer an der Bande stand. Dann aber fanden die Eisbären besser und besser in die Partie. Nach 4:45 Minuten hätte Jakob Weber den Puck um ein Haar erfolgreich ins Tor abgefälscht. Knapp eine Minute später scheiterte einer der namhaften DEG-Spieler, Yushiroh Hirano, an Fiedler.

Das 1:0 nach 9:46 Minuten aber tat den Eisbären gleich doppelt gut, weil es obendrein den Aufwärtstrend mit drei Powerplaytoren aus den vergangenen drei Spielen bestätigte. Einen Weber-Schuss fälschte Alex Berardinelli an Düsseldorfs Schlussmann Niklas Lunemann vorbei ab. Kevin Slezak hätte noch eins draufsetzen können, nachdem er im gegnerischen Drittel die Scheibe erobert hatte (11:20).

Auch mal ein 1:0 oder 2:1 nach Hause bringen zu können, hatte Coach Peter Flache vor der Partie gefordert. Entsprechend konzentriert traten seine Eisbären mit dem Vorsprung im Rücken im zweiten Durchgang auch auf. Düsseldorf fiel erst einmal auch wenig ein, um daran etwas zu ändern.

Nach zehn, zwölf Minuten aber erhöhte der Traditionsklub dann doch die Schlagzahl – und kam prompt nach 34:14 Minuten auch zum Ausgleich, als Luca Tosto zu frei stand. Eisbären-Goalie Konrad Fiedler war zwar noch dran, konnte den 1:1-Ausgleich aber nicht verhindern.

Danach versuchten es auch die Eisbären wieder offensiv. Ein Hammer von Jakob Weber sorgte nach 35:50 Minuten für höchste Gefahr, ging aber nicht ins Tor. So ging es mit Hochspannung ins letzte Drittel und der offenen Frage, wer Weihnachten in besserer Stimmung verbringen würde. Bryce Kindopp hätte den Weg für die Eisbären bereiten können, vergab aber alleine vor Lunemann und zielte vorbei am Tor (40:55)

1:2 in Eisbären-Überzahl

Auch Sam Payeur hatte die Führung zwei Minuten später auf dem Schläger. Jetzt handelten sich beide Teams abwechselnd je zwei Strafzeiten ein und sorgten für kurze Überzahl- oder Vier-gegen-vier-Einheiten. Just, als die Eisbären mal wieder zum Powerplay ansetzten, verlor Jakob Weber die Scheibe an des Gegners blauer Linie, Simon Thiel zog auf und davon und überwand Konrad Fiedler zum 2:1 (46:55).

Es kam noch dicker: Die DEG luchste neben dem Tor Corey Trivino die Scheibe ab und Ture Linden traf zum 3:1 für die Gäste (52:01). Als Fiedler zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis ging, machte Erik Bradford ins leere Tor den Deckel drauf (57:01).

Infos zum Spiel

Statistik: Regensburg – Düsseldorf 1:4 (1:0, 0:1, 0:3)

Eisbären Regensburg: Fiedler – Naud. Giles; Demetz, Zerressen; Bauer, Weber; Merkl – Bracco, Trivino, Berardinelli; Kindopp, Payeur, Slezak; Grimm, Peter, Preto; Jirgensons, Gajovsky, Angaran

Düsseldorfer EG: Lunemann – Faber, Quaas; Fischerr, Maginot; Geitner, Blumenschein; Kukuk – Linden, Bradford, Orendorz; Thiel, Clarke, Lessio; Hirano, Rundqvist, Tosto; Münzenberger, Hofmann, Asovoljuk

Tore: 1:0 (9:46) Berardinelli (Weber-Kindopp bei 5-4), 1:1 (34:14) Toisto (Hirano-Faber), 1:2 (46:55) Thiel (Tosto bei 4-5), 1:3 (52:01) Linden (Bradford-Orendorz), 1:4 (57:01) Bradford (Linden bei 5-6 ins leere Tor)

Schiedsrichter: Andreas Gawlik/Daniel Kannengießer. – Zuschauer: 4414. – Strafminuten: Regensburg 8 – Düsseldorf 14