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Eine britische Fantasy-Serie mit historischem Setting und übernatürlichen Elementen wartet auf Entdeckung – die Kritiken sprechen eine klare Sprache.

Streaming-Plattformen produzieren jährlich Dutzende Serien, von denen viele trotz hoher Qualität kaum Beachtung finden. Besonders Produktionen mit historischem Setting und Fantasy-Elementen haben es schwer, sich gegen Blockbuster-Titel durchzusetzen. Während große Namen wie „The Witcher“ oder „House of the Dragon“ die Schlagzeilen dominieren, verschwinden kleinere Perlen oft unbemerkt im Katalog. Dabei lohnt sich der Blick auch mal auf weniger bekannte Titel.

Ausschnitt aus „Renegade Nell“Serienabend für die ganze Familie – dieses grandiose Fantasy-Abenteuer müsst ihr gesehen haben © IMAGO/Supplied by LMK

Die Disney+-Serie „Renegade Nell“ erreicht auf Rotten Tomatoes eine Bewertung von 87 Prozent bei Kritikern und Publikum, bleibt jedoch weitgehend unbekannt. Die achtteilige Fantasy-Produktion aus britischer Feder kombiniert Abenteuer, Action und übernatürliche Kräfte im England des 18. Jahrhunderts. Hauptdarstellerin Louisa Harland („Derry Girls“) verkörpert Nell Jackson, eine junge Frau, die des Mordes beschuldigt wird und zur Gesetzlosen wird – unterstützt von einem magischen Geist namens Billy Blind.

Worum geht es in „Renegade Nell“ auf Disney+?

Die Serie spielt im Jahr 1705 in London und Tottenham. Nell besitzt übernatürliche Fähigkeiten, die sich manifestieren, wenn sie angegriffen wird. Gemeinsam mit ihren Schwestern Roxy (Bo Bragason) und George (Florence Keen) gerät sie in ein Komplott, das bis zur königlichen Familie reicht. Als Antagonist tritt Thomas Blancheford auf, gespielt von Jake Dunn – ein skrupelloser Friedensrichtersohn, der Nells Vater ermordete und sie für den Tod seines eigenen Vaters verantwortlich macht. Adrian Lester verkörpert den mysteriösen Earl of Poynton, der schwarze Magie einsetzt.

Showrunnerin Sally Wainwright („Gentleman Jack“) inszeniert die Abenteuer mit historischem Look und modernem Erzähltempo. Die Kampfchoreografien wirken glaubwürdig, die Dialoge verzichten auf zwanghaft modernisierte Sprache. Louisa Harland trägt die Serie mit physischer Präsenz und Charisma – ihre Nell ist keine stereotype Heldin, sondern eine kampferprobte Frau in Männerkleidung, die sich gegen Ungerechtigkeit wehrt. Die Balance zwischen Fantasy-Elementen und historischer Kulisse funktioniert ohne kitschige Überhöhung. Unsere gesamte Kritik zur Pilotepisode von „Renegade Nell“ findet ihr hier.

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Trotz positiver Resonanz erhielt „Renegade Nell“ keine zweite Staffel – ein Schicksal, das viele Streaming-Produktionen teilen. Die acht Episoden bieten dennoch eine abgeschlossene Geschichte mit Humor, Spannung und visueller Qualität. Wer historische Fantasy abseits ausgetretener Pfade sucht, findet hier eine unterschätzte Produktion. Die Serie zeigt, dass hohe Bewertungen nicht automatisch zu großer Reichweite führen – manchmal verschwinden Geheimtipps einfach im Algorithmus der Plattformen. Hier findet ihr einen weiteren Geheimtipp auf Disney+.