Unfall auf der A7 am Freitagabend. – Fotos: Moritz Bindewald

PETERSBERG
Fünf Fahrzeuge beteiligt

26.12.25 – Großer Einsatz am zweiten Weihnachtsfeiertag: Die Feuerwehr wurde am Freitagabend gegen 17:30 Uhr auf die A7 auf Höhe des Globus-Marktes in Petersberg (Landkreis Fulda) zu einem Unfall gerufen. Bei dem Crash handelt es sich um einen Folgeunfall, an dem fünf Fahrzeuge beteiligt sind. Die Fahrbahn war über fast zwei Stunden voll gesperrt, konnte gegen 19:19 Uhr aber wieder freigegeben werden.

Die Polizei vor Ort erklärte gegenüber unserem OSTHESSEN|NEWS-Reporter die Einsatzlage: „Wir als Polizei wollten den rechten Fahrstreifen sperren, um dem Abschleppdienst seine Arbeit zu ermöglichen. Ein nachfolgender Verkehrsteilnehmer erkannte die Situation jedoch nicht richtig, verringerte seine Geschwindigkeit und wechselte kurz vor dem Streifenwagen nach links, ohne den Fahrstreifenwechsel rechtzeitig anzukündigen.“ Der nachfolgende Verkehr musste daraufhin stark abbremsen. Das dritte nachfolgende Fahrzeug erkannte die Situation nicht mehr rechtzeitig und fuhr auf das zweite Fahrzeug auf.

Insgesamt fünf Fahrzeuge beteiligt – ein Fahrer ist flüchtig
„In der Folge reagierten auch das vierte und fünfte Fahrzeug zu spät, sodass es zu weiteren Auffahrunfällen kam. Insgesamt kam es dadurch zu einem Verkehrsunfall mit fünf beteiligten Fahrzeugen. Der erste Fahrzeugführer setzte seine Fahrt fort, ohne den Unfall offenbar bemerkt zu haben, und ist daher derzeit als flüchtiger Unbekannter anzusehen“, ergänzte der Polizist.

Der stellvertretende Wehrführer der Feuerwehr Eichenzell, Julian Rudolf, sagte im Gespräch mit O|N: „Die erste Herausforderung für uns bestand darin, gemeinsam mit dem Rettungsdienst einen Überblick darüber zu gewinnen, wie viele Personen an dem Unfall beteiligt und verletzt waren. Die Betroffenen wurden zunächst durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr betreut und anschließend an den Rettungsdienst übergeben.“

Massenanfall-Lage mit bis zu zehn verletzten Personen
Aufgrund der Anzahl der verletzten Personen wurde das Rettungsdienststichwort „MANV 10“ ausgelöst. „Das bedeutet, dass zusätzliche Rettungsmittel sowie die Führungsunterstützung des Rettungsdienstes alarmiert werden, darunter ein leitender Notarzt und ein organisatorischer Leiter Rettungsdienst. ‚MANV 10‘ steht dabei für eine Massenanfall-Lage mit bis zu zehn verletzten Personen“, so Rudolf abschließend.

Insgesamt acht Personen wurden bei dem Unfall verletzt, glücklicherweise keiner davon schwer. Die Polizei, die Feuerwehr Eichenzell mit 20 Kräfte, zehn RTW und zwei NEF waren vor Ort. Der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 75.000 Euro. Die polizeilichen Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern an.

(kg) +++