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Der betrunkene Mann spazierte fast über die gesamte Gleisanlage. Alle Züge mussten sofort stoppen, elf weitere verzögerten sich.
München – Ein dramatischer Vorfall hat in der Nacht zum Dienstag, 23. Dezember, am Münchner Hauptbahnhof für Chaos gesorgt. Ein stark alkoholisierter 19-Jähriger betrat die Gleisanlagen und zwang dadurch zwei einfahrende Regionalzüge zur Notbremsung. Darüber berichtete die Deutsche Presseagentur unter Berufung auf die Bundespolizei.
Gefährlicher Spaziergang quer durch den Bahnhof – Extremer Alkoholwert gemessen
Der junge Mann spazierte fast über die gesamte Gleisanlage des Hauptbahnhofs. Überwachungskameras dokumentierten seinen gefährlichen Weg: Am Gleis 25 betrat er die Schienen und kletterte erst am Gleis 5 wieder nach oben. Als die Polizei am Tatort eintraf, hatte der 19-Jährige die Gleise bereits wieder verlassen.
Ein stark alkoholisierter 19-Jähriger betrat die Gleisanlagen und zwang zwei Regionalzüge zur Notbremsung. Der Mann hatte 2,1 Promille. (Symbolbild) © IMAGO / Wolfgang Maria Weber
Der Fahrdienstleiter ordnete sofort den Stopp aller Züge im Bahnhof an. Neben den zwei Regionalbahnen, die zur Notbremsung gezwungen wurden, verzögerten sich elf weitere Züge kurzzeitig. Ein Atemalkoholtest bei dem Mann ergab einen Wert von 2,1 Promille. Die Bundespolizei ermittelt nun gegen den 19-Jährigen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Dieser Straftatbestand kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren geahndet werden. (Quelle: dpa), (fhz)