Mit unserer Reihe „Augsburger Anekdoten“ erzählen wir kleine Geschichten mitten aus dem Leben unserer Stadt.

Warten auf die Post. Gerade vor Weihnachten dürfte es einigen so gegangen sein. Sehnsuchtsvolles Warten auf die Post. Kommt das Päckchen an Eltern, Geschwister, Freunde noch an? Oder wird es eher eine Silvester-Gabe, geliefert irgendwann im Nirgendwo zwischen 2025 und 2026. In Haunstetten scheint jemand auch auf die Post zu warten, wenn auch eher auf die Leerung des Kastens als auf den Paketboten. Unser Leser Wolfgang Thiel hat den Stuhl samt Briefkasten an der Einmündung der Akelei- in die Dr.-Troeltsch-Straße fotografiert. Man kann sich ja mal setzen. Vielleicht wird der Plausch mit dem Briefträger ja ganz nett…

Manchmal wartet man lange auf die Post. Da kann ein Stuhl nicht schaden.

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Manchmal wartet man lange auf die Post. Da kann ein Stuhl nicht schaden.
Foto: Wolfgang Thiel

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Manchmal wartet man lange auf die Post. Da kann ein Stuhl nicht schaden.
Foto: Wolfgang Thiel

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Freie Fahrt. Augsburg und Ulm werden gerne verglichen. Mit 300.000 Einwohnern ist Augsburg deutlich größer als das beschaulichere Ulm mit 130.000 Menschen. Erstklassig ist der FCA, die Ulmer Spatzen spielen in der Dritten Liga und sind stark abstiegsgefährdet. Was also spricht für Ulm? An allen vier Adventssamstagen und am Samstag nach Weihnachten lief die Aktion „Geschenkt“. Der Nahverkehr in Ulm und im benachbarten Neu-Ulm war kostenlos. Straßenbahnen und Busse waren gut nachgefragt. In Augsburg zahlten Fahrgäste wie immer. Vielleicht braucht Augsburg aber einfach mehr Baustellen. Denn die vielen Verkehrsbehinderungen aufgrund von Großbaustellen waren in Ulm der Anlass für die ticketfreien Fahrten an Samstagen.

In Augsburg wurde gezahlt, in Ulm war an Samstagen zuletzt die Fahrt mit Straßenbahn und Bus kostenlos.

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In Augsburg wurde gezahlt, in Ulm war an Samstagen zuletzt die Fahrt mit Straßenbahn und Bus kostenlos.
Foto: Michael Hörmann

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In Augsburg wurde gezahlt, in Ulm war an Samstagen zuletzt die Fahrt mit Straßenbahn und Bus kostenlos.
Foto: Michael Hörmann

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Babylonische Verwirrung. Die Internetseite der Stadt Augsburg kann seit Kurzem auf 16 Sprachen abgerufen werden. Möglich macht dies ein Online-Übersetzungsdienst, der die Seiten neben Englisch als gängigster Sprache auch in Italienisch, Türkisch und zum Beispiel Polnisch übersetzt. Die Stadt hat die Sprachen hinterlegen lassen, die in Augsburg am häufigsten gesprochen werden. Auch bei deutschen, sprachinteressierten Bürgern ist die Freude groß, weil man sich mithilfe der Homepage nun einen Wortschatz zulegen kann, den kein vhs-Kurs und kaum ein Lehrbuch bieten. Nehmen wir aus post-weihnachtlichem Anlass das Wort Poller. Auf Englisch heißt es „bollard“, auf Italienisch „dissuasore“, auf Türkisch angeblich auch „bollard“ und in Polen sagt man „pacholek“. Auch Dialekt kann das Programm: Batschlach, das schwäbische Wort für Pfütze, heißt auf Englisch – Batschlach. Die Italiener sagen … Batschlach, in der Türkei spricht man von der – Sie ahnen es: Batschlach. Babylonische Sprachverwirrung? Oder hat es das Schwäbische in die ganze Welt geschafft? Dass das Übersetzungsprogramm ausgerechnet an diesem Dialekt scheitern sollte, davon gehen wir nicht aus.

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