Wegen Brandgefahr
Stadt Dresden will falsche Entsorgung von Batterien und Akkus stoppen
Auch in Dresden kommt es immer wieder zu Bränden wegen falsch entsorgter Batterien und Akkus. Um das zu ändern, hat die Stadt eine groß angelegte Infokampagne gestartet.
Dresden. Rund 30 Brände pro Tag entstehen in Deutschland durch falsch entsorgte Lithium-Akkus und Batterien – auch in Dresden häufen sich solche Vorfälle, geraten Mülltonnen, Sammelfahrzeuge und Müllanlagen in Brand. Um auf diese Gefahr und die korrekte Entsorgung von Akkus und Batterien aufmerksam zu machen, hat die Stadt gemeinsam mit der Dresdner Feuerwehr und der Stadtreinigung eine Informationskampagne gestartet.
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Müllfahrzeuge machen auf Problem aufmerksam
So machen ab sofort zwei Entsorgungsfahrzeuge der Stadtreinigung mit entsprechend aufgeklebtem Motiv auf beiden Elbseiten auf das Thema aufmerksam, verkündet das Rathaus. Weiter bekommen die Restabfallbehälter stadtweit einen Infosticker. Große Plakate und Banner werden im Eingangsbereich der acht städtischen Wertstoffhöfe platziert. Zum Jahresende sollen an 275 Stellen in der Gastronomie, an Hochschulen, in der Kultur, in Fitness-Studios und in Gesundheitseinrichtungen Postkarten ausliegen, die auf die sorgsame Entsorgung von Akkus und Batterien aufmerksam machen.
Ein kleiner Akku kann großen Schaden anrichten und ein ganzes Abfallsammelfahrzeug in Brand setzen. Beispiele dazu gibt es leider auch in der Region Dresden.
Alf Schwaten
Geschäftsführer der Stadtreinigung Dresden
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Zum Hintergrund: Alte Batterien und Akkus enthalten wertvolle Rohstoffe wie Nickel, Kobalt und Lithium, aber auch gefährliche Stoffe wie Quecksilber und Blei. Werden sie durch Krafteinwirkung verformt oder beschädigt, kann es zu Kurzschlüssen kommen. Zusammen mit der noch vorhandenen Restenergie entzünden sie sich und die umliegenden Abfälle geraten in Brand. Alf Schwaten, Geschäftsführer der Stadtreinigung: „Ein kleiner Akku kann großen Schaden anrichten und ein ganzes Abfallsammelfahrzeug in Brand setzen. Beispiele dazu gibt es leider auch in der Region Dresden. Damit werden nicht nur teure Schäden verursacht, sondern auch unsere Beschäftigten und die Einsatzkräfte der Feuerwehr in Lebensgefahr gebracht.“
Hier ist die Abgabe gebührenfrei möglich
Dabei können Dresdner ihre alten Akkus und Batterien bereits jetzt auf allen städtischen Wertstoffhöfen gebührenfrei abgeben. Auch jedes Einzelhandelsgeschäft, das Batterien und Akkus verkauft, ist zur Rücknahme verpflichtet. Bei der Abgabe von Lithium-Ionen-Akkus, die bei mobilen Elektrogeräten zum Einsatz kommen, sollten zusätzlich die Pole abgeklebt werden. Sie sind wegen ihrer größeren Leistungsstärke leichter entzündlich.
DNN