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Internationale Ernährungsexperten schlagen Alarm: Hochverarbeitete Lebensmittel werden zur globalen Gesundheitsgefahr! Weltweit essen Menschen immer weniger frische, vollwertige Nahrung und greifen stattdessen zu billigen, industriell hergestellten Produkten.
Die aktuelle Auswertung in der Fachzeitschrift „The Lancet“ bestätigt das, wovor Mediziner schon lange warnen. Die von 43 internationalen Experten durchgeführte Untersuchung basiert auf 104 Langzeitstudien und bringt hochverarbeitete Lebensmittel mit zwölf verschiedenen Erkrankungen in Verbindung. Dazu gehören Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenerkrankungen, Depressionen und vorzeitiger Tod aus jeglichem Grund.
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Immer weniger frische Lebensmittel
Studien-Autor Prof. Carlos Monteiro von der Universität São Paulo warnt, der steigende Konsum ultraverarbeiteter Produkte „verdrängt frische und minimal verarbeitete Lebensmittel“. Verantwortlich seien vor allem große Konzerne: „Sie erzielen durch den Vertrieb hochverarbeiteter Produkte enorme Gewinne.“
Mitautor Dr. Phillip Baker von der Universität Sydney fordert deshalb eine entschlossene Reaktion: Die Lösung liege in „einer entschiedenen globalen Reaktion des öffentlichen Gesundheitswesens – ähnlich den koordinierten Bemühungen gegen die Tabakindustrie“.
► Gleichzeitig räumen die Forscher ein, dass ihre Analyse keine eindeutigen Zusammenhänge beweisen kann. Auch Kritiker mahnen zur Vorsicht. Prof. Kevin McConway betont: Solche Studien zeigen Zusammenhänge, beweisen aber keine direkte Ursache. „Wahrscheinlich erhöhen einige stark verarbeitete Lebensmittel das Krankheitsrisiko – aber sicher nicht alle.“
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Ist hochverarbeitet wirklich immer schlecht?
Professor Jules Griffin von der Universität Aberdeen erklärt, dass die Lebensmittelverarbeitung auch positive Aspekte habe und weitere Forschung zu ihren Auswirkungen auf unsere Gesundheit dringend erforderlich sei.
► Der britische Lebensmittelverband (FDF) gibt an, dass verarbeitete Lebensmittel wie TK-Gemüse und Vollkornbrot Teil einer ausgewogenen Ernährung sein können. „Unternehmen haben jahrelang Änderungen vorgenommen, um Lebensmittel im Einklang mit staatlichen Richtlinien gesünder zu gestalten“, so Kate Halliwell, wissenschaftliche Leiterin des FDF.
Der Zucker- und Salzgehalt in Produkten, die in britischen Geschäften und Supermärkten angeboten werden, sei seit 2015 um ein Drittel gesunken, fügte sie hinzu.

