EuroCloud Pulse Check 2025
Digitale Widerstandsfähigkeit „made in Europe“

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Mit Fokus auf Widerstandsfähigkeit und Cybersicherheit gewinnen europäische Cloud-Anbieter gegenüber amerikanischen Hyperscalern an Bedeutung und Beliebtheit. Datensouveränität und hybride Modelle sind Schlüsselthemen. Hier könnte Europa punkten.

Der EuroCloud Pulse Check 2025 zeigt auf, wie europäische Cloud-Anbieter durch Resilienz und Sicherheit punkten und an Bedeutung gegenüber amerikanischen Hyperscalern gewinnen. Hybride Modelle und Datensouveränität sind im Fokus.(Bild: ©  robertchouraqui - stock.adobe.com) Der EuroCloud Pulse Check 2025 zeigt auf, wie europäische Cloud-Anbieter durch Resilienz und Sicherheit punkten und an Bedeutung gegenüber amerikanischen Hyperscalern gewinnen. Hybride Modelle und Datensouveränität sind im Fokus.

(Bild: © robertchouraqui – stock.adobe.com)

Die aktuelle Ausgabe des EuroCloud Pulse Check 2025, erstellt von Techconsult im Auftrag von EuroCloud Deutschland und dem eco-Verband, zeigt, wie deutsche Unternehmen ihre Cloud-Strategien zwischen Resilienz, Datensouveränität und künstlicher Intelligenz (KI) ausbalancieren.

Die Veröffentlichung der Studie erfolgt in einer kritischen Phase: Geopolitische Unsicherheiten und zerbrechliche Lieferketten lenken die Aufmerksamkeit verstärkt auf die Resilienz in Unternehmensstrategien. Der Studie zufolge betrachten 83 Prozent der deutschen Unternehmen diese inzwischen als essenziell für ihr Überleben. 258 deutsche Unternehmen aller Branchen mit mehr als 50 Mitarbeitern wurden hierzu befragt.

Die Rolle der europäischen Superscaler im Vergleich zu amerikanischen Hyperscalern

Pascal Brunnert, Senior Analyst bei Techconsult, beleuchtet gegenüber CloudComputing-Insider die Entwicklungen und Herausforderungen der digitalen Resilienz in Europa und die Strategien für eine souveräne Cloud. In einem sich ständig wandelnden globalen Umfeld spielen europäische Superscaler zunehmend eine entscheidende Rolle im Vergleich zu ihren amerikanischen Kontrahenten, den Hyperscalern.

Während im Jahr 2024 prognostiziert wurde, dass hybride Cloud-Modelle an Bedeutung verlieren würden, steht dieser Annahme heute ihre Nutzung, die von 40 Prozent auf 57 Prozent gestiegen ist, gegenüber. Diese Entwicklung dürfte sich in Zukunft relativ stabil fortsetzen. Die Frage bleibt jedoch, ob Unternehmen verstärkt auf lokale Anbieter zurückgreifen werden.

Europäische Superscaler gewinnen insbesondere in den Bereichen Backup & Disaster Recovery, Compliance und Datenresidenzlösungen an Bedeutung. Dabei zeigt sich ein klarer inhaltlicher Fokus auf Sicherheit. Brunnert kommentiert hierzu: „Je wichtiger das Thema IT-Sicherheit wird, desto mehr wollen Unternehmen auf europäische Hyperscaler zurückgreifen.“

Im Rahmen der Studie wurden die Unternehmen auch dazu aufgefordert, den Begriff „Superscaler“ zu definieren. Die Antworten verdeutlichten, dass Datensouveränität und Sicherheit für 37 Prozent der Befragten oberste Priorität haben, gefolgt von Leistungsfähigkeit (36 %) und Transparenz (30 %).

Resilienz und Souveränität als Schlüsselstrategien für die Zukunft der Cloud

In Zeiten globaler Unsicherheiten gewinnen Resilienz und Souveränität zunehmend an Bedeutung. Diese Aspekte beeinflussen maßgeblich die Cloud-Strategien vieler Unternehmen. In den kommenden zwölf Monaten halten 43 Prozent der Befragten Resilienz und Souveränität für entscheidend wichtig, während sie in ein bis drei Jahren für 43 Prozent eine maßgebliche, und in mehr als drei Jahren für 47 Prozent eine wichtige Rolle spielen.

Technologisch setzen Unternehmen auf regelmäßige Sicherheitsprüfungen und kontinuierliches Monitoring als Grundlage, um zeitnah handeln zu können. Seit 2024 ist die Durchführung regelmäßiger Sicherheitsprüfungen um zwölf Prozentpunkte gestiegen.

Branchenspezifische Trends und die Chance auf einen Neustart

Branchenspezifische Unterschiede zeigen sich ebenfalls: Der Handel konzentriert sich auf verantwortliches Handeln, der öffentliche Sektor öffnet sich verstärkt für Open-Source-Lösungen, während Banken und Versicherungen als stark regulierte Sektoren auf offene API-Infrastrukturen setzen.

Felix Höger, Mitvorstand des EuroCloud-Verbands, sieht die Arbeit seines Verbands bestätigt und unterstrichen durch das starke Interesse, die europäische Cloud-Industrie zusammenzubringen und als Sprachrohr für Stakeholder zu fungieren. Nils Kaufmann, Experte für Cloud-native Technologien, beobachtet, dass zunehmend mehr Anbieter, die nicht zu den Hyperscalern gehören, an Bedeutung gewinnen. Dies ist teils bedingt durch politische und weltwirtschaftliche Rahmenbedingungen. Der Trend hin zu europäischen Lösungen zeigt sich ihm nach erfreulich stabil.

„Kurzfristig gesehen wird aber das Vertrauensverhältnis die wichtigste Rolle spielen“, betont Brunnert. „Langfristig werden wohl europäische Anbieter ihre Leistungsfähigkeit und Offenheit als kulturelle Stärke ausspielen müssen. In einer Zeit, in der europäische Lösungen gefragt sind, bietet dies die Chance, sich als Alternative zu den amerikanischen Hyperscalern zu positionieren“, erklärt er.

Dies könnte Chancen für innovative Lösungen eröffnen, die die USA nicht unbedingt anbieten, und ermöglicht es der europäischen Branche, den Bedarf an lokaler Infrastruktur – beispielsweise für private GPTs – zu bedienen. Die europäische Cloud-Industrie könnte somit auf einen Neustart zusteuern, der die bisher bestehenden Stereotypen überwindet.

Stand: 08.12.2025

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