Nach jahrelangem Kampf
Tierpark Hellabrunn begrüßt Böllerverbotszone an Silvester
29.12.2025 – 12:18 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Schild weist auf eine zu Silvester in München eingerichtete Böllerverbotszone hin (Archivbild): In diesem Jahr darf auch rund um den Zoo kein Feuerwerk gezündet werden. (Quelle: IMAGO/Wolfgang Maria Weber)
Die Stadt München richtet auch in diesem Jahr wieder Böllerverbotszonen an Silvester ein. Erstmals auch rund um den Tierpark Hellabrunn – ganz zur Freude der Verantwortlichen.
Der Tierpark Hellabrunn begrüßt das zum Jahreswechsel 2025/26 erstmals von der Stadt München erlassene Böllerverbot rund um den Zoo. Tierparkdirektor Rasem Baban sagte: „Mit der Feuerwerksverbotszone kann unseren zum Teil äußerst geräuschempfindlichen tierischen Bewohnern ein erheblicher Teil unnötigen Stresses und nächtlicher Unruhe erspart werden.“
Das Kreisverwaltungsreferat (KVR) hatte in diesem Jahr beschlossen, zum ersten Mal überhaupt rund um den Zoo eine Böllerverbotszone zu errichten. Diese umfasst auch Teile der angrenzenden Isarauen. Auf Nachfrage der Münchner Lokalredaktion von t-online wurde die Entscheidung damit begründet, dass man den „wertvollen Tierbestand“ schützen wolle.
Der Tierpark habe schon seit Jahren auf die erheblichen Belastungen für Tiere und die Umwelt durch das Silvesterfeuerwerk hingewiesen, führte Baban aus. So führten laute Knallgeräusche, grelle Lichtblitze sowie Schadstoff- und Feinstaubemissionen bei zahlreichen Tierarten zu Stress, Angstreaktionen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen.
Verena Dietl, Aufsichtsratsvorsitzende des Tierparks Hellabrunn und Münchens Dritte Bürgermeisterin (SPD) appellierte daher an die Bürger, sich an das Verbot zu halten und damit aktiv zum Schutz von Umwelt und Tieren beizutragen. „Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen – für die Tiere im Zoo ebenso wie für die einzigartige Natur der Isarauen.“
