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Kaum öffnet das Transferfenster, taucht Arnaud Kalimuendo in der Gerüchteküche von Eintracht Frankfurt auf. So auch diesmal. Was kann der Angreifer?
Frankfurt – Sportvorstand Markus Krösche hat in der Wintertransferperiode 2024 einen zweiten Angreifer neben Sasa Kalajdzic gesucht. Am letzten Tag landete Hugo Ekitiké bei Eintracht Frankfurt. Er lieferte sich dabei ein enges Rennen mit Arnaud Kalimuendo. Die beiden Franzosen standen am Ende ganz oben auf der Wunschliste von Krösche.
Arnaud Kalimuendo steht auf der Wunschliste von Eintracht Frankfurt © IMAGO/Paul Terry
Nun könnte sich der Kreis schließen. Denn Kalimuendo tauchte seitdem permanent in der Gerüchteküche auf. Der Eintracht-Sportvorstand folgt Spuren mit viel Geduld. Im vergangenen Sommer zog Kalimuendo für 30 Millionen Euro von Stade Rennes weiter zu Nottingham Forest. In der Premier League wartet er noch auf Startelf- und Tordebüt.
Krallt sich Eintracht Arnaud Kalimuendo?
Immerhin in der Europa League gelangen dem 23-Jährigen zwei Treffer. Das alles ist allerdings zu wenig für seine Ansprüche. Öffnet sich daher die Tür bei der Eintracht? Krösche hat ihn nicht aus den Augen verloren. Eine Leihe mit anschließender Kaufoption oder Kaufpflicht wäre ein realistisches Modell. Doch was bringt der vor den Toren von Paris geborene Kalimuendo sportlich mit?
Matteo Amghar ist Journalist bei der renommierten L‘Equipe. Er sagte im exklusiven Gespräch mit Absolut Fussball, dem Fußballportal von Home of Sports: „Kalimuendo ist ein schneller und effizienter Stürmer. Er arbeitet viel für die Mannschaft.“ Der Angreifer sei aber abhängig von einem „funktionierenden“ Team: „Er ist nicht der Typ, der das Spiel an sich reißt und im Alleingang den Unterschied ausmacht.“
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Amghar traut ihm dennoch zu, in der ersten Bundesliga zu funktionieren. Er habe in jungen Jahren schon sehr viel geleistet. Kalimuendo traf für Lens und Rennes in 177 Partien 61-mal, zudem legte er 20 Tore auf. Das sind gute Werte in der Ligue 1. Doch der Schritt in die Premier League hat sich noch nicht bezahlt gemacht.
„Nottingham hatte einen schwierigen Saisonstart. Kalimuendo hatte nie die Gelegenheit, Stammspieler zu werden und sich zu beweisen“, so Amghar. Immerhin konnte er auf europäischer Bühne Selbstvertrauen tanken. Dennoch hat er eine andere Erwartungshaltung. Ob ein Winterwechsel die Karriere wieder in Schwung bringen kann?
Zumindest eine Sorge nimmt Amghar dem Umfeld der Hessen: „Ich glaube, dass Kalimuendo in Sachen Ernsthaftigkeit und Arbeitsmoral mehr Sicherheit als Elye Wahi bietet. Die Bundesliga könnte ihm liegen.“ Wahi floppte komplett in der Mainmetropole. Knapp 26 Millionen Euro überwies Krösche vor einem Jahr für ihn nach Marseille. Zwölf Monate später trennen sich wohl wieder die Wege.
Ob Kalimuendo tatsächlich kommt, ist offen. Die Frankfurter folgen mehreren Spuren. Sein Vorteil ist, neben der sportlichen Qualität, die Fitness. Im Gegensatz zu William Osula von Newcastle United kämpft er nicht mit einer Verletzung. Kalimuendo wäre sofort einsatzbereit und somit eine potenzielle Sofortverstärkung.
Eine Option mehr für Eintracht-Trainer Dino Toppmöller?
Trainer Dino Toppmöller hätte mit ihm im Sturm eine wertvolle Option mehr. „Die Bundesliga könnte ihm liegen. Kalimuendo könnte sich als gute Ergänzung zu Jonathan Burkardt, Ritsu Doan oder Younes Ebnoutalib erweisen“, so Amghar. Gibt es den Doppelschlag auf dem Transfermarkt noch vor Beginn der am Freitag startenden kurzen Vorbereitung?
Am 9. Januar 2026 beginnen die Hessen die Rest-Runde gegen Borussia Dortmund – mit Ebnoutalib und Kalimuendo? Burkardt wird höchstwahrscheinlich noch nicht zur Verfügung stehen. Krösche ist daher auf dem Transfermarkt gefordert. Die Burkardt-Verletzung hat eine Lücke gerissen. Diese gilt es mit frischer Qualität zu schließen.