Zur Silvesternacht bereiten sich Polizei und Stadt Duisburg erneut auf mögliche Ausschreitungen vor. Nach Erfahrungen aus den vergangenen Jahren rechnet die Polizei mit einem erhöhten Einsatzaufkommen durch Brände, Unfälle mit Feuerwerk sowie Randale.
Ein Schwerpunkt der Maßnahmen liegt diesmal erneut auf einer zeitlich befristeten Videobeobachtung im Stadtteil Hochfeld. Das hat die Polizei am Montag auf Anfrage der Redaktion mitgeteilt.
Rund um die Pauluskirche will die Polizei vom 31. Dezember, 18 Uhr, bis zum 2. Januar, 10 Uhr, Kameras einsetzen. Dabei handele es sich ausdrücklich um eine Videobeobachtung und nicht um eine dauerhafte Überwachung, betont das Duisburger Präsidium. Die Aufnahmen werden nur live von Beamten angeschaut, aber nicht gespeichert.
Ziel sei es nach Angaben der Polizei, die Lage besser einschätzen und bei Eskalationen schneller reagieren zu können. Der Bereich gilt seit Jahren als einer der Orte, an denen sich zu Silvester größere Menschenmengen versammeln.
Die Videobeobachtung ist hierzulande an strenge Voraussetzungen geknüpft. Unter anderem müssen dafür an den Orten in der Vergangenheit überdurchschnittlich viele Straftaten passiert sein.
Parallel zu den Kameras in Hochfeld wird die Polizei mit deutlich verstärkten Kräften im gesamten Stadtgebiet präsent sein, heißt es weiter. Neben uniformierten Beamten aus dem regulären Dienst und der Einsatzhundertschaft sollen auch zivile Kräfte eingesetzt werden. Besonders im Blick stehen zentrale Plätze und bekannte Treffpunkte, dazu gehört auch der Hamborner Altmarkt. Durch die Präsenz will die Polizei frühzeitig eingreifen können, wenn es zu gefährlichen Situationen kommt.
Ein generelles Feuerwerksverbot wird es in Duisburg wie berichtet erneut nicht geben. Die Stadt verweist darauf, dass Verbotszonen keine spürbare Entlastung bringen. Angriffe mit Pyrotechnik kommen stadtweit vor, zudem würden Verbotsbereiche zusätzliche Kontrollkräfte binden und Probleme lediglich verlagern. Unverändert gelten jedoch bundesrechtliche Einschränkungen, etwa rund um den Duisburger Zoo. In einem Umkreis von mindestens 100 Metern dürfen dort auch in der Silvesternacht keine Feuerwerkskörper gezündet werden, um die Tiere vor dem Lärm zu schützen.
Nach mehreren Zwischenfällen an Halloween setzt die Polizei zusätzlich auf Prävention. Eine aktuelle Kampagne in sozialen Medien richtet sich vor allem an Jugendliche und warnt eindringlich vor den Folgen von unachtsamem Umgang mit Böllern und Raketen. Gleichzeitig kündigt die Polizei an, Verstöße auch in diesem Jahr konsequent zu verfolgen.