In der Vier-Tore-Stadt ist es leiser geworden – eine kraftvolle Stimme ist für immer verstummt. Vor wenigen Tagen starb Michael „Micha“ Schmidt (69), der Frontmann der Neubrandenburger Band „KW 37“, der auch in anderen Musik-Projekten – wie zum Beispiel einer Hommage an „Deep Purple“ – die Zuhörer mit seinem unverwechselbaren Gesang in den Bann zog.
Schon zu DDR-Zeiten stand er auf der Bühne
Schon in jungen Jahren, noch zu DDR-Zeiten, stand der gelernte Installateur auf der Bühne bei verschiedenen Amateurkapellen in seiner Heimatstadt. Wo auch immer der Mann mit der gewaltigen „Röhre“ auftrat, hinterließ er tiefen Eindruck. Und nicht nur dort. Auch in seinem „richtigen“ Beruf – bis 2020 als Hausmeister bei der Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft angestellt – wusste Michael Schmidt zu gefallen. „Besonders die Omas in den Mietwohnungen haben ihn alle geliebt“, sagte ein ehemaliger Kollege.
Die Musikszene in Neubrandenburg sei nach seinem frühen Tod ärmer geworden, heißt es von Musikerkollegen, die ihrem ehemaligen Mitstreiter am Samstag, 17. Januar 2026, im „Last-Orders“-Pub in der Vier-Tore-Stadt eine letzte Ehre erweisen wollen. Bei Bier und der Musik, die Michael Schmidt geliebt hat, soll dem Mann und seiner Stimme standesgemäß während einer öffentlichen Veranstaltung gedacht werden.
An dem Abend, so der Plan, werden dann auch Mitschnitte von Live-Konzerten des Sängers und seinen Bands zu hören sein. Im „Last Orders“ ist Michael Schmidt am 4. Oktober zum letzten Mal öffentlich aufgetreten. Obwohl schon dort sichtlich von seiner Krankheit gezeichnet, hat wohl niemand mit einem so raschen Tod gerechnet.
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