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marktbericht

Stand: 29.12.2025 18:25 Uhr

Für den DAX und viele Börsen weltweit geht ein überdurchschnittlich gutes Börsenjahr dem Ende zu. Der DAX wird eine glänzende Jahresbilanz aufs Parkett legen. Der Wochenauftakt verläuft jedoch mau.

Der deutsche Aktienmarkt ist nach den Weihnachtsfeiertagen verhalten in die verkürzte Woche vor Silvester gestartet. Viele Anleger haben ihre Bücher bereits geschlossen und bleiben der Börse zwischen den Jahren fern. Der Deutsche Aktienindex geht mit einem Plus von 0,05 Prozent bei 24.351,12 Punkten aus dem Handel. Der MDAX der mittelgroßen Werte legt um 0,49 Prozent auf 30.452,53 zu.

An der Börse wird nur noch bis Dienstag 14 Uhr gehandelt. Aktuell sieht es danach aus, dass der DAX ein Jahresplus von 22 Prozent einfahren dürfte. Damit würde 2025 für den Leitindex zum besten Börsenjahr seit 2019 und zum dritten Rekordjahr in Folge. Das Allzeithoch von Mitte Oktober liegt bei 24.771 Punkten und bleibt damit in Reichweite. International sorgten vor allem die Märkte in Warschau, Athen, Madrid oder Prag für Furore mit Jahresgewinnen zwischen 44 und 51 Prozent.

Laut Experten haben viele Investoren den Handel bereits beendet. „Der Tag vor Weihnachten war für den DAX in diesem Jahr der Handelstag mit dem bislang zweitniedrigsten Umsatz“, kommentierte Thomas Altmann, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter QC Partners das Börsengeschehen.

Für Dienstag als letzten Handelstag des Jahres werden ebenfalls nur noch niedrige Umsätze erwartet.

Von der Wall Street gab es zum Wochenauftakt keinen Rückenwind. Die jüngsten Rekordstände am Freitag im S&P 500 – am zweiten Weihnachtstag wird an den New Yorker Börsen gehandelt – nutzten viele Investoren für Gewinnmitnahmen.

Der Dow Jones Industrial verlor zuletzt 0,57 Prozent auf 48.435,00 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,49 Prozent auf 6.896,23 Punkte nach unten. Bei knapp 6.946 Zählern hatte er zuvor ein Rekordhoch erreicht. Der von Technologieaktien geprägte Nasdaq 100 rutschte um 0,6 Prozent auf 25.486,21 Punkte ab.

Treibende Themen an den Börsen sind aus Sicht von Analysten weiterhin Künstliche Intelligenz und die weiteren Schritte der US-Notenbank. „Die Renditen sind stabil und das Handelsvolumen gering, aber die grundlegenden Themen blieben dieselben“, sagte Tim Ghriskey, leitender Portfoliostratege bei Ingalls & Snyder in New York.

Im Fokus der Anleger dürfte in dieser kurzen Handelswoche vor allem die US-Geldpolitik stehen. Am Dienstag wird das Protokoll der letzten Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) veröffentlicht. Die Fed hatte Anfang des Monats die Zinsen gesenkt und nur eine weitere Senkung für das kommende Jahr in Aussicht gestellt, während Händler mindestens zwei weitere einpreisen.

Der Boom um Künstliche Intelligenz prägt auch die Börsen-Rangliste des Jahres 2025. Der Chipkonzern Nvidia löst den Spitzenreiter Apple als wertvollstes Unternehmen der Welt ab. Das geht aus Daten des Londoner Börsenbetreibers und Datenanbieters LSEG und Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters hervor. Platz 3 belegt die Google-Mutter Alphabet vor dem Software-Konzern Microsoft.

Europas wertvollstes Unternehmen ist der niederländische Chipkonzern ASML auf Platz 24 der Weltrangliste. Als deutsches börsennotiertes Unternehmen mit dem höchsten Wert erreicht der Softwarekonzern SAP Rang 44.

Unter den Einzelwerten im DAX zählen Rüstungsaktien zu den heutigen Verlierern. Die Papiere von Rheinmetall, Hensoldt und Renk büßten allesamt an Wert ein. Hintergrund sind die Gespräche zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Staatsoberhaupt Wolodymyr Selenskyj. Beide haben sich nach ihrem Treffen in Florida zuversichtlich über die Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg gezeigt.

Gold wurde mit deutlichen Verlusten von 4,3 Prozent auf 4.336,12 Dollar gehandelt. Silber gab um 7,91 Prozent auf 71,88 Dollar nach. Hier wurden nach den jüngsten Allzeitrekorden Gewinne mitgenommen – denn Gold und Silber sind in diesem Jahr um außerordentliche 67 und 150 Prozent gestiegen.