Bielefeld. Auch die Zwischenrunde der 27. Bielefelder Hallenfußball-Stadtmeisterschaft wurde von den Zuschauern sehr gut angenommen. Dafür bekamen sie erstklassigen Budenzauber zu sehen, der große Lust auf den Finaltag am Dienstag, 30. Dezember macht.

Zwischenrunde, Gruppe A

Westfalenligist VfL Theesen hatte in der Sporthalle Rosenhöhe II alles im Griff. Die Mannschaft von Trainer Engin Acar zog souverän mit vier Siegen als Tabellenführer der Gruppe A in die Endrunde ein. Zweiter wurde der SC Bielefeld.

Die Theesener waren überlegen, kamen aber sowohl gegen den SV Ubbedissen als auch gegen den VfL Ummeln nicht über ein 1:0 hinaus. Im dritten Spiel gegen SCE Rot-Weiß wurde das Ergebnis mit 5:0 standesgemäßer. Kai-Niklas Janz traf dreifach, Jannik Tödtmann doppelt. Damit war der VfL bereits für die Endrunde qualifiziert.

Doch das reichte dem ranghöchsten Team nicht. Im Duell mit A-Ligist SC Bielefeld ließ der VfL noch einmal sämtliche Muskeln spielen. Alessio Giorgio und Jannik Tödtmann wechselten sich beim 4:0-Erfolg im Toreschießen ab und verwiesen die Sudbracker eindrucksvoll auf Tabellenplatz zwei. Theesens Trainer Engin Acar: „Wir sind 80 Minuten lang zu null geblieben, haben den Einzug in die Endrunde geschafft. Ich bin zufrieden.“

Zwischenrunde, Gruppe B

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich die beiden Bezirksligisten VfR Wellensiek und SC Hicret. Beide zogen in die Endrunde ein. Der VfR wurde Erster, Hicret wurde Zweiter. Damit hat Hicret seine Möglichkeit auf die Titelverteidigung zunächst gewahrt.

Schon im ersten Spiel des Tages zwischen Türkgücü Sennestadt und dem SC Babenhausen war es spannend. Am Ende trennten sich die Kontrahenten 1:1. Die Wellensieker starteten mit einem souveränen 4:0 über den TuS Brake. Titelverteidiger SC Hicret begann seinen Zwischenrunden-Tag gemächlich. Im ersten Spiel gegen Türkgücü blieb die erste Halbzeit torlos, dann aber sorgten Furkan Ars und Fatih Karabas für einen 2:0-Sieg.

Fortan marschierten sowohl die Wellensieker als auch der SC Hicret. Die Entscheidung über den Gruppensieg sollte im direkten Duell fallen. Und da passierte zunächst nicht so viel. Dann brauchte Fouad Aghnima Hicret in Führung, Julian Rühe glich aus und sicherte dem VfR so den Gruppensieg.

Zwischenrunde, Gruppe C

In Quelle wurde der TuS Dornberg seiner Favoritenrolle gerecht. Als Tabellenerster ging es für den TuS schnurstracks in die Endrunde. Aber auch der B–Ligist TuS Hoberge-Uerentrup qualifizierte sich über Platz zwei für den Auftritt in der Seidensticker-Halle.

Gleich im ersten Spiel der Zwischenrunden-Gruppe C brannte in der Gesamtschule Quelle die Luft, als Hausherr TuS Quelle gegen Bezirksligist SuK Canlar in der letzten Spielminute ein 1:2 durch Tore von Ole Hensiek und Niko Jakovljevic in einen 3:2-Sieg drehte. Etwas überraschend, von der Ligazugehörigkeit ausgehend, war der deutliche 4:1-Erfolg des B-Ligisten TuS Hoberge-Uerentrup gegen den A-Ligisten VfL Oldentrup. Aber die Hoberger hatten bereits in der Vorrunde eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie den sprungreduzierten Ball in der Halle gut laufen lassen können.

Landesligist TuS Dornberg siegte in seinem ersten Spiel gegen den A-Ligisten TuS Quelle durch Tore von Jannis Bölt und Mitja Schierbaum 2:0. Der SuK Canlar kam auch in seinem zweiten Spiel nicht richtig in die Gänge. Nach der Auftaktniederlage gegen den TuS Quelle tat sich die Mannschaft von Trainer Mustafa Baytar auch gegen den bis dahin sieglosen VfL Oldentrup sehr schwer. In einer hitzigen, von vielen Fouls geprägten Partie blieb der A-Ligist ebenbürtig, verlor aber trotzdem knapp mit 4:5.

Dornberg setzte sich im Derby gegen Hoberge knapp mit 2:1 durch. Keeper Joschka Leier musste sich in der letzten Minute allerdings mächtig strecken, damit er den Sieg festhalten konnte. Den Gruppensieg tüteten die Dornberger gegen Canlar ein. Jannis Bölt nutzte einen SuK-Fehler eiskalt, Kapitän Charley Achtereekte besorgte das 2:0. Der SuK betrieb noch Ergebniskosmetik.

Spannend war es im letzten Spiel der Gruppe zwischen Hoberge und Canlar. Es ging um Platz zwei. Hoberge hatte die bessere Ausgangslage, Canlar brauchte zwingend einen Sieg. Letztlich gewann Hoberge 4:2.

Zwischenrunde der Bielefelder Stadtmeisterschaft

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Zwischenrunde, Gruppe D

In der Sporthalle der Realschule Jöllenbeck war es am Montag kuschelig. Rund 1.000 Zuschauer wollten live dabei sein, als es in der Zwischenrunden-Gruppe D um den Einzug in die Endrunde und damit in Bielefelds gute Stube, der Seidensticker-Halle, ging. Nach spannenden Partien setzten sich die Bezirksligisten VfB Fichte und SV Heepen durch.

C–Ligist Friesen Milse unterlag in seinem ersten Spiel A-Liga-Spitzenreiter TuS Jöllenbeck 0:3. Milses Kapitän Enes Hökelek: „Wir würden total gerne weiterkommen, aber wir wissen, wie schwer das ist. Gerade in einer Gruppe mit so einem Knaller wie dem VfB Fichte. Aber wir haben auch ein paar gute Fußballer in unseren Reihen.“ Am Ende blieb es für die Milser bei der Zwischenrunden-Teilnahme. Gegen die schier übermächtige Konkurrenz hatten die Friesen keine Chance.

Bezirksligist VfB Fichte wurde im ersten Spiel gegen Ligakonkurrent SV Heepen seiner Favoritenrolle gerecht. Zwar gingen die Heeper zunächst durch Matti Becker in Führung, doch dann drehten die „Hüpker“ die Partie. Suad Ak konnte ausgleichen, Furkan Baytekin gelang das 2:1. Heepens Ulas Duran bekam eine Zwei-Minuten-Strafe. Fichte nutzte die daraus resultierende Überzahl und zog auf 4:1 davon. Dabei hatte Heepen genug Möglichkeiten, allerdings traf die Mannschaft von Trainer Marko Puskaric zweimal nur den Pfosten und Marijo Pavlovic verpasste es, den Ball im leeren Tor unterzubringen. Fichtes Topspieler Suad Ak resümierte: „Ich bin überzeugt, dass das Topspiel der heutigen Gruppe war, daher bin ich froh, dass wir gewonnen haben.“

Auch die weiteren Spiele konnte der VfB Fichte siegreich gestalten. Gegen Milse gab es einen 4:0-Erfolg. Gegen stark aufspielende Kicker vom KF Kosova, denen am Ende wegen eines zu dünnen Kaders etwas die Luft ausging, ein 5:3. Kosovas Liridon Redjepi sagte: „Wir haben es uns gegen Heepen selbst verbaut. Da war mehr für uns drin. Die Gruppe war auch wirklich stark. Fichte bleibt auch cool, als wir 2:0 geführt haben. Dann haben wir die Mitte aufgemacht, das ist gegen die Mannschaft ein fataler Fehler.“ Fichte siegte auch im letzten Spiel gegen den TuS Jöllenbeck 6:2 und wurde somit verlustpunktfrei Gruppensieger. Für die gastgebenden Jürmker war eigentlich schon nach der 1:4-Niederlage gegen Heepen klar, dass ein Weiterkommen wohl nicht klappen wird. Dabei hatte sich der TuS trotz der schwierigen Gruppenkonstellation Hoffnungen gemacht.

Die Heeper um Trainer Marko Puskaric holten in ihrem letzten Zwischenrundenspiel noch einen deutlichen 5:0-Sieg gegen Friesen Milse. Brian Ketscher Nick Grieswelle, Ulas Duran und Kevin Klass trafen. Dabei durfte Jakov Vrdoljak im SV-Tor ran und bekam Szenenapplaus vom Publikum. Vrdoljak hat bisher bei jeder Bielefelder Hallen-Fußball Stadtmeisterschaft mitgemischt. Wenn also jemand Szenenapplaus verdient hat, dann Jakov Vrdoljak.

Alle Berichte von den Vorgruppen am Samstag: VfL Theesen erhebt Anspruch auf die Bielefelder Hallenfußball-Stadtmeisterschaft

Alle Berichte von den Vorgruppen am Sonntag: Dornberg fühlt sich bei der Bielefelder Hallenfußball-Stadtmeisterschaft verschaukelt

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INFORMATION

Endrunde der Hallenstadtmeisterschaft im Livestream

Wer krönt sich zum Bielefelder Stadtmeister der Hallensaison 2025? Am Dienstag, 30. Dezember 2025, wissen wir es. Denn dann findet die Finalrunde der Stadtmeisterschaft in der Seidenstickerhalle statt. Als Titelverteidiger geht in diesem Jahr der SC Hicret Bielefeld ins Rennen.

Wer an diesem Tag nicht in der Halle dabei sein kann, muss trotzdem nicht auf Livebilder vom Bielefelder Fußball verzichten. Denn nw.de wird an dieser Stelle die Spiele live im Videostream übertragen.

Hier finden Sie am Finaltag den Livestream.

Nachdem in den Tagen zuvor die Vor- und Zwischenrunden ausgespielt sind, geht es am Finaltag um 16.30 Uhr los mit den Spielen der Endrunde in der Seidensticker-Halle. Die Halbfinals sollen laut Plan um 19.45 Uhr starten. Das Finalspiel steigt, sofern es keine Verzögerungen gibt, um 20.50 Uhr. Rund fünf Stunden Liveübertragung gibt es also an diesem Abend auf nw.de.

So verpassen nicht nur die mehr als 2.000 Zuschauer in der Seidensticker-Halle keine Szene, auch die NW-Nutzer auf ihrem Smartphone, am Tablet oder am Desktop kommen auf ihre Kosten. Der Livestream ist für NW-Digital-Abonnenten kostenlos.